Britta Stapelbroek

Jun 192017
 
Screenshot: Resi stellt sich vor

Screenshot: Resi stellt sich vor und bringt uns mit den GIFs zum schmunzeln

“Leg los, Resi!“ – Resi ist eine Nachrichten-App, die von Martin Hoffmann, Moritz Klack und Christopher Möller entwickelt wurde. Sie informiert über die das aktuelle Weltgeschehen im hübsch verpackten Chat-Format inklusive Emojis und GIFs. Die Beiträge werden zunächst in Kurzform angekündigt, sodass jeder selbst entscheiden kann, wieviel er über das Thema lesen möchte. Jeder Beitrag wird am Ende mit einem Link abgerundet, der zu einem ausführlichen Artikel weiterleitet. Ist ein Thema besonders interessant, kann man das Resi mitteilen, sie erinnert sich dann daran und schickt häufiger personalisierte Push-Nachrichten. Resi lernt also mit jeder Interaktion des Users dazu. “Conversational Journalism“ nennt sich diese Form der Nachrichtenvermittlung – also Journalismus als Gespräch. Für den Grimme Online Award 2017 wurde Resi in der Kategorie “Spezial“ nachnominiert. Im folgenden Interview spricht Martin Hoffmann über die Entstehung und die Zukunft von Resi.

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Mrz 152017
 

Ein Gastbeitrag von Christoph Neuberger, Kommunikationswissenschaftler und Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Der Grimme Online Award ist ein “Qualitätspreis für Online-Publizistik”. So steht es im Statut, und zwar gleich im ersten Satz. Die ausgezeichneten Angebote sollen, so heißt es etwas später, “eine beispielhafte Orientierung für publizistische Qualität im Netz” geben. Das Wort “publizistisch” steht also im Mittelpunkt des Preises. Doch was bedeutet es genau?

Jury 2012 mit Christoph Neuberger (3. v. l).; Foto: Grimme-Institut

Jury 2012 mit Christoph Neuberger (3. v. l.); Foto: Grimme-Institut

Zunächst einmal ist mit “Publizistik” all das gemeint, was zum Angebot der Massenmedien zählt, was sich also an ein großes Publikum richtet und für möglichst viele relevant sein soll. Dabei geht es ausschließlich um redaktionell gestaltete Inhalte – also nicht um reine Serviceinformationen, etwa Tabellen, Listen oder Datenbanken. Diese gestalteten Angebote lassen sich den publizistischen Sparten Information, Beratung, Bildung, Kultur und Unterhaltung zuordnen. In diesen Kategorien verleiht auch die Grimme-Jury ihre Preise. Wichtig ist auch: Publizistische Leistungen werden unabhängig erbracht. Redaktionen sollten sich also nicht von fremden Einflüssen bestimmen lassen. Das unterscheidet sie von anderen Kommunikationsformen, die einem bestimmten Interesse oder Auftraggeber verpflichtet sind. Letztere gehören zum Bereich der Werbung und der Public Relations, der vom Preis ausgeschlossen ist. Continue reading »

Mrz 132017
 

Auf den verschiedensten Wegen erreichen uns immer wieder Fragen zum Wettbewerb um den Grimme Online Award. Einige Fragen wiederholen sich, deshalb starten wir hier den Versuch der Klärung. Dies ist eine aktualisierte und überarbeitete Fassung eines Beitrags von 2013.

Was kostet es, Vorschläge für den Wettbewerb einzureichen?

Nix.

Die Gewinner vom Projekt "dekoder": Foto: Arkadiusz Goniwiecha

Die Gewinner vom Projekt “dekoder”; Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Was gibt es denn zu gewinnen?

Als Anbieter einer Website oder App: Eine Trophäe, Urkunden für die Beteiligten, viel Ehre und normalerweise ausreichend mediale Aufmerksamkeit. Aber kein Geld.

Als Internetnutzer, der kein eigenes Angebot im Wettbewerb hat: Wir versuchen als Anreiz immer Sachpreise aufzutreiben, aktuell sind das zwei Samsung Tablets. Wir verlosen diese Sachpreise allerdings nur unter denjenigen Nutzern, die ein gültiges Angebot vorschlagen.

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Mrz 012017
 

“Ich könnt noch tausend Liter tanken, bin noch immer nicht am Ziel …”, tönt es aus dem Radio und zu diesen Zeilen steigt Tankstellen-Träumer Friedrich Liechtenstein zu uns in den goldenen Benz. Wir machen es uns in den Ledersitzen bequem. Eskortiert von zwei Motorradrockern beginnt nun ein kleiner Road-Trip durch Berlin, den wir dank Virtual-Reality-Brille fast wie in echt erleben. Unterwegs schauen wir nach rechts und links und sehen tanzende Einhörner oder Passanten, die sich plötzlich zu einem Chor formatieren und mitsingen, zwischendurch regnet es goldenes Konfetti.

Screenshot 360°-Video "1.000 Liter" von Friedrich Liechtenstein

Friedrich Liechtenstein nimmt uns mit auf einen kleinen Road-Trip durch Berlin / Screenshot 360°-Musikvideo “1.000 Liter”

Mit seiner zehnteiligen Doku-Reihe “Tankstellen des Glücks“, die auf Arte zu sehen war, ist Liechtenstein in diesem Jahr für den Grimme-Preis nominiert. Angereichert wird die TV-Produktion von dem 360°-Musikvideo zum Titellied “1.000 Liter“ und findet so auch seinen Weg ins Internet. Dort ist es über die Arte360-App und auf Arte Creative abrufbar.

Derartige Spielereien mögen wir vom Grimme Online Award natürlich sehr, wollen wir doch einmal schauen, welche Nominierten des 53. Grimme-Preises noch mit spannenden Angeboten zu ihren Werken im Internet vertreten sind.

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