Nov 162011
 

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  1. Kai Biermann (Zeit.de)
  2. Christiane Eilders (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
  3. Alfons Pieper (“Wir in NRW”)
  4. Max Ruppert (TU Dortmund)
  5. David Schraven (WAZ Rechercheteam)
[15:14 Uhr] – Die Moderatorin stellt die Teilnehmer ausführlich vor.

Podiumsrunde

Bild 1 von 7

Das Podium zu "Demokratische Öffentlichkeit im Netz - mit oder ohne Journalisten?"; Foto: Grimme-Institut/Jens Becker

[15:17 Uhr] – Nach der Einführung fängt Langer mit Schaven ein. Sie stellt die Frage, wie die Hinweise gefiltert werden. Antwort: Das ist die klassische Reporterarbeit. Schon zu Totholz-Zeiten habe er Hinweise bekommen. Das ist die klassische Arbeit. Sind die Hinweise vollständig? Sind sie echt?
[15:20 Uhr] – Wie unterscheidet sich das Upload-Portal von den klassischen Mitteln? Nach Meinung Schavens ist das einfach nur ein weiteres Werkzeug.
[15:21 Uhr] – Dem Live-Blogger fällt es, aufgrund schlechter Tonverhältnisse, schwer, zu verstehen, was auf dem Podium gesagt wird. Es wird an dem Problem gearbeitet.
[15:25 Uhr] – Frage der Moderatorin  an Kai Biermann. Journalismus kann Menschen erreichen, Internet kann Menschen vernetzen. Die Funktion des Journalismus ist, Scharnier zu sein. Kai Biermann lobt den Guardian, der die Daten öffentlich gestellt hat, um Ergebnisse zu crowdsourcen. Hier sieht Biermann eine Zukunft des Journalismus.
[15:28 Uhr] – Jetzt kommt auch mal Alfons Pieper zu Wort.  Er erzählt von einer Geschichte auf die verzichtet werden musste, weil die Datenlage nicht klar war.
[15:31 Uhr] – Bislang erzählen Journalisten von ihren Erfahrungen mit geleakten Geschichten, oder was sie davon halten.
Jetzt eine Frage an Frau Eilders: Woher kommt die Bereitschaft einem Portal was zuzuspielen? Antwort: Das müsen keine Blogger und keine Leser sein, das kann jeder. Menschen mit Wahrheitsliebe. Das habe mit dem neuen Medium auch nichts zu tun, sagt Elders.
[15:35 Uhr] – Schaven steigt ein und sagt: “Es geht nicht um Medien, sondern um Menschen.” Das war bereits im ersten Teil der Fachtagung ein wichtiges Thema (Bettina Hammers Kritik an der Sprache des Netzes).
[15:37 Uhr] – Max Ruppert möchte unterscheiden zwischen Upload-Portalen und Wikis. Unterschiedliche Verwendungszwecke. Das unterstreicht die Moderatorin und versucht eine Frage zum Thema Crowdsourcing zu formulieren. Rupert möchte aber erst nochmals betonen, das er hier nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch als Journalist sitze.
[15:39 Uhr] – Max Ruppert berichtet jetzt von Untersuchungen zum GuttenPlag Wiki. Überaschend junge Teilnehmer, jeder fünfte hatte einen Doktortitel, 80% Abitur, 60% Hochschulabschluss. Harter Kern ist entstanden, 140 Leute, die sich über weitere Vorgehensweisen berieten. Parteipräferenzen waren: Grüne und SPD auf Platz 1 und 2 und Piraten auf Platz 3, Letzter Platz FDP.
[15:44 Uhr] – Frau Eilders sagt, Journalisten sollten die gesammte Bandbreite  ihres Könnens nutzen. Journalisten werden es schwer haben, sich gegen das immer lauter werdende Geräusch zu behaupten.
[15:48 Uhr] – Von der Mülltrennung zum Müllmann, so sieht Kai Biermann seinen Job bei der Zeit. Vom Auswählen des zu gebrauchenden Geschichten zum sammeln und wegschütten. Nachfrage von Frau Eilders: Wohin schütten sie es denn? Antwort: Na zu denen. Geste zum Publikum. Publikum lacht.
[15:50 Uhr] – Am Anfang und am Ende stehen die klassichen Medien, sagt Max Ruppert und führt als Beispiel das GuttenPlag Wiki an.
[15:52 Uhr] – Die Runde ist sich einer Meinung und plaudert über verschiedene Projekte. Wenig Reflektion und Kritik.
[15:57 Uhr] – Frau Eilders stichelt Kai Biermann und erklärt ihm was ein Journalist tun muss: sammeln, recherchieren, verdichten.
[15:57 Uhr] – Langer stellt erneut eine Frage, die darauf zielt, das Journalismus zwischen Politik und Menschen moderieren soll. Biermann entgegnet, dass Journalisten maximal Diskurs vorleben können.
[16:01 Uhr] – Max Rupert sieht Journalisten auch als Moderatoren, Dank des Internets. Es entwickele sich eine Moderationskompetenz.
[16:03 Uhr] – Frage an Tim Bartel im Publikum, wie die Daten des GuttenPlag Wiki von Redaktionen verarbeitet wurde. Er antwortet, das es durchaus gute Zusammenarbeiten zustande gekommen ist. Zusammenarbeit von Wiki und traditionellen Medien habe hervorragend funktioniert.
Als Mitarbeiter von Wikia ist diese Antwort wohl selbstverständlich.
[16:05 Uhr] –  Kai Biermanns Versuche Journalismus zu erklären wirken verunsichert. Das mag auch daran liegen, dass er nicht richtig in das Mikro spricht.
[16:09 Uhr] – Es entsteht eine kleine Diskussion über den Leserschwund der Tageszeitungen. Schraven sagt: Es wird so viel gelesen wie noch nie, er teilt nicht den Kulturpessimismus.
[16:13 Uhr] – Kai Biermann entschuldigt sich für seine letzten Kommentare zur Enquete-Kommission. Er sei sehr wütend gewesen.
[16:15 Uhr] – Max Ruppert findet, dass die Zuschauer mehr eingebunden werden sollten. Die Gelegenheit  nutzt Torsten Kleinz und fragt, ob ein pointiertere Meinung per se besser ist? Pluralismus an den Rändern, den Mittelteil aussparen und damit ein falsches Bild erzeugen.
[16:17 Uhr] – Schraven äußert sich sehr positiv zu Opinion von NYT, keine Tang0-Meinung, sondern klare Aussagen. “Für den Denkanstoß eine gepfeffert kriegen.”
[16:19 Uhr] – Aus dem Publikum kommt eine Frage, die aber von der Moderatorin nicht weiterverarbeitet wird, sondern sie fragt Kai Biermann, ob er mal erzählen kann, was Malte Spitz gemacht hat. Er hat seine von der Telekom gespeicherten Daten für das Special zur Vorratsdatenspeicherung zur Verfügung gestellt.
[16:23 Uhr] – Schraven nimmt das auf und wiederholt was er zum Datenjournalismus sagte. “Irgendwatt pasiert da. Und watt is das nächste Experiment.”
[16:24 Uhr] – Max Ruppert sieht auch eine klare Entwicklung in Richtung Datenjournalismus. Schwarmphänomen könnte zur Finanzierung des Journalismus beitragen. Er greift auch das Thema vom Vormittag auf und fragt sich was eigentlich E-Demokratie sein soll. Für ihn sollte es eher in Richtung veränderte Öffentlichkeit gehen. Er sieht weniger E für wahrscheinlicher in 10 Jahren.
[16:27 Uhr] – “Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen” zitiert Alfons Pieper Helmut Schmidt. Er hätte in 20 Jahren gerne noch eine Zeitung aus Papier.
[16:28 Uhr] – Wir befinden uns bereits bei den Abschlussstatements. Kai Biermann wünscht sich für Zeit-Online einen tollen Service, der das Internet ausdruckt und auf Papier nach Hause schickt ;-)
[16:29 Uhr] – Christiane Elders macht sich keine Sorgen, das irgendein Medium aussterben wird. Wünscht sich Plattformen, auf denen gesellschaftliche Diskurse stattfinden. Unterschiedliche Themen verlangen nach unterschiedlichen Plattformen.
Die Moderatorin schließt das Podium und übergibt an Gabielle Hooffacker, die den Tag zusammen fasst.
[16:32 Uhr] –  Hoofflacker fasst den Tag pointiert zusammen, nutzt Twitterzitate und sorgt für Lachen. Menschen im Raum äußerten sich über Twitter und werden jetzt wieder vorgetragen.
Das Abschluss-Statment von Gabriele Hooffacker ist hier nachzulesen.

 

Bilder der Veranstaltung “Mehr E-Demokratie wagen” sind auch über Facebook verfügbar.
 

  One Response to “Live-Blog – Podiumsdiskussion: Demokratische Öffentlichkeit im Netz – mit oder ohne Journalisten?”

 Leave a Reply

Bitte lösen Sie folgende Sicherheitsfrage. *