Dez 142017
 
Screenshot "GartenRadio"

Screenshot “GartenRadio”

Bei dem Schmuddelwetter da draußen fällt es nicht schwer, sich in einen schönen, sonnigen Sommergarten unter einen schattenspendenden knorrigen Apfelbaum zu träumen. Aber auch der Dezember könnte gartenmäßig etwas bieten, bliebe der gefallene Schnee als weiße Pracht doch nur liegen und zauberte uns ein verschneites Winter Wonderland, aus dem vereinzelt prächtige rote Ilex oder wunderschöne Christrosen hervorlugten. Oder – in der kleineren Stadtvariante – einen Winter Wonderbalkon, den zumindest ein paar Spatzen, die sich um den ausgehängten Meisenknödel streiten, belebten.

Dass der Garten (und auch der Balkon) rund um das Jahr spannende und abwechslungsreiche Geschichten zu bieten hat, beweist das “GartenRadio”, das Gartenliebhaber und -profis zu Wort kommen lässt und von der Schneeglöckchenbörse über die Regenwurmfarm bis zur “Zwiebel im Vorratsstrumpf” die unterschiedlichsten Themen für den Hörer aufbereitet. So wird zum Beispiel über die Rettung des Bergischen Butterkohls berichtet, der fast unwiederbringlich verschwunden wäre. Das interessiert niemanden? Sollte es aber! Ist es doch ein Zeichen rasant abnehmender Biodiversität, der laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen seit 1900 mehr als 75 Prozent aller Kulturpflanzen zum Opfer gefallen sind.

Die ernsten, unterhaltsamen und auch künstlerischen Geschichten werden liebevoll umgesetzt von den beiden Radiojournalisten Heike Sicconi und Stefan Quilitz. Ein zartes Pflänzlein unter den zahlreichen Audio- und Podcast-Angeboten, die wir in diesem Jahr für den Grimme Online Award gesichtet haben, dem wir noch viele weitere Hörer wünschen.

Oft würde die Nominierungskommission gerne noch fünf oder zehn Angebote mehr nominieren, es gibt die Lieblinge des Teams oder einzelner Mitglieder der Nominierungskommission oder Angebote, die nicht so recht in den Preisrahmen passen. Einen Teil dieser Angebote, die es 2017 nicht ganz geschafft haben, dokumentieren wir in unserem Adventskalender. Eine völlig subjektive Auswahl, die kein Urteil durch die Nominierungskommission oder Jury beinhaltet und auch keinem Urteil der Folgejahre vorgreift.

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