Nov 092014
 

Deutschland erinnert sich heute an die Berliner Mauer und ihren Fall am 9. November 1989. Auch im Wettbewerb zum Grimme Online Award gab es immer wieder Angebote rund um das Thema deutsche Teilung.

Das interaktive Angebot “Geheimsache Mauer” von MDR und RBB war im Jahr 2012 nominiert. Es bietet seinen Nutzern über eine aufwändige grafische Gestaltung die Möglichkeit, die Geschichte der Mauer sowohl aus der Sicht ihrer Planer und Überwacher, als auch aus der ihrer Opfer und Leidtragenden zu erkunden und nachzuerleben. Die Fülle von Video-, Audio- und Textdokumenten wird über eine Zeitleiste, eine Inhaltsübersicht oder eine Landkarte zugänglich gemacht.

Die Preisträger für "Das Wunder von Leipzig" im Jahr 2010 mit der Preispatin Inka Schneider (2.v.l.); Foto: Jens Becker/Grimme-Institut

Die Preisträger für “Das Wunder von Leipzig” im Jahr 2010 mit der Preispatin Inka Schneider (2.v.l.); Foto: Jens Becker/Grimme-Institut

Medienübergreifend gestaltet ist das Webspecial “Das Wunder von Leipzig” von MDR und ARTE, das 2010 einen Preis in der Kategorie Wissen und Bildung erhalten hat. Über einzelne Stationen in der “Heldenstadt” werden die Ereignisse und Personen im Vorfeld der Wiedervereinigung in Erinnerung gerufen. Der Weg der Demonstranten lässt sich entlang des Innenstadtrings mit charakteristischen Schauplätzen wie der Nikolaikirche oder der SED-Bezirksleitung verfolgen. Erklärungen, Augenzeugenberichte, Fotos, Audios und  Filmsequenzen nehmen den Nutzer mit auf eine Reise zu den bedeutendsten Ereignissen der jüngeren deutschen Geschichte.

Ebenfalls im Jahr 2010 erhielt das Angebot “Little Berlin” über den Ort Mödlareuth einen Preis. Das 50-Einwohner-Dorf an der thüringisch-bayerischen Grenze, einst getrennt durch die Mauer, wurde zum Symbol der deutschen Teilung. 19 Volontäre der Axel Springer Akademie haben eine Woche in Mödlareuth – von den Amerikanern “Little Berlin” genannt – verbracht, um die Einwohner ihre Geschichten erzählen zu lassen. Dabei werden in diesem Webspecial sowohl die journalistischen als auch die technischen Möglichkeiten des Internets voll ausgeschöpft: Crossmedial wird hier große Geschichte im ganz Kleinen erzählt.

Schon 2005 bekam die Website “Jugendopposition in der DDR” von der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung einen Preis in der Kategorie Wissen und Bildung. Im Mittelpunkt des Multimediaprojektes stehen die Aktivitäten von Jugendlichen gegen die Diktatur in der DDR, beginnend mit den Protesten gegen die Biermann-Ausbürgerung 1976 bis zur friedlichen Revolution 1989, verdeutlicht an 16 biografischen Porträts, ergänzt durch Interviews mit rückblickenden Einschätzungen. Es wird ein breites Spektrum von ausgewählten Texten, rund 400 Fotos, Faksimiles von Originaldokumenten sowie ca. 60 Video- und Audiosequenzen angeboten.

Wir sind aber sicher, dass gerade zum 25. Jubiläum des Mauerfalls viele großartige Web-Projekte zum Thema entstanden sind. Wenn es jetzt schon Tipps für den Wettbewerb 2015 gibt: Einfach in die Kommentare schreiben!

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