Mai 192017
 
Jürgen Krüger (l.) und Johannes Wöpkemeier (r.), die einen Einblick in das Jahrhundertprojekt A30-Nordumgehung geben. Foto: Maximilian Harre

Jürgen Krüger (l.) und Johannes Wöpkemeier (r.). Foto: Maximilian Harre

Johannes Wöpkemeier hat gemeinsam mit Jürgen Krüger für die Zeitung “Neue Westfälische” das Multimedia Special “Ein Jahrhundertprojekt – die A30-Nordumgehung” entwickelt. Das Special zeigt mit verschiedenen medialen Formen das umstrittene Projekt der A30-Nordumgehung bei Bad Oeynhausen aus den Perspektiven der Gegner und Befürworter. Der Spatenstich für die jahrzehntelang diskutierte Autobahn erfolgte im Jahr 2008. Voraussichtlich im Jahr 2018, zehn Jahre später, wird die Autobahn eröffnet. Das Multimedia-Special ist in der Kategorie “Information” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im Interview spricht Johannes Wöpkemeier, Student der Film- und Fernsehproduktion an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, über das Projekt.

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Mai 182017
 
Klaudija Schnödewind und Laura Schwengber von “Die mit den Händen tanzt” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Klaudija Schnödewind und Laura M. Schwengber von “Die mit den Händen tanzt”; Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Wie man mit Leidenschaft für Musik und Gebärdensprache Hörgeschädigten die Teilnahme an einem Konzert ermöglichen kann? Die Antwort dazu: Die mit den Händen tanzt.

In dem Web-Special von hr2 Kultur werden Laura M. Schwengber und ihr Beruf vorgestellt. Als Dolmetscherin für Gebärdensprache hat sie sich darauf spezialisiert, Musik für Hörgeschädigte und Gehörlose zu übersetzen, also wahrnehmbar zu machen. In der auf dem Tool “Pageflow” basierenden Webreportage wird aber auch den Hörenden Gelegenheit gegeben, in die Welt der Gehörlosen hineinzuschnuppern: Der Nutzer kann die von Laura in Gebärdensprache übersetzte Musik erraten und lernt, welche Klischees über Hörbehinderung sicher nicht stimmen.
“Die mit den Händen tanzt” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Das Interview mit der Autorin, Klaudija Schnödewind, gibt Aufschluss über Entstehung und Absicht des Projekts.

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Mai 162017
 
Producer Georg Tschurtschenthaler, Autorin Hannah Kappes, Producerin Tanja Schmoller, Medienpädagogin Birgit Marzinka(Agentur für Bildung e.V.), Youtuber Jakob Gentsch. Foto: #uploading_holocaust

Producer Georg Tschurtschenthaler, Autorin Hannah Kappes, Producerin Tanja Schmoller, Medienpädagogin Birgit Marzinka(Agentur für Bildung e.V.), Youtuber Jakob Gentsch. Foto: #uploading_holocaust

Das Online-Projekt “#uploading_holocaust” ist ein Stück digitale Erinnerungskultur, das auf Youtube-Videos junger Israelis basiert. Entstanden sind diese in polnischen Konzentrationslagern; die Orte der Vernichtung. Im Mittelpunkt steht die Frage: “Wie geht Erinnern heute?” Interaktionsmöglichkeiten für deutsche Jugendliche ermöglichen die Auseinandersetzung mit den bundesdeutschen Verhältnissen und Stimmungslagen – von Jugendlichen für Jugendliche, also auf Augenhöhe.

Das Projekt “#uploading_holocaust” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Die Autorin des Projekts, Hannah Kappes, die als Redakteurin und Junior Producerin bei gebrueder beetz filmproduktion arbeitet, spricht im Interview über die Motivation, das Projekt ins Leben zu rufen, und die damit verbundenen Ziele sowie über die bisherige Resonanz der Rezipienten.

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Mai 152017
 
Screenshot: ninette.berlin. Foto: Interactive Media Foundation gGmbH

Screenshot: ninette.berlin. Foto: Interactive Media Foundation gGmbH

Der interaktive und mit viel Liebe gestaltete Comic “Ninette – Dünn ist nicht dünn genug” erzählt die Geschichte der 14-jährigen Janette aus Berlin, die an Magersucht erkrankt. Mit Hilfe von Therapeuten und der Unterstützung ihrer Familie und Freunde schafft sie es im Laufe der elf Folgen, die Krankheit zu besiegen und ihren Weg zurück in ein eigenständiges Leben zu finden. Zusatzinformationen, die die Themen Magersucht und Essstörung aber auch Selbstwahrnehmung und Selbstliebe tiefer beleuchten, ergänzen die Erzählung.

“Ninette – Dünn ist nicht dünn genug“ ist in der Kategorie “Wissen und Bildung“ für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im Interview erzählt die Regisseurin und Creative Producerin Maya Puig Eriksson von den Beweggründen und ihrer persönlichen Verbindung zum Thema.

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Mai 122017
 
Screenshot "Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann" von detektor.fm.

Screenshot “Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann” von detektor.fm.

Erst ein Format – dann eine Story. Eine eher ungewöhnliche Reihenfolge, aber die Redaktion des Internet-Radiosenders detektor.fm, die hinter der interaktiven, multimedialen Longread-Story “Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann” steckt, wollte etwas neues anfangen: Eine Mischung aus geschriebenem Text, Videointerviews, in den Text eingebundenen Audios – und einer innovativen Navigation, die dem Leser viele Möglichkeiten lässt. Das Thema, also die Situation von Frauen in der Musikbranche, mit all seinen Facetten und verschiedensten Blickwinkeln, fügt sich dann perfekt in das neu geschaffene Format. Nominiert ist der Longread für den Grimme Online Award 2017 in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung”, womit detektor.fm zum dritten Mal nominiert ist. Im Interview ermöglichen Autorin Isabelle Klein und Redakteur Gregor Schenk einen Blick hinter die Kulissen.
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Mai 112017
 
Anna Stumpf von "How To Opera" bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Anna Stumpf von “How To Opera” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Vor zwei Jahren begann die Interactiondesignerin Anna Stumpf ihrer Leidenschaft für Opern online Ausdruck zu verleihen, weil sie mehr Menschen für ihr Hobby begeistern wollte. Auf ihrer Website “How To Opera”, die in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist, nimmt sie die Leser an die Hand und führt sie leicht verständlich durch die Welt der Opern. So finden sich auf ihrer Seite neben einem Opernführer, der die Inhalte einzelner Opern visualisiert, auch Opernempfehlungen, ein Blog sowie Tipps und Tricks für den ersten Opernbesuch. Im Interview gibt Anna Stumpf Auskunft darüber, wie ihr Projekt entstanden ist, wen sie damit erreichen will und wie die Arbeit daran aussieht.

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Mai 102017
 
Screenshot der Website Perspective Daily "WER"

Screenshot der Website Perspective Daily “WER”

Wie kann es weitergehen? Wie kann es besser werden? Zusätzlich zu den klassischen W-Fragen, versucht Perspective Daily als erstes deutschsprachiges, konstruktives Online-Medium, diese Fragen lösungsorientiert zu beantworten. Dabei zeigen sie statt Einzelereignissen Zusammenhänge auf. Ihre Themen sind so vielseitig wie ihre Autoren:  Statt ihre Artikel in Ressorts einzuteilen, steht jeder Autor bei Perspective Daily für einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt. Das Spektrum reicht dabei von “Globales Handeln” über “Digitales Leben” bis zu “Arabische Welten und Migration” oder “Nachhaltigkeit 5.0″ und vielem mehr. Mit dem fachlichen Wissen der Autoren versucht Perspective Daily, konstruktive Antworten auf die ganz großen Fragen zu geben. Beim Grimme Online Award 2017 sind sie in der Kategorie “Wissen und Bildung” nominiert. Maren Urner, mit der das nachfolgende Interview geführt wurde, ist die Gründerin von Perspective Daily und gleichzeitig Expertin für Neurowissenschaften. Ihre Artikel drehen sich um Gruppenprozesse, kritisches Denken und Fake News und ihre Bedeutungen für unsere Gesellschaft.  Continue reading »

Mai 092017
 
Die Köpfe hinter dem Youtube Channel "Datteltäter"

Die Köpfe hinter dem Youtube Channel “Datteltäter”. Foto: Datteltäter/Bojan Novic

Muslime, die über sich selbst lachen? Das gibt’s nicht! So lautet zumindest ein gängiges Vorurteil. Wer daran noch glaubt, sollte sich den Youtube-Kanal des Datteltäter-Teams ansehen. Seit Juli 2015 ist dieser online und bietet eine Plattform für Verständnis, Offenheit und Humor und versorgt alle Zuschauenden einmal die Woche mit einem neuen Video. Seien es politische, humorvolle Clips von Alltagssituationen oder auch ernste Videos, die die Angst vor dem Unbekannten nehmen wollen, zusammen bilden sie eine Möglichkeit für alle Interessierten, sich der muslimischen Kultur ein Stückchen mehr zu nähern. 2016 erhielt der Kanal den Webvideopreis in der Kategorie “Newcomer” und dieses Jahr ist er für den Grimme Online Award in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” nominiert. Im Interview gibt uns Farah Bouamar Einblicke in das Projekt.

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Mai 082017
 
Screenshot "Wochenendrebell"

Screenshot “Wochenendrebell”

Der persönliche Blog und Podcast “Wochenendrebell” von Vater “Papsi” und seinem Sohn Jason erzählt von unzähligen, spannenden Reisen in die Fußballstadien Deutschlands und Europas, um die zukünftige Lieblingsmannschaft des mittlerweile 11-jährigen Jungen zu finden. Bei den Erlebnissen, die seit 2012 im Netz nachzuverfolgen sind, geht es jedoch nicht nur um Groundhopping oder das gemeinsame Zeit verbringen, sondern auch um das Leben mit dem Asperger-Syndrom.
Der “Wochenendrebell” ist in der Kategorie Kultur und Unterhaltung für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im Interview gibt uns Autor und Vater Mirco von Juterczenka Einblicke in die Abenteuer und liefert Hintergrundinformationen zu den Wochenendrebellen. Continue reading »

Mai 042017
 

Nüchtern ging es zu bei der Präsentation und Diskussion der diesjährigen Nominierten für den Grimme Online Award an der Universität zu Köln (UzK): 28 herausragende Angebote im Web, ausgewählt aus 1.200 Einreichungen. Es ging nüchtern zu oder vielleicht auch ernüchtert, was nicht unbedingt dem Ambiente zuzuschreiben war, dem neuen Seminargebäude 106 auf dem Uni-Campus der Domstadt.

Neues Seminargebäude der Uni zu Köln

Die Bekanntgabe der Nominierten fand im Neuen Seminargebäude der Uni zu Köln statt; Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Ernüchterung stellte sich eher mit Blick auf das Netz ein: Es hat gelitten, ist etwas “ramponiert”, wie die Nominierungskommission in ihrem Statement in diesem Jahr festgestellt hat. Vielen gilt es “als Fake-News-Schleuder, als Tummelplatz für Verschwörungstheoretiker und Extremisten, als Brutkasten einer postfaktischen Sicht auf die Welt. Social Bots manipulieren das Meinungsbild, Hassreden scheinen nahezu jeden Diskurs zu ersticken”, zitierte Moderator Christoph Sterz nochmal das Gremium in seiner Einleitung. Schnell wurde dieses düstere Bild jedoch von der Freude der Anwesenden über die Nominierung vertrieben. Unter ihnen finden sich 2017 auffallend viele bekannte Gesichter: willkommene Wiederholungstäter, die bereits Nominierungen verbuchen konnten oder sogar Jurypreise in der Vergangenheit abgeräumt hatten – interessanterweise auch beim Grimme-Preis 2017. Aber davon später mehr. Continue reading »