Jun 082017
 
Fotograf Christian Werner

Fotograf Christian Werner; Foto: Marius Münstermann

Geschichten und Emotionen vermitteln statt Zahlen und Statistiken. Darum geht es dem Foto- und Videojournalisten Christian Werner bei seinem Projekt. Er begleitete eine Rettungsaktion im Mittelmeer vor der libyschen Küste und sprach mit Helfern und Flüchtlingen. In Zusammenarbeit mit dem Spiegel entstand daraus die Visual Story “Rette sie, wer kann”, die für den Grimme Online Award 2017 in der Kategorie “Information” nominiert wurde. Im Interview erzählt Christian Werner mehr zu den Hintergründen und Besonderheiten seines Projekts. Continue reading »

Jun 082017
 
bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

David Ohrndorf, Thomas Hallet, Lisa Weitemeier, Stefan Domke (v.l.) bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Das Virtual-Reality-Projekt “Der Kölner Dom in 360° und VR” präsentiert den Kölner Dom auf sechs verschiedenen Plattformen in 360° und zeigt durch viele kleine Besonderheiten die Individualität des Projekts. ”Der Kölner Dom in 360° und VR” ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Der Mitinitiator des Projektes, der freie Journalist David Ohrndorf, spricht im Interview über die Merkmale und die Einzigartigkeit des 360°-Projektes.

Was war der Beweggrund, das Virtual-Reality-Projekt zu realisieren?

Das Projekt sollte weiter gehen als frühere 360°-Projekte des WDR. Einfache lineare 360°-Videos haben wir ja schon einige produziert, wir wollten bei diesem Projekt aber echte Virtual Reality schaffen. Der Betrachter sollte mehr Möglichkeiten zur Interaktion haben und zum Beispiel selber entscheiden können, was er sich wie lange ansieht. Den Kölner Dom fanden wir sehr spannend für das Projekt. Wir wollten den Dom so zeigen, wie man ihn nicht alltäglich sehen kann und Punkte finden, die einem nicht bei einer Domführung gezeigt werden. Das war unser Ansatz und dann haben wir recherchiert und unsere Ideen immer wieder kritisch hinterfragt, wir wollten, dass in jeder Episode auch wirklich eine schöne einzigartige Geschichte erzählt wird.

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Jun 072017
 
Screenshot: Die Website des interaktiven Onlinekurses zur Kunstgeschichte der Moderne

Screenshot: Die Website des interaktiven Onlinekurses zur Kunstgeschichte der Moderne

Wie kann man ein modernes Kunstwerk verstehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Webprojekt “Kunstgeschichte Online” des Städel Museums. In einem modularisierten und interaktiven Onlinekurs zur Kunstgeschichte der Moderne können sich die User selbständig grundlegende Kompetenzen im Umgang mit modernen Kunstwerken aneignen und werden spielerisch durch die geschichtlichen Hintergründe geführt. Ein interaktiver Zeitstrahl, der Werke, Ereignisse und Stilrichtungen der Moderne miteinander verknüpft, und fünf thematisch strukturierte Module ermöglichen den Usern einen neuen Zugang zur modernen Kunst und ihrer Geschichte. Im folgenden Interview erzählt Chantal Eschenfelder, die zusammen mit Herbert Schwarze und Beate Söntgen für das Gesamtkonzept zuständig gewesen ist, etwas über die Entstehung und die Möglichkeiten dieses multimedialen Onlinekurses. Ein ganz besonderes Projekt also, das in der Kategorie “Spezial” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist.

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Jun 052017
 
Screenshot: Interaktive Wahlkarte der Wahlkarte "Es war nicht immer der Osten"

Screenshot: Interaktive Wahlkarte auf “Es war nicht immer der Osten”

Wo wählt Deutschland wirklich rechts? Und wie war das vor 20 Jahren? In unserer heutigen unruhigen Zeit tauchen ständig neue Fragen, aber auch Vorurteile auf. Die Berliner Morgenpost bringt in ihrer Anwendung “Es war nicht immer der Osten” Licht in das Gewirr aus Daten und Vorurteilen, Wahrheiten und Unwahrheiten. Anhand einer interaktiven Karte werden die Wahlergebnisse von 1990 bis 2013 aus rund 11.000 Gemeinden dargestellt. Mit Text, Video und einem Fakten-Check wird der Wahrheitsgehalt von Vorurteilen geprüft und die Geschichte der rechten Parteien und Rechtspopulisten seit 1990 aufgezeigt. ”Es war nicht immer der Osten” ist in der Kategorie “Information” für den Grimme Online Award nominiert. Redakteur André Pätzold hat im Gespräch mehr über Hintergründe und Intentionen des Projekts verraten.  Continue reading »

Jun 052017
 
Porträt von Erwin Hapke. Foto: WDR / Thomas Köster

Porträt von Erwin Hapke. Foto: WDR / Thomas Köster

Hunderttausende gefaltete Figuren aus Papier und Blech: 35 Jahre lang schuf der promovierte Biologe Erwin Hapke in seinem Elternhaus im Kreis Unna ein Meer aus gefalteten Insekten-, Akrobaten- oder Hexenfiguren – hinter verschlossenen Türen, ganz im Geheimen. Systematisch ordnete er die Figuren in jedem einzelnen Raum an. Seine Wunschvorstellung: Aus dem Haus ein Museum zu machen. Als Hapke im April 2016 verstirbt, traut dessen Neffe Matthias Burchardt beim Betreten des Hauses kaum seinen Augen. Wissend, dass das etwas Einzigartiges und Unglaubliches ist, wendet er sich mit der Geschichte seines Onkels an WDR 3. Der freie Autor und Fotograf Thomas Köster, der als erster außerhalb der Familie Hapkes Haus besuchen und darin fotografieren durfte, kreierte daraus gemeinsam mit einem Team die Multimedia-Reportage “Erwin Hapke – Der Welten-Falter” inklusive 360 Grad-Ansichten. Diese ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im folgenden Interview spricht Köster unter anderem über die Motivation und Besonderheiten der Multimedia-Reportage und was die Nominierung für ihn bedeutet. Continue reading »

Jun 012017
 
Der Artikel zu Timeline der Panik. Foto: Süddeutsche Zeitung.

Der Artikel zu Timeline der Panik. Foto: Süddeutsche Zeitung.

22. Juli 2016: Beim Amoklauf in München tötet der 18-jährige David S. neun Menschen, mindestens 36 weitere werden verletzt. Mehrere dieser Verletzungen kommen bei Massenpaniken in der Münchner Innenstadt zustande, die gut fünf Kilometer vom eigentlichen Tatort am Olympia-Einkaufszentrum entfernt liegt. Wie konnte es zu einer solchen Welle der Panik kommen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Artikel “Timeline der Panik” der Süddeutschen Zeitung. Mittels einer aufwendigen Analyse von 113.000 Tweets wird ein Bild der Situation in den Sozialen Netzwerken an diesem Abend gezeichnet, welches Ausgangspunkt für Gespräche mit Urhebern, Augenzeugen und Polizisten ist. Im Rahmen der Nominierung für den Grimme Online Award in der Kategorie “Information” bietet uns Redakteur Thierry Backes Einblicke in die Entstehung und die Motive des Projekts. Continue reading »

Mai 312017
 
Screenshot: Einstieg in die erste Web-Doku “Monopoly der Weltmeere“

Screenshot: Einstieg in die Web-Doku “Monopoly der Weltmeere”

Kampf um Bodenschätze am Meeresgrund! Alfred Wegeners gefährliche Expedition in das Grönlandeis. Oder die Bedrohung des ökologischen Systems durch Plastikmüll. In den drei interaktiven Web-Dokumentationen “Meer entdecken!” von ARTE werden Themen  rund um die Meere und Ozeane aufgegriffen und mit verschiedensten Medienformaten anschaulich visualisiert. Fragen unserer eigenen Verantwortung gegenüber den Meeren stehen dabei stets im Mittelpunkt. Ziel ist es, auch kompliziertere Sachverhalte über die Meere für den Zuschauer anschaulich, verständlich und interaktiv zu erklären. Die Web-Dokumentationen sind in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Katja Dünnebacke, Redakteurin im Bereich neue Medien für ARTE Deutschland, und die Autoren und Produzenten der Web-Dokumentationen, Alexander Lahl und Max Mönch, geben Auskunft zu der Entstehung des Projektes “Meer entdecken!”. Continue reading »

Mai 302017
 
Antoneta unterwegs auf den Straßen Suto Orizaris. Foto: Laura Meschede

Antoneta unterwegs auf den Straßen Suto Orizaris. Foto: Laura Meschede

Die freie Journalistin Laura Meschede lebte zwei Wochen in einer Roma-Familie in Suto Orizari, Mazedonien, dem größten Roma-Viertel Europas. Sie hat sich in dieser Zeit intensiv mit der Lebensform und den Umständen der Roma-Familien  auseinandergesetzt. Aus ihren Erfahrungen machte sie die Online-Reportage “Kein Platz. Leben in Suto Orizari, dem größten Roma-Viertel der Welt”, um zu zeigen, wie es sich als Rom lebt und um mit Vorurteilen aufzuräumen. Laura Meschede ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert.

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Mai 292017
 
Screenshot: Die Website von „Ihre Wahl – der WDR-Kandidatenchecks. Die User können selbständig ihre Kandidaten anhand verschiedener Kategorien suchen

Screenshot: Die Website “Ihre Wahl – der WDR-Kandidatencheck”. Die User können ihre Kandidaten anhand verschiedener Kategorien suchen

Wie lassen sich politische Bildung und Wissensvermittlung im digitalen Zeitalter gestalten? Eine Antwort auf diese Frage ist das Webprojekt “Ihre Wahl – der WDR-Kandidatencheck” des WDR, das sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Kandidaten der Landtagswahl in NRW in standardisierten Video-Interviews vorzustellen. Für die Kandidaten bedeutet das: dieselben Fragen für alle und genau vier Minuten Zeit, um ihre politischen Ansichten und Ziele digital zu vertreten.  Das Ziel: Allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich selbständig und eigenverantwortlich über politische Themen und eine Vielzahl von antretenden Kandidaten zu informieren. Ein Stück Politik im digitalen Zeitalter also, das in der Kategorie “Information” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist. Continue reading »

Mai 262017
 
Das Team von "Germania". Foto: Germania/Hyperbole TV

Das Team von “Germania”. Foto: Germania/Hyperbole TV

Deutschland, deutsche Klischees sowie deutsche Eigenheiten sehen – und das aus der Perspektive von längst angekommenen Migranten aus der ganzen Welt. Dies zeigen die Videoclips des YouTube-Formats “Germania”. Das von der Produktionsfirma “Hyperbole TV” für das Inhalte-Netzwerk “funk” entwickelte Konzept stellt nicht die aktuelle Flüchtlingsdebatte in den Vordergrund. Vielmehr zeigt es, dass Deutschland schon längst von einer multikulturellen Gesellschaft geprägt ist.
Das Projekt ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im folgenden Interview spricht Bastian Asdonk, Geschäftsführer und Mitbegründer von “Hyperbole TV”, über  Intention und Vorgehensweise, sowie die Zukunftspläne für “Germania”. Continue reading »