Mrz 262018
 

„Merkel hofft auf 12 Millionen Einwanderer“ oder „Asylbewerber bekommen den Führerschein zum Nulltarif“ –­ das sind absurde Schlagzeilen, Für viele Facebook-User scheinen sie aber plausibel zu sein, sodass diese Meldungen fleißig kommentiert, geliked und geshared wurden – bewusst manipulierte Artikel, die gezielt gestreut werden. Kontroverse Inhalte wie diese sorgen für Clicks und bedienen finanzielle oder politische Motive. „Fake News“ nennen wir diese Falschnachrichten, die eine inhaltliche Nähe aufweisen zu Hassreden im Netz, denn oftmals unterfüttern „Fake News“ diese inhaltlich.

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Dez 132017
 
Screenshots der Facebookseiten "SWR - News for refugees" und "WDRforyou"

Screenshots der Facebookseiten “SWR – News for Refugees” und “WDRforyou”

Manchmal, wenn Angebote sich sehr ähnlich sind, diskutiert die Nominierungskommission sie gemeinsam. Genau deshalb stellen wir diese beiden auch gemeinsam hier vor. Auf Facebook informieren sowohl der SWR als auch der WDR Flüchtlinge, hauptsächlich auf Deutsch und Arabisch. Continue reading »

Nov 182011
 

Ein Gastbeitrag von Christina Quast, Grimme-Institut

Atomkraftwerke müssen weg. Gefällt mir! Die Piratenpartei ist jetzt bei Google+. +1! Adrienne Fichter von politnetz.ch hat bei der Veranstaltung “Mehr E-Demokratie wagen” von einer eigenen Untersuchung über die politische Nutzung von Facebook berichtet: Hier werden zwar Meinungen, zum Teil sogar extreme, vertreten, doch finden sich in Gruppen oder auf Seiten eigentlich nur Gleichgesinnte zusammen, kontrovers diskutiert wird hier nicht.

Überhaupt ist fraglich, ob der partizipative Charakter von Social Communities auch zu mehr politischem Engagement führt – “Gefällt mir” klicken ist einfach, für eine Demonstration auf die Straße zu gehen erfordert deutlich mehr Aufwand. Auf der anderen Seite kann der Zusammenschluss vieler Menschen über das Vehikel der Sozialen Medien auch in einer Weise zur öffentlichen Meinungsbildung führen, die es vorher so nicht gegeben hat: Das GuttenPlag Wiki etwa hat vermutlich eine recht große Rolle bei der Auseinandersetzung um die Legitimität von Doktortiteln gespielt. Der politischen Teilhabe als Nutzungsmotiv für Social Communities spürt auch eine Podiumsdiskussion beim Social Community Day am 28. November in Köln nach. Er widmet sich außerdem dem Thema Selbstpräsentation.

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