Dez 202017
 
Screenshot aus "Aber an mir ist doch nichts Interessantes dran"

Screenshot aus “Aber an mir ist doch nichts Interessantes dran”

Das Grundgesetz schützt das Persönlichkeitsrecht und somit auch Menschen, deren geschlechtliche Identität nicht dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht angehört. So entschieden im November die Richter des Bundesverfassungsgerichts und fordern ein drittes Geschlecht für die Eintragung im Geburtenregister. Diese Entscheidung rückt ein Thema in den öffentlichen Fokus, für das im Alltag häufig Toleranz und Verständnis fehlen: Menschen, die von den gängigen Geschlechternormen abweichen. 

So jemand ist auch Karin, die im Mittelpunkt der Webdoku “Aber an mir ist doch nichts Interessantes dran” steht. Karin ist eine transidente Frau, die in einem dokumentarischen Kurzfilm Einblicke in ihre Lebensgeschichte gewährt. Ergänzt wird dieser durch ein interaktives Dossier, sodass der Zuschauer in jedem Kapitel die Möglichkeit hat, sich über diese Verweise mit weiteren Aspekten der Wahrnehmung von Geschlecht und Identitätsfragen zu beschäftigen. Verlinkt wird auf unterschiedliche Formate, Texte, Videos oder Audio-Dateien. 

Man möchte dieses umfangreiche interaktive Dossier gerne auch der aktuellen US-Regierung empfehlen, die die recht fortschrittliche LGBTI-Politik von Barack Obama mit zahlreichen bizarren Maßnahmen wieder rückgängig zu machen versucht. 

Oft würde die Nominierungskommission gerne noch fünf oder zehn Angebote mehr nominieren, es gibt die Lieblinge des Teams oder einzelner Mitglieder der Nominierungskommission oder Angebote, die nicht so recht in den Preisrahmen passen. Einen Teil dieser Angebote, die es 2017 nicht ganz geschafft haben, dokumentieren wir in unserem Adventskalender. Eine völlig subjektive Auswahl die kein Urteil durch die Nominierungskommission oder Jury beinhaltet und auch keinem Urteil der Folgejahre vorgreift.

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