Jun 192017
 
Screenshot: Resi stellt sich vor

Screenshot: Resi stellt sich vor und bringt uns mit den GIFs zum schmunzeln

“Leg los, Resi!“ – Resi ist eine Nachrichten-App, die von Martin Hoffmann, Moritz Klack und Christopher Möller entwickelt wurde. Sie informiert über das aktuelle Weltgeschehen im hübsch verpackten Chat-Format inklusive Emojis und GIFs. Die Beiträge werden zunächst in Kurzform angekündigt, sodass jeder selbst entscheiden kann, wieviel er über das Thema lesen möchte. Jeder Beitrag wird am Ende mit einem Link abgerundet, der zu einem ausführlichen Artikel weiterleitet. Ist ein Thema besonders interessant, kann man das Resi mitteilen, sie erinnert sich dann daran und schickt häufiger personalisierte Push-Nachrichten. Resi lernt also mit jeder Interaktion des Users dazu. “Conversational Journalism“ nennt sich diese Form der Nachrichtenvermittlung – also Journalismus als Gespräch. Für den Grimme Online Award 2017 wurde Resi in der Kategorie “Spezial“ nachnominiert. Im folgenden Interview spricht Martin Hoffmann über die Entstehung und die Zukunft von Resi.

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Jun 162017
 
Screenshot der Website "piqd - handverlesenswert".

Screenshot der Website “piqd – handverlesenswert”.

In der Fülle von News im Internet gehen viele potentiell interessante Artikel verloren. Die Online-Plattform “piqd” beschäftigt Kuratoren, die als Experten für ihr jeweiliges Themengebiet die interessantesten Artikel aus dem Netz picken, kommentieren und zur Diskussion stellen. Das Projekt “piqd – handverlesenswert.” ist in der Kategorie “Spezial” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im folgenden Interview berichtet der Geschäftsführer Marcus von Jordan über die Besonderheit des Projekts und warum es wichtig ist, eine kuratierte Nachrichten- und Diskussionsplattform innerhalb des lauten Durcheinanders des World Wide Web zu haben. Continue reading »

Jun 152017
 
Visualisierung von Blindheit durch die VR-App Notes on Blindness. Quelle: Notes on Blindes © Arte France, Ex Nihilo, Archers's Mark - 2016.

Visualisierung von Blindheit durch die VR-App Notes on Blindness. Quelle: Notes on Blindes © Arte France, Ex Nihilo, Archers’s Mark – 2016.

In Dunkelheit, eine Vielzahl von Geräuschen und Stimmen, die von überall her auf den User eindringen. Blaue Lichter visualisieren schemenhaft Menschen, Bäume. So taucht der User in die Erfahrung ein, blind zu werden. In der VR-App “Notes on Blindness” wird er dabei begleitet von den Berichten des Schriftstellers John Hull, dessen Erfahrungen sich hier visualisiert finden. Er verlor in den 1980er Jahren sein Augenlicht und hat seine Erfahrung der Blindheit auf Audiokassetten festgehalten. Auf Grundlage dieses Tagebuches ist die von Arte France produzierte VR-App “Notes on Blindness” entstanden, parallel zu einem gleichnamigen Kurzfilm. Mit der immersiven VR-App ist dabei eine unvergleichliche, visuelle Metapher für Blindheit gelungen, die den User in eine Welt eintauchen lässt, die er so nie zuvor gesehen hat. “Notes on Blindness” vermittelt also eine neue und ganz besondere Sicht auf diese Welt und ist daher auch in der Kategorie “Spezial” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im Interview erzählt uns einer der Produzenten und Creative Directors Arnaud Colinart mehr über die Arbeit an “Notes on Blindness”. Continue reading »

Jun 142017
 
Screenshot der Website "Gebärdengrips"

Screenshot der Website “Gebärdengrips”

Im Internet gibt es unzählige Seiten und Angebote, die speziell für Kinder aufbereitete Informationen anbieten und Wissen vermitteln wollen. Dass dabei häufig Video- und Audioinhalte genutzt werden, ist selbstverständlich. Und kaum ein Nutzer wird sich dabei die Frage stellen, wie eine gehörlose Person mit einer solchen Art der Informationsvermittlung umgeht. Die Initiative “KOPF, HAND + FUSS” will einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit und ohne Behinderung sich besser verstehen, respektieren und unterstützen. Eines ihrer Projekte ist die Website “Gebärdengrips”, welche sich gezielt an gehörlose Kinder richtet und ihnen in Form von zahlreichen Videos, die in Gebärdensprache aufgenommen wurden, Wissen vermittelt. Das Projekt ist für den Grimme Online Award 2017 in der Kategorie “Wissen und Bildung” nominiert. Im Interview gibt die Gründerin von “KOPF, HAND + FUSS”, Stefanie Trzecinski, einige Einblicke in die Arbeit an dem Projekt. Continue reading »

Jun 122017
 
Filmstill: Titel von "Im Märkischen Sand". Illustration: Cosimo Miorelli

Filmstill: Titel von “Im Märkischen Sand”. Illustration: Cosimo Miorelli

Der Web-Dokumentarfilm “Im Märkischen Sand – Nella sabbia del Brandeburgo” befasst sich mit dem für viele Jahre in Vergessenheit geratenen Massaker in Treuenbrietzen am 23. April 1945, bei welchem 127 italienische Militärinternierte von Angehörigen der deutschen Wehrmacht erschossen wurden. Ausdrucksstarke Illustrationen, Beiträge von Angehörigen der Opfer und dem letzten Überlebenden, Antonio Ceseri, zeigen auf sehr einfühlsame und anschauliche Art ein erlebtes Kriegsgräuel, das nicht verschwiegen und nicht vergessen werden darf. Mit ihrem Beitrag sind die Filmemacher Katalin Ambrus, Nina Mair und Matthias Neumann für den Grimme Online Award in der Kategorie “Wissen und Bildung” nominiert. Eine der ausführenden Kreativen hinter “Im Märkischen Sand”, Nina Mair, gibt im Interview einen Einblick in die Entstehung und die Hintergründe zum Web-Dokumentarfilm. Continue reading »

Jun 082017
 
Fotograf Christian Werner

Fotograf Christian Werner; Foto: Marius Münstermann

Geschichten und Emotionen vermitteln statt Zahlen und Statistiken. Darum geht es dem Foto- und Videojournalisten Christian Werner bei seinem Projekt. Er begleitete eine Rettungsaktion im Mittelmeer vor der libyschen Küste und sprach mit Helfern und Flüchtlingen. In Zusammenarbeit mit dem Spiegel entstand daraus die Visual Story “Rette sie, wer kann”, die für den Grimme Online Award 2017 in der Kategorie “Information” nominiert wurde. Im Interview erzählt Christian Werner mehr zu den Hintergründen und Besonderheiten seines Projekts. Continue reading »

Jun 082017
 
bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

David Ohrndorf, Thomas Hallet, Lisa Weitemeier, Stefan Domke (v.l.) bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Das Virtual-Reality-Projekt “Der Kölner Dom in 360° und VR” präsentiert den Kölner Dom auf sechs verschiedenen Plattformen in 360° und zeigt durch viele kleine Besonderheiten die Individualität des Projekts. ”Der Kölner Dom in 360° und VR” ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Der Mitinitiator des Projektes, der freie Journalist David Ohrndorf, spricht im Interview über die Merkmale und die Einzigartigkeit des 360°-Projektes.

Was war der Beweggrund, das Virtual-Reality-Projekt zu realisieren?

Das Projekt sollte weiter gehen als frühere 360°-Projekte des WDR. Einfache lineare 360°-Videos haben wir ja schon einige produziert, wir wollten bei diesem Projekt aber echte Virtual Reality schaffen. Der Betrachter sollte mehr Möglichkeiten zur Interaktion haben und zum Beispiel selber entscheiden können, was er sich wie lange ansieht. Den Kölner Dom fanden wir sehr spannend für das Projekt. Wir wollten den Dom so zeigen, wie man ihn nicht alltäglich sehen kann und Punkte finden, die einem nicht bei einer Domführung gezeigt werden. Das war unser Ansatz und dann haben wir recherchiert und unsere Ideen immer wieder kritisch hinterfragt, wir wollten, dass in jeder Episode auch wirklich eine schöne einzigartige Geschichte erzählt wird.

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Jun 072017
 
Screenshot: Die Website des interaktiven Onlinekurses zur Kunstgeschichte der Moderne

Screenshot: Die Website des interaktiven Onlinekurses zur Kunstgeschichte der Moderne

Wie kann man ein modernes Kunstwerk verstehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Webprojekt “Kunstgeschichte Online” des Städel Museums. In einem modularisierten und interaktiven Onlinekurs zur Kunstgeschichte der Moderne können sich die User selbständig grundlegende Kompetenzen im Umgang mit modernen Kunstwerken aneignen und werden spielerisch durch die geschichtlichen Hintergründe geführt. Ein interaktiver Zeitstrahl, der Werke, Ereignisse und Stilrichtungen der Moderne miteinander verknüpft, und fünf thematisch strukturierte Module ermöglichen den Usern einen neuen Zugang zur modernen Kunst und ihrer Geschichte. Im folgenden Interview erzählt Chantal Eschenfelder, die zusammen mit Herbert Schwarze und Beate Söntgen für das Gesamtkonzept zuständig gewesen ist, etwas über die Entstehung und die Möglichkeiten dieses multimedialen Onlinekurses. Ein ganz besonderes Projekt also, das in der Kategorie “Spezial” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist.

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Jun 052017
 
Screenshot: Interaktive Wahlkarte der Wahlkarte "Es war nicht immer der Osten"

Screenshot: Interaktive Wahlkarte auf “Es war nicht immer der Osten”

Wo wählt Deutschland wirklich rechts? Und wie war das vor 20 Jahren? In unserer heutigen unruhigen Zeit tauchen ständig neue Fragen, aber auch Vorurteile auf. Die Berliner Morgenpost bringt in ihrer Anwendung “Es war nicht immer der Osten” Licht in das Gewirr aus Daten und Vorurteilen, Wahrheiten und Unwahrheiten. Anhand einer interaktiven Karte werden die Wahlergebnisse von 1990 bis 2013 aus rund 11.000 Gemeinden dargestellt. Mit Text, Video und einem Fakten-Check wird der Wahrheitsgehalt von Vorurteilen geprüft und die Geschichte der rechten Parteien und Rechtspopulisten seit 1990 aufgezeigt. ”Es war nicht immer der Osten” ist in der Kategorie “Information” für den Grimme Online Award nominiert. Redakteur André Pätzold hat im Gespräch mehr über Hintergründe und Intentionen des Projekts verraten.  Continue reading »

Jun 052017
 
Porträt von Erwin Hapke. Foto: WDR / Thomas Köster

Porträt von Erwin Hapke. Foto: WDR / Thomas Köster

Hunderttausende gefaltete Figuren aus Papier und Blech: 35 Jahre lang schuf der promovierte Biologe Erwin Hapke in seinem Elternhaus im Kreis Unna ein Meer aus gefalteten Insekten-, Akrobaten- oder Hexenfiguren – hinter verschlossenen Türen, ganz im Geheimen. Systematisch ordnete er die Figuren in jedem einzelnen Raum an. Seine Wunschvorstellung: Aus dem Haus ein Museum zu machen. Als Hapke im April 2016 verstirbt, traut dessen Neffe Matthias Burchardt beim Betreten des Hauses kaum seinen Augen. Wissend, dass das etwas Einzigartiges und Unglaubliches ist, wendet er sich mit der Geschichte seines Onkels an WDR 3. Der freie Autor und Fotograf Thomas Köster, der als erster außerhalb der Familie Hapkes Haus besuchen und darin fotografieren durfte, kreierte daraus gemeinsam mit einem Team die Multimedia-Reportage “Erwin Hapke – Der Welten-Falter” inklusive 360 Grad-Ansichten. Diese ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im folgenden Interview spricht Köster unter anderem über die Motivation und Besonderheiten der Multimedia-Reportage und was die Nominierung für ihn bedeutet. Continue reading »