Mai 262017
 
Das Team von "Germania". Foto: Germania/Hyperbole TV

Das Team von “Germania”. Foto: Germania/Hyperbole TV

Deutschland, deutsche Klischees sowie deutsche Eigenheiten sehen – und das aus der Perspektive von längst angekommenen Migranten aus der ganzen Welt. Dies zeigen die Videoclips des YouTube-Formats “Germania”. Das von der Produktionsfirma “Hyperbole TV” für das Inhalte-Netzwerk “funk” entwickelte Konzept stellt nicht die aktuelle Flüchtlingsdebatte in den Vordergrund. Vielmehr zeigt es, dass Deutschland schon längst von einer multikulturellen Gesellschaft geprägt ist.
Das Projekt ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im folgenden Interview spricht Bastian Asdonk, Geschäftsführer und Mitbegründer von “Hyperbole TV”, über  Intention und Vorgehensweise, sowie die Zukunftspläne für “Germania”. Continue reading »

Mai 252017
 
Screenshot: Startseite von "tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft"

Screenshot: Startseite von “tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft”

Sieglinde Geisel ist hauptberuflich Journalistin und Autorin. Am leidenschaftlichsten aber ist sie Leserin. Im Jahr 2016 gründete sie gemeinsam mit einem Team aus sechs Köpfen ein Kulturmagazin im Internet. Nur ein Jahr später ist “tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft” in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award nominiert. Im Interview erzählt Sieglinde Geisel, wie die Medienkrise sie dazu bewogen hat, das Magazin zu gründen und welche Möglichkeiten das Internet im Vergleich zu Printmedien bietet. Continue reading »

Mai 242017
 
Screenshot: Startbild der Website „Lifestyle-Doping – die Männerdroge Testosteron“

Screenshot: Startbild der Website „Lifestyle-Doping – die Männerdroge Testosteron“

Wer glaubt, dass Testosterondoping nur eine Randerscheinung ist, der hat sich schwer getäuscht. Mittlerweile ist es in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Selbst Ärzte und Pharmafirmen haben es für sich entdeckt und erkannt, dass sich mit der legalen Verschreibung des Männerhormons viel Geld verdienen lässt. In ihrem investigativen datenjournalistischen Longread “Lifestyle-Doping – die Männerdroge Testosteron”, der in der Kategorie “Information” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist, hat sich das Team von BR Data umfassend mit diesem Thema auseinandergesetzt. Durch die Auswertung von Daten konnten erstaunliche Erkenntnisse über den Schwarzmarkt, die Zusammensetzung der illegalen Dopingmittel und die legalen Verkäufe gewonnen werden, die den Lesern anhand von Fließtext, Videos und interaktiven Visualisierungen näher gebracht werden. Im Interview gewährt uns Autorin Uli Köppen, stellvertretend für das gesamte Team, Einblicke in den Entstehungsprozess der Datenstory und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen. Continue reading »

Mai 232017
 
Screenshot: Eingangsszene der Dokumentation

Screenshot: Eingangsszene der Dokumentation

Die Virtual-Documentary “Inside Auschwitz – 360°” ist eine mit neuester Kameratechnik gedrehte Dokumentation, die sich der 360°-Optik bedient. Durch dieses Format wird dem Zuschauer ermöglicht, das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten auf eine neue Art und Weise zu betrachten. Die Erlebnisse von drei Zeitzeuginnen werden dabei auf besonders persönlicher Ebene erzählt. Das Gefühl für die Vergangenheit und die Gegenwart dieser Frauen wird dadurch für den Zuschauer besonders spürbar und real. Die Dokumentation “Inside Auschwitz – 360°” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Die beiden Dokumentarfilmer Jörg Haaßengier und Jürgen Brügger, waren für Konzept, Recherche, Kamera, Schnitt und den Großteil des Projektes verantwortlich. In diesem Interview geben sie Einblick in den Produktionsprozess. Continue reading »

Mai 182017
 
Klaudija Schnödewind und Laura Schwengber von “Die mit den Händen tanzt” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Klaudija Schnödewind und Laura M. Schwengber von “Die mit den Händen tanzt”; Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Wie man mit Leidenschaft für Musik und Gebärdensprache Hörgeschädigten die Teilnahme an einem Konzert ermöglichen kann? Die Antwort dazu: Die mit den Händen tanzt.

In dem Web-Special von hr2 Kultur werden Laura M. Schwengber und ihr Beruf vorgestellt. Als Dolmetscherin für Gebärdensprache hat sie sich darauf spezialisiert, Musik für Hörgeschädigte und Gehörlose zu übersetzen, also wahrnehmbar zu machen. In der auf dem Tool “Pageflow” basierenden Webreportage wird aber auch den Hörenden Gelegenheit gegeben, in die Welt der Gehörlosen hineinzuschnuppern: Der Nutzer kann die von Laura in Gebärdensprache übersetzte Musik erraten und lernt, welche Klischees über Hörbehinderung sicher nicht stimmen.
“Die mit den Händen tanzt” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Das Interview mit der Autorin, Klaudija Schnödewind, gibt Aufschluss über Entstehung und Absicht des Projekts.

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Mai 162017
 
Producer Georg Tschurtschenthaler, Autorin Hannah Kappes, Producerin Tanja Schmoller, Medienpädagogin Birgit Marzinka(Agentur für Bildung e.V.), Youtuber Jakob Gentsch. Foto: #uploading_holocaust

Producer Georg Tschurtschenthaler, Autorin Hannah Kappes, Producerin Tanja Schmoller, Medienpädagogin Birgit Marzinka(Agentur für Bildung e.V.), Youtuber Jakob Gentsch. Foto: #uploading_holocaust

Das Online-Projekt “#uploading_holocaust” ist ein Stück digitale Erinnerungskultur, das auf Youtube-Videos junger Israelis basiert. Entstanden sind diese in polnischen Konzentrationslagern; die Orte der Vernichtung. Im Mittelpunkt steht die Frage: “Wie geht Erinnern heute?” Interaktionsmöglichkeiten für deutsche Jugendliche ermöglichen die Auseinandersetzung mit den bundesdeutschen Verhältnissen und Stimmungslagen – von Jugendlichen für Jugendliche, also auf Augenhöhe.

Das Projekt “#uploading_holocaust” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Die Autorin des Projekts, Hannah Kappes, die als Redakteurin und Junior Producerin bei gebrueder beetz filmproduktion arbeitet, spricht im Interview über die Motivation, das Projekt ins Leben zu rufen, und die damit verbundenen Ziele sowie über die bisherige Resonanz der Rezipienten.

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Mai 152017
 
Screenshot: ninette.berlin. Foto: Interactive Media Foundation gGmbH

Screenshot: ninette.berlin. Foto: Interactive Media Foundation gGmbH

Der interaktive und mit viel Liebe gestaltete Comic “Ninette – Dünn ist nicht dünn genug” erzählt die Geschichte der 14-jährigen Janette aus Berlin, die an Magersucht erkrankt. Mit Hilfe von Therapeuten und der Unterstützung ihrer Familie und Freunde schafft sie es im Laufe der elf Folgen, die Krankheit zu besiegen und ihren Weg zurück in ein eigenständiges Leben zu finden. Zusatzinformationen, die die Themen Magersucht und Essstörung aber auch Selbstwahrnehmung und Selbstliebe tiefer beleuchten, ergänzen die Erzählung.

“Ninette – Dünn ist nicht dünn genug“ ist in der Kategorie “Wissen und Bildung“ für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im Interview erzählt die Regisseurin und Creative Producerin Maya Puig Eriksson von den Beweggründen und ihrer persönlichen Verbindung zum Thema.

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Mai 122017
 
Screenshot "Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann" von detektor.fm.

Screenshot “Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann” von detektor.fm.

Erst ein Format – dann eine Story. Eine eher ungewöhnliche Reihenfolge, aber die Redaktion des Internet-Radiosenders detektor.fm, die hinter der interaktiven, multimedialen Longread-Story “Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann” steckt, wollte etwas neues anfangen: Eine Mischung aus geschriebenem Text, Videointerviews, in den Text eingebundenen Audios – und einer innovativen Navigation, die dem Leser viele Möglichkeiten lässt. Das Thema, also die Situation von Frauen in der Musikbranche, mit all seinen Facetten und verschiedensten Blickwinkeln, fügt sich dann perfekt in das neu geschaffene Format. Nominiert ist der Longread für den Grimme Online Award 2017 in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung”, womit detektor.fm zum dritten Mal nominiert ist. Im Interview ermöglichen Autorin Isabelle Klein und Redakteur Gregor Schenk einen Blick hinter die Kulissen.
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Mai 112017
 
Anna Stumpf von "How To Opera" bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Anna Stumpf von “How To Opera” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Vor zwei Jahren begann die Interactiondesignerin Anna Stumpf ihrer Leidenschaft für Opern online Ausdruck zu verleihen, weil sie mehr Menschen für ihr Hobby begeistern wollte. Auf ihrer Website “How To Opera”, die in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist, nimmt sie die Leser an die Hand und führt sie leicht verständlich durch die Welt der Opern. So finden sich auf ihrer Seite neben einem Opernführer, der die Inhalte einzelner Opern visualisiert, auch Opernempfehlungen, ein Blog sowie Tipps und Tricks für den ersten Opernbesuch. Im Interview gibt Anna Stumpf Auskunft darüber, wie ihr Projekt entstanden ist, wen sie damit erreichen will und wie die Arbeit daran aussieht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Webprojekt über Opern zu machen?

Mein Partner und ich haben auf Facebook des Öfteren Operntickets für das Theater Bremen gewonnen. Es gab ziemlich wenig Teilnehmer, sodass wir eigentlich fast immer gewonnen haben. Unsere erste Oper war “Der Vetter aus Dingsda”. Das war eine Operette, die man sich als junger Mensch eigentlich nie angucken würde. Wir hatten keine Ahnung von einer Opernaufführung und sind da einfach mal hingegangen. Danach waren wir hin und weg! Es war so berührend als Digital Native zu entdecken, dass da außerhalb von Bildschirmen und Leinwänden echte Menschen stehen und so leidenschaftlich und hautnah performen. Das fanden wir so spannend, dass wir da immer weiter reingerutscht sind. Wir hatten einfach das Glück, dass unsere erste Oper so locker und leicht war. Aber irgendwann haben wir gemerkt, dass wir da auch relativ alleine mit sind. Wie kann das nur sein? Das macht doch so einen Spaß. Es muss doch einen Weg geben, wie man es den Leuten leichter macht. Es muss doch möglich sein, die Inhalte einer Oper so zu vermitteln, dass das Durchlesen Spaß macht und dass man den Kern der Story versteht. Ich glaube, wenn man eine Oper versteht, dann hat man auf jeden Fall seine Freude daran. Denn eigentlich gibt es für jede Interessengruppe eine Oper, die einem gut gefallen kann.

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Mai 102017
 
Screenshot der Website Perspective Daily "WER"

Screenshot der Website Perspective Daily “WER”

Wie kann es weitergehen? Wie kann es besser werden? Zusätzlich zu den klassischen W-Fragen, versucht Perspective Daily als erstes deutschsprachiges, konstruktives Online-Medium, diese Fragen lösungsorientiert zu beantworten. Dabei zeigen sie statt Einzelereignissen Zusammenhänge auf. Ihre Themen sind so vielseitig wie ihre Autoren:  Statt ihre Artikel in Ressorts einzuteilen, steht jeder Autor bei Perspective Daily für einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt. Das Spektrum reicht dabei von “Globales Handeln” über “Digitales Leben” bis zu “Arabische Welten und Migration” oder “Nachhaltigkeit 5.0″ und vielem mehr. Mit dem fachlichen Wissen der Autoren versucht Perspective Daily, konstruktive Antworten auf die ganz großen Fragen zu geben. Beim Grimme Online Award 2017 sind sie in der Kategorie “Wissen und Bildung” nominiert. Maren Urner, mit der das nachfolgende Interview geführt wurde, ist die Gründerin von Perspective Daily und gleichzeitig Expertin für Neurowissenschaften. Ihre Artikel drehen sich um Gruppenprozesse, kritisches Denken und Fake News und ihre Bedeutungen für unsere Gesellschaft.  Continue reading »