Mrz 292017
 
"The Zuckerberg House", 2016 - Modell des Hauses von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg unter einer Glasglocke von Tactical Technology Collective zusammen mit La Loma. Rechte bei den Künstlern; Foto: laloma.info

“The Zuckerberg House”, 2016 von Tactical Technology Collective und La Loma. Rechte bei den Künstlern; Foto: laloma.info

Wie wohnt wohl Mark Zuckerberg? Der Mann, der uns alle verführt, Privates auf Facebook preiszugeben, schottet sich selbst ab. Hat sogar um sein eigenes Haus herum vier Grundstücke gekauft, um kontrollieren zu können, wer dort einzieht. In der Ausstellung “No Secrets!” der Münchner Eres Stiftung wohnt Zuckerberg unter einer Käseglocke. Die Installation mit dem Modell seines Hauses von der Künstler- und Aktivistengruppe TCC ist umgeben von einigen Bildschirmen, die an Beispielen erläutern, wie und wo jeder Einzelne beobachtet wird und was aus den gesammelten Daten geschlossen werden kann.

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Nov 012016
 
Eine Jurte weist schon vor der Bonner Bundeskunsthalle auf die Ausstellung "Touchdown" hin. (Wer's nicht kapiert: Jurte - Mongolei - Mongolismus, eine früher gängige Bezeichnung für das Down-Syndrom.) Foto: Vera Lisakowski

Eine Jurte weist schon vor der Bonner Bundeskunsthalle auf die Ausstellung “Touchdown” hin. (Wer’s nicht kapiert: Jurte – Mongolei – Mongolismus, eine früher gängige Bezeichnung für das Down-Syndrom.) Foto: Vera Lisakowski

“Ich habe eine Regel: Ich bin mit niemandem auf Facebook befreundet, mit dem ich nicht mindestens einen Kaffee getrunken habe”, erzählt die Humanbiologin Katja de Bragança. Aber was hat das mit der Ausstellung “Touchdown” zu tun, die in der Bundeskunsthalle Bonn noch bis zum 12. März 2017 läuft? Henriette Pleiger, die als Ausstellungsleiterin an der Bundeskunsthalle arbeitet, war eine Facebook-Bekanntschaft. Und so trafen sich die beiden auf einen Kaffee. Man kam ins Erzählen, unter anderem über das Forschungsprojekt “Touchdown21” zum Down-Syndrom, das Katja de Bragança leitet. Ein spannendes Projekt, zu dem es auch eine Ausstellung geben sollte, fand Henriette Pleiger. Und dann? “Wir haben uns Mühe gegeben, so schnell zu forschen, wie die Ausstellung in Schwung kam”, bekennt Katja de Bragança.

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Sep 282015
 
Die Arbeit "Internet Cache" von Evan Roth. Foto: Vera Lisakowski

Die Arbeit “Internet Cache” von Evan Roth. Foto: Vera Lisakowski

Museen sind im Internet. Das ist ganz normal. Einige bieten sogar deutlich mehr, als den Standard-Auftritt, wie das Frankfurter Städel Museum, das für sein “Digitorial” zur Ausstellung “Monet und die Geburt des Impressionismus” in diesem Jahr den Grimme Online Award erhalten hat, das aber auch seine Sammlung im Internet veröffentlicht. Und umgekehrt? Das Internet ist im Museum angekommen, im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ist gerade die Schau “When we share more than ever” zu Ende gegangen, im Dortmunder U ist “Digitale Folklore” verlängert bis 1.11. 2015.

Aktuell widmet sich das Düsseldorfer NRW-Forum mit der Ausstellung “Ego Update” einem ganz besonderen Aspekt des Internets: dem Selfie.

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Jul 312014
 

Gastbeitrag von Lars Gräßer

DSC_0009“Neben dem Storytelling sind Video-Formate als Megatrend im Auswahlverfahren deutlich spürbar”, schreibt die Jury des Grimme Online Award 2014 in ihrem Statement. Diesem “Megatrend” geht aktuell eine (Medienkunst-)Ausstellung im Dortmunder U auf die Spur, fokussiert auf den Bereich der Erkärvideos: “Jetzt helfe ich mir selbst” – Die 100 besten Video-Tutorials aus dem Netz. Es geht um Anleitungen zum Selbermachen, ums Do-It-Yourself (DIY), das darüber reden und kommentieren, alles bei laufender Kamera. Die Ausstellung basiert auf einer Idee von Dr. Inke Arns (künstlerische Leiterin des Hartware MedienKunstVerein e.V.). Die Auswahl der Videos entstand in Kooperation mit einem Seminar der Fakultät für Kulturreflexion der Universität Witten/Herdecke (Leitung: Jun.-Prof. Dr. Christian Grüny und Frederik Bury).

Dortmund scheint ein guter Ort für das Selbermachen zu sein: Ende April letzten Jahres schloss erst die Ausstellung “Die Mitmach Revolution” nach acht Monaten in der Dortmunder DASA. Sie thematisierte die “selbstmotivierten Praktiken der Medienamateure, Heimwerker, Tüftler und Dilettanten” und zeigte die Entwicklung der Amateurkulturen vom 19. Jahrhundert bis hin zur Web-2.0-Nutzung der Gegenwart. Continue reading »