Vera Lisakowski

Nov 022016
 
Szene von der "Next Level" 2015, Foto: NRWKS / Robin Junicke

Szene von der “Next Level” 2015, Foto: NRWKS / Robin Junicke

Morgen startet das “Next Level Festival for Games” im Düsseldorfer NRW-Forum. Am Samstag bietet das Grimme-Institut in Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW einen Veranstaltungsstrang an, der sich mit der kulturellen Bedeutung digitaler Spiele beschäftigt, bei dem Uwe Lothar Müller von ARTE über seine Erfahrungen mit dem Newsgame “Refugees – 4 Monate, 4 Camps” berichtet und der die Bildungspotenziale kommerzieller Spiele auslotet.

Für die Preispublikation zum Grimme Online Award 2016, die sich inhaltlich mit dem Thema “Games” befasste, haben wir mit Dr. Christian Esch vom NRW KULTURsekretariat, dem Veranstalter der “Next Level” auch über die kulturelle Bedeutung von Computerspielen gesprochen.

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Nov 012016
 
Eine Jurte weist schon vor der Bonner Bundeskunsthalle auf die Ausstellung "Touchdown" hin. (Wer's nicht kapiert: Jurte - Mongolei - Mongolismus, eine früher gängige Bezeichnung für das Down-Syndrom.) Foto: Vera Lisakowski

Eine Jurte weist schon vor der Bonner Bundeskunsthalle auf die Ausstellung “Touchdown” hin. (Wer’s nicht kapiert: Jurte – Mongolei – Mongolismus, eine früher gängige Bezeichnung für das Down-Syndrom.) Foto: Vera Lisakowski

“Ich habe eine Regel: Ich bin mit niemandem auf Facebook befreundet, mit dem ich nicht mindestens einen Kaffee getrunken habe”, erzählt die Humanbiologin Katja de Bragança. Aber was hat das mit der Ausstellung “Touchdown” zu tun, die in der Bundeskunsthalle Bonn noch bis zum 12. März 2017 läuft? Henriette Pleiger, die als Ausstellungsleiterin an der Bundeskunsthalle arbeitet, war eine Facebook-Bekanntschaft. Und so trafen sich die beiden auf einen Kaffee. Man kam ins Erzählen, unter anderem über das Forschungsprojekt “Touchdown21” zum Down-Syndrom, das Katja de Bragança leitet. Ein spannendes Projekt, zu dem es auch eine Ausstellung geben sollte, fand Henriette Pleiger. Und dann? “Wir haben uns Mühe gegeben, so schnell zu forschen, wie die Ausstellung in Schwung kam”, bekennt Katja de Bragança.

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Okt 122016
 
Die Macher von "Straßengezwitscher" mit Preispatin Anja Reschke (l.) bei der Preisverleihung zum Grimme Online Award 2016. Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Die Macher von “Straßengezwitscher” mit Preispatin Anja Reschke (l.) bei der Preisverleihung zum Grimme Online Award 2016. Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

“Es kann nicht sein, dass man in einer Gesellschaft, in der wir leben, die Menschenwürde mit Füßen treten kann und niemand schaut hin”, begründete Johannes Filous vom Twitter-Account “Straßengezwitscher” bei der Preisverleihung zum Grimme Online Award 2016 sein Engagement gegen Rechts. “Straßengezwitscher” berichtet seit mehr als einem Jahr von rechten Demonstrationen und ausländerfeindlichen Aktivitäten in Dresden, Chemnitz und Leipzig. Für diese sachliche und kontinuierliche Vor-Ort-Berichterstattung, die auch Journalisten als Quelle dient, erhielten die Initiatoren Johannes Filous und Alexej Hock dieses Jahr einen Grimme Online Award in der Kategorie Information. Die beiden sind zu Gast beim Social Community Day am 26. Oktober im Kölner KOMED, wo sie in der Diskussionsrunde “Soziales Engagement mit sozialen Medien” berichten werden, wie sie arbeiten und wie die Reaktionen auf diese Tätigkeit sind. Die von Daniel Fiene moderierte Tages-Veranstaltung mit zwei Panels und vier Workshops ist öffentlich und kostenlos – anmelden kann man sich hier.

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Aug 102016
 

Ein Gastbeitrag von Benjamin Rostalski

Screenshot aus "Grand Theft Auto V"

Screenshot aus “Grand Theft Auto V”

Moderne Blockbuster-Spiele wie “Grand Theft Auto V” finden ein globales Millionenpublikum über kulturelle Barrieren hinweg, erlangen Deutungshoheit über darin verhandelte Themen, prägen Wertorientierungen und bieten Stoff für Diskussionen. Vieles spricht dafür: Digitale Spiele sind das Leitmedium des 21. Jahrhunderts.

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Aug 042016
 

"Trivial Pursuit" SpielbrettSpiele und der Grimme Online Award? Geht das zusammen? Und wenn ja: wie? Diese Frage stellen sich das Preisteam und die Nominierungskommission jedes Jahr aufs Neue. Spielerische Elemente waren schon von Anfang an Teil der nominierten und prämierten Angebote. Allerdings meist der für Kinder. Aber auch Angebote für Erwachsene können mit Spieleelementen bereichert werden – nur: was sind eigentlich Spieleelemente? Wo beginnt das Game in den unendlichen Weiten des Internets?

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Mrz 242016
 

Oldtimer vor Gebäude mit Säulen. Foto: Vera LisakowskiBarack Obama ist wieder weg aus Kuba – und jetzt soll vieles besser werden. Unter anderem die Sache mit dem Internet. Das steht bislang nämlich nur wenigen Kubanern zur Verfügung. Nur einer der vielen Staaten weltweit, in dem der Zugang zum Internet für die Bevölkerung eingeschränkt ist. Wir haben uns in zweien umgesehen: Im Iran und auf Kuba.

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Mrz 212016
 

Ein Gastbeitrag vom BRICkS-Team im Grimme-Institut

Logo EU-Projekt "BRICkS"

Logo EU-Projekt “BRICkS”

Damit hatten wir nicht gerechnet: So viele Workshops wie derzeit beim Grimme-Institut angefragt werden, können wir gar nicht durchführen. Kein Wunder, denn das Thema, um das es geht ist “Hate Speech” – Hassrede im Netz. Schon lange ist es – leider – aktuell, derzeit im Zuge der Flüchtlingskrise aber noch mal mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

Im Rahmen des EU-Projekts BRICkS widmet sich das Grimme-Institut als deutscher Kooperationspartner seit Anfang 2015 dem Thema “Hate Speech”. Gemeinsam mit Einrichtungen aus Belgien, Italien und der Tschechischen Republik wurde das Projekt initiiert, um Maßnahmen gegen “Hate Speech” zu entwickeln und zu verbreiten.

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Mrz 102016
 
So in etwa sieht das Team des Grimme Online Award auch beim Sichten aus. Foto: Grimme-Institut / Georg Jorczyk

So in etwa sieht das Team des Grimme Online Award auch beim Sichten aus. Foto: Grimme-Institut / Georg Jorczyk

Über 1.000 Vorschläge gehen jedes Jahr zum Grimme Online Award ein. Sie werden im Grimme-Institut alle vorab geprüft und natürlich gehen wir mit einer gewissen Erwartungshaltung an diese Sichtungsarbeit heran. Die aber hat sich geändert im Laufe der Jahre – und das hängt sicher auch mit den Veränderungen bei publizistischen Angeboten im Netz zusammen.

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Jan 182016
 

Ein Gastbeitrag von Monika Gemmer.

Monika Gemmer

Monika Gemmer

Mitglied der “NomKom” – der Nominierungskommission zum Grimme Online Award! Damit bin ich ja quasi im GOA-Olymp angekommen! An uns sieben  muss alles vorbei, was ein/e Preisträger/in werden will! Bis zu 28 Perlen dürfen wir aus einem Meer von Vorschlägen fischen und ins Finale schicken, und auch wenn ich mich in den nächsten Wochen und Monaten wahrscheinlich noch oft nach der überschaubaren Jury-Arbeit zurücksehnen werde: Ich freue mich auf diese Aufgabe!

 

Zugegeben: Die beeindruckende Zahl von 1.400 Einreichungen aus dem vergangenen Jahr wirft Fragen auf. Werde ich noch genug Schlaf bekommen? Muss ich mich darauf einstellen, dass mein Leben in nächster Zeit nur noch aus Klicken und Begutachten besteht? Wird meine Familie mich in drei Monaten noch wiedererkennen? Und vor allem: Was ist da so an Bestechungsangeboten zu erwarten?

Damit ich nicht nur unbeschadet, sondern auch bereichert durch diese Zeit komme, hätte ich drei Wünsche für den Wettbewerb 2016:

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