Feb 122014
 

Friederike Sobiech“Wichtig ist das Gesamtpaket von redaktionellem Konzept, besonderen Inhalten und dazu passendem Interface-Design”, erklärt Friederike Sobiech von der Allianz deutscher Designer. Sie zum zweiten Mal Mitglied der Nominierungskommission zum Grimme Online Award und “gespannt darauf, welche Schätze sich in diesem Jahr in der Vorschlagsliste aufstöbern lassen.” Noch bis einschließlich 15. März können Internetnutzer und Anbieter die Nominierungskommission über Online-Formulare mit neuem Stoff zur Begutachtung versorgen.

“Besonders freue ich mich auf diejenigen Anbieter, die verschiedenste mediale Kanäle im Netz für außergewöhnliche publizistische Ideen nutzen“, sagt Sobiech. “Hier finden sich immer wieder ganz besondere Themen oder bekannte Werkzeuge, die ein kleines bisschen anders eingesetzt oder kombiniert werden, so dass dem Netz als Plattform eine neue Facette hinzugefügt wird.”

Diese Facetten zu bewerten, ist Aufgabe der Nominierungskommission, der neben Friederike Sobiech sechs weitere Experten angehören: Die Medienjournalistin Brigitte Baetz, Marc Bürger vom Egmont Ehapa Verlag, Daniel Fiene, Macher des Medienpodcasts “Was mit Medien”, Alexander Houben, Mitglied der Chefredaktion Trierischer Volksfreund, Lorenz Lorenz-Meyer, Professor für Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt und die Usability-Expertin Esther Meier von Ogilvy.

In dieser Woche trifft sich die Nominierungskommission zum ersten Mal, um über erste Vorschläge zu diskutieren. Trotzdem werden weiterhin Online-Angebote und Apps gesucht, die publizistische Qualität und innovativen Onlinejournalismus weiterdenken und gleichzeitig bedienerfreundlich und visuell ansprechend sind. Was überhaupt Chancen hat, einen Grimme Online Award zu bekommen, haben wir im vergangenen Jahr mal erläutert.

Im Mai geben wir bekannt, welche Angebote die Nominierungskommission für die Endrunde des Grimme Online Award 2014 ausgewählt hat. Die Preisverleihung findet am 27. Juni in Köln statt. Bei der Preisverleihung werden auch die Gewinner des „klicksafe Preises für Sicherheit im Internet“ gekürt. Die EU-Initiative „klicksafe“ prämiert – in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Chancen – Angebote und Projekte, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang im und mit dem Internet fördern. Vorschläge können hierfür noch bis einschließlich 15. März 2014 über www.klicksafe.de und unter www.digitalechancen.de/klicksafepreis eingereicht werden.

 

Logos der Partner des Grimme Online AwardAuch 2014 unterstützen uns zahlreiche Partner, ohne die dieser Wettbewerb gar nicht möglich wäre: Für die finanzielle Basis des Preises sorgt die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, ein weiterer Beitrag kommt von der Stadt Köln. Der TV-Produzent UFA SHOW & FACTUAL übernimmt die professionelle Produktion der Einspielfilme für die Preisverleihung, ŠKODA sorgt für den komfortablen VIP-Fahrservice bei der Preisverleihung. Das Düsseldorfer Studio für Gestaltung, Pre-Press und Digitale Medien, Digibox, langjähriger Partner des Grimme Online Award, gestaltet erneut die Preispublikation.

Medienpartner des Grimme Online Award ist bereits im neunten Jahr TV Spielfilm. Die Programmzeitschrift stellt wie in den Vorjahren die Voting-Plattform für den Publikumspreis zur Verfügung und begleitet den Wettbewerb publizistisch. Zudem werden drei Abos der Zeitschrift unter allen Nutzern, die ihren Favoriten für den Grimme Online Award einreichen, verlost.

  5 Responses to “Auf der Suche nach neuen Facetten”

  1. Sehr geehrte Frau Lisakowski

    Sehr interessanter Beitrag. Ich finde auch den Award eine Super Idee. Social Media Marketing at its best für das Grimme-Institut. Chapeau!

    Eine Frage welche mir noch durch den Kopf wo die Sachen mir so anschaute ist, welche Kriterien die Nominierungskommission denn bei der Auswahl verwendet. Das ist mir noch nicht ganz klar.

    Können Sie, Frau Lisakowski hier eine Aussage machen oder einen Link schalten zu diesen Kriterien damit man diese lesen kann?

    Danke im voraus
    Freundlichst
    Professor Dr. Urs E. Gattiker

  2. Liebe Frau Lisakowski.

    Danke für die Antwort. Sicherlich der Award machen Sie auch weil es sowas braucht. Aber ein gutes Fallbeispiel ist es schon.
    Ich bin immer erstaunt wenn Leute sagen in 2001 gab es noch keine Social Media…. die gab es ja schon lange… vielleicht kein Internet oder Facebook…

    Die Links finde ich Spitze vorallem die Definition des Grimme Preises hier:

    “… Mit der jährlichen Auszeichnung herausragender Formen und Entwicklungen öffentlicher Kommunikation und Information bietet der Grimme Online Award Anbietern und Nutzern eine beispielhafte Orientierung für publizistische “Qualität im Netz” …”

    Aber wie messt Ihr das, sehr schwierig. Der DrKPI.de Index macht dies mit einem genau definierten Set von Zahlen.

    Ich hoffe Ihr habt auch sowas das Euch ein wenig der vielen Arbeit der Jury abnimmt.
    Freundlichst
    Urs E. Gattiker

    • Noch einmal: Der Grimme Online Award hat (wie das Grimme-Institut) einen Medienbildungs-Hintergrund. Wir zeichnen qualitativ hochwertige publizistische Websites aus, um diese zum einen (ideell) zu fördern, zum anderen aber auch den Nutzern exemplarisch zu zeigen, wie Qualität im Netz aussehen kann und sie dazu anzuregen, diese auch selbst zu suchen und hoffentlich zu finden. Deshalb sollen bei uns auch Nutzer Vorschläge einreichen und sie können sich an der Abstimmung zum Publikumspreis beteiligen. Der Grimme Online Award (wie auch der Grimme-Preis) sind nicht Mittel zum Zweck um Aufmerksamkeit für das Grimme-Institut zu generieren. Da das Institut nicht gewinnorientiert ist, und die beiden Preise einen großen Teil der Institutsarbeit ausmachen, würden wir uns da auch im Kreis drehen.
      Bei der Kommissionsarbeit nutzen Nominierungskommission und Jury keine weiteren Tools. Wesen der Preise sind die Kommissionen, auf deren Meinung wir uns verlassen, dafür setzt das Grimme-Institut sie aus Experten zusammen. Ihre Meinung kann mit quantitativ / objektiv zu ermittelnden Fakten übereinstimmen, muss aber nicht. So hat bei uns eben auch ein qualitativ hochwertiges Blog eine Chance nominiert zu werden oder einen Preis zu bekommen, das bislang noch fast keine Leser hat oder kaum auf Facebook geteilt wird. (Nutzerzahlen spielen bei anderen Angeboten natürlich eine Rolle, nämlich dann wenn sie auf Interaktion ausgelegt sind, aber das würde hier zu weit führen.) Sprich: Wir messen gar nicht, sondern bei uns beurteilen Fachleute jedes Angebot einzeln und aus Nutzersicht. Und dann wird darüber diskutiert, bis man zu einer gemeinsamen Entscheidung kommt.

    • Das ist aber mal ein schönes Eigenbeispiel für “Social Media Marketing at its best” lieber Herr Professor Dr. Urs E. Gattiker, das übertrifft ja noch die Vorschlagsliste beim Grimme Online Award :-)

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