Okt 272017
 
Grußwort per Videobotschaft von Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Grimme-Institut/Anne Kerubo Samba

Grußwort per Videobotschaft von Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Grimme-Institut/Anne Kerubo Samba

“Wir haben bei der Bundestagswahl soziale Medien erlebt, in einer Weise, wie vielleicht noch nie zuvor. Sie haben Informationen vermittelt, aber sie sind auch genutzt worden von Populisten für Ressentiments, für Fake News, für Hass”, sagte Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen in seinem Videogrußwort zur Eröffnung des Social Community Day. “Dabei”, so fuhr er fort, “bieten diese Medien eigentlich hervorragende Möglichkeiten für die demokratische Kultur.” Um eine ganze Reihe dieser Möglichkeiten kennenzulernen, sind am 18. Oktober rund 150 Teilnehmer auf Einladung des Grimme-Instituts ins Kölner KOMED gekommen.

“Wir machen es uns zu leicht, wenn wir die Verantwortung für unsere Demokratie, für den Zustand unserer Gesellschaft ausschließlich der Politik oder staatlichen Instanzen zuschreiben”, so die Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach, in ihrer Begrüßung. “Wir müssen uns informieren und dort einmischen, wo es geht. Unsere Gäste werden uns heute hervorragende Beispiele dafür vorstellen, wie wir dies tun können.” Continue reading »

Mai 252017
 
Screenshot: Startseite von "tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft"

Screenshot: Startseite von “tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft”

Sieglinde Geisel ist hauptberuflich Journalistin und Autorin. Am leidenschaftlichsten aber ist sie Leserin. Im Jahr 2016 gründete sie gemeinsam mit einem Team aus sechs Köpfen ein Kulturmagazin im Internet. Nur ein Jahr später ist “tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft” in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award nominiert. Im Interview erzählt Sieglinde Geisel, wie die Medienkrise sie dazu bewogen hat, das Magazin zu gründen und welche Möglichkeiten das Internet im Vergleich zu Printmedien bietet. Continue reading »

Mai 042017
 

Nüchtern ging es zu bei der Präsentation und Diskussion der diesjährigen Nominierten für den Grimme Online Award an der Universität zu Köln (UzK): 28 herausragende Angebote im Web, ausgewählt aus 1.200 Einreichungen. Es ging nüchtern zu oder vielleicht auch ernüchtert, was nicht unbedingt dem Ambiente zuzuschreiben war, dem neuen Seminargebäude 106 auf dem Uni-Campus der Domstadt.

Neues Seminargebäude der Uni zu Köln

Die Bekanntgabe der Nominierten fand im Neuen Seminargebäude der Uni zu Köln statt; Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Ernüchterung stellte sich eher mit Blick auf das Netz ein: Es hat gelitten, ist etwas “ramponiert”, wie die Nominierungskommission in ihrem Statement in diesem Jahr festgestellt hat. Vielen gilt es “als Fake-News-Schleuder, als Tummelplatz für Verschwörungstheoretiker und Extremisten, als Brutkasten einer postfaktischen Sicht auf die Welt. Social Bots manipulieren das Meinungsbild, Hassreden scheinen nahezu jeden Diskurs zu ersticken”, zitierte Moderator Christoph Sterz nochmal das Gremium in seiner Einleitung. Schnell wurde dieses düstere Bild jedoch von der Freude der Anwesenden über die Nominierung vertrieben. Unter ihnen finden sich 2017 auffallend viele bekannte Gesichter: willkommene Wiederholungstäter, die bereits Nominierungen verbuchen konnten oder sogar Jurypreise in der Vergangenheit abgeräumt hatten – interessanterweise auch beim Grimme-Preis 2017. Aber davon später mehr. Continue reading »

Mai 222015
 
Screenshot "Hyperbole TV"

Screenshot “Hyperbole TV”

Es begann als Teil eines Forschungsprojektes an der Universität Lüneburg und erfreut sich mittlerweile einer stetig wachsenden Beliebtheit: Der YouTube-Kanal “Hyperbole TV” findet nicht ausschließlich aufgrund der popkulturellen und ironischen Erzählweise großen Anklang. Formate wie die Kommentiershow “Disslike” und die sich an Tabus wagende Reihe “Frag ein Klischee” werden gerne geteilt und kommentiert. Eigentlich möchte das für den Grimme Online Award 2015 in der Kategorie Kultur und Unterhaltung nominierte Projekt aber die digitale Generation für politische Themen interessieren. Alisa Ehlert, Mitglied der Redaktion, erläutert im Interview das weite Themenspektrum und die enormen Diskussionsmöglichkeiten in den sozialen Netzwerken.

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Feb 232012
 

In ihrem Beitrag “Apps sind preiswürdig” hat Monika Gemmer bereits gute Gründe genannt, warum der Grimme Online Award auch Apps in seinen Wettbewerb aufnehmen sollte. Nun muss sich die Nominierungskommission in diesem Jahr erstmals mit Apps beschäftigen – und sich in der Diskussion über Bewertungskriterien verständigen.

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