Jun 122014
 
Screenshot "Geliebte Nachbarn"

Screenshot “Geliebte Nachbarn”

Der Deutsche, der sich über nichts freuen kann, oder der Holländer, der Cannabis rauchend zwischen seinen Tulpen im Garten sitzt. Das Multimedia-Special “Geliebte Nachbarn” von ARTE zeigt Vorstellungen einzelner Europäer über ihre Nachbarn. In kleinen Filmbeiträgen, unterstützt mit Stop Motion Zeichnungen, kann der Zuschauer so manche Vorurteile hinterfragen und sich auch selbst einbringen. Die Redakteurin, Marie Berthoumieu, erzählt, welche Ziele sie mit dem Projekt verbindet.

 

Sind Sie von der Nominierung überrascht worden oder haben Sie ihr Angebot selbst vorgeschlagen?

Wir haben “Geliebte Nachbarn” selbst vorgeschlagen. Es geht bei diesem Projekt um das Zusammenleben in Europa. Wir meinen, dass “Geliebte Nachbarn” sowohl inhaltlich als auch formal der redaktionellen Linie des Grimme Online Award entspricht. Dennoch war es eine sehr willkommene Überraschung, dass unser Projekt auch tatsächlich nominiert wurde.

Wie ist Ihr Angebot entstanden?

Der europäische Kultursender ARTE, der sich insbesondere an das deutsch-französische Publikum wendet, interessiert sich natürlich für Themen wie Zusammenleben in Europa. Im heutigen Wahljahr erscheint es uns als wesentlich, unserem Publikum Denkanstöße zu geben und es an neue Sichtweisen heranzuführen.

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus und wer ist daran beteiligt?

Wir haben bereits mehrmals mit den Produzenten Juliette Guigon und Patrick Winocour (Quark Productions) und den Autoren Mathias Théry und Etienne Chaillou gearbeitet, so auch für das Projekt “Ich habe vom Präsidenten geträumt”. Dieses Team ist eines der besten, um persönliche Geschichten in Bildern umzusetzen. Für “Geliebte Nachbarn” haben sie mithilfe von Farben und Pinseln mit Stop Motion gearbeitet. Die Web-Agentur GlobGlob hat für das Projekt ein witziges interaktives Interface entwickelt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

“Geliebte Nachbarn” ist der Versuch, sich über nationale Stereotypen zu amüsieren und zu zeigen, dass es nur an uns liegt, diese zu überwinden. Wir hoffen, dass Europa für seine Bürger in Zukunft erfassbarer wird und das gegenseitige Verständnis unter Nachbarn zunimmt.

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