Mai 032018
 

Endlich ist das Geheimnis gelüftet – letzten Donnerstag durften wir die Nominierungen für den diesjährigen Grimme Online Award bekanntgeben. 28 publizistische Angebote aus dem Netz können sich in vier Kategorien über eine Nominierung freuen. Voll war es im Raum der Bekanntgabe im „Startplatz“ in Köln. Gut gelaunt versammelten sich die Anbieterinnen und Anbieter, stellten ihre Inhalte vor und lauschten gespannt den Berichten und Erfahrungen der anderen Nominierten.

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Feb 222018
 

Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Endspurt – noch 8 Tage, dann endet die Einreichungsfrist für den Grimme Online Award 2018. Bis dahin durfte das Grimme-Team schon hunderte spannende Angebote aus der digitalen Welt prüfen und der Nominierungskommission zur Diskussion präsentieren. Das klingt nach Arbeit? Definitiv, aber es lohnt sich und macht zudem noch Spaß!

Hi, ich bin neu hier!

Als Praktikantin beim Grimme Online Award darf ich Teil der gesamten Sichtungsphase sein. Jedes eingereichte Online-Angebot wird von unserem vierköpfigen Team genauestens unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Herz und Nieren – das bedeutet für den Award insbesondere die Herkunft der Angebote – ist es überhaupt unabhängig, die Technik und Zugänglichkeit, die Webspezifik der Angebote, ihre Relevanz für die allgemeine Öffentlichkeit und ihre publizistische Qualität. Da wird einem eine neue Art der Betrachtung, jenseits des Alltagssurfens, abverlangt – mein persönlicher Geschmack oder meine Herzstücke aus dem World Wide Web haben hier keine Priorität, der objektive Blick ist entscheidend. Da muss man erstmal seine alten Gewohnheiten ablegen.

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Jun 202017
 
Screenshot der Webreportage "Was heißt schon arm?"

Screenshot der Webreportage “Was heißt schon arm?”

Wann gilt man in Deutschland eigentlich als arm? Wie aussagekräftig sind Armutsstatistiken? Das haben sich auch Britta Kollenbroich und Florian Diekmann gefragt und sich für Spiegel Online deshalb auf die Suche nach Protagonisten gemacht, die ihre Geschichten erzählen. Drei Lebensgeschichten, die unterschiedlicher und verblüffender nicht sein könnten, belegen dabei, dass arm nicht gleich arm ist und dass Statistik und subjektives Lebensgefühl nicht unbedingt übereinstimmen müssen. “Was heißt schon arm?” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Autor Florian Diekmann erzählt im Interview von einem Projekt, welches jeden zum Nachdenken anregen sollte. Es betrifft nämlich uns alle. Continue reading »

Mai 252017
 
Screenshot: Startseite von "tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft"

Screenshot: Startseite von “tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft”

Sieglinde Geisel ist hauptberuflich Journalistin und Autorin. Am leidenschaftlichsten aber ist sie Leserin. Im Jahr 2016 gründete sie gemeinsam mit einem Team aus sechs Köpfen ein Kulturmagazin im Internet. Nur ein Jahr später ist “tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft” in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award nominiert. Im Interview erzählt Sieglinde Geisel, wie die Medienkrise sie dazu bewogen hat, das Magazin zu gründen und welche Möglichkeiten das Internet im Vergleich zu Printmedien bietet. Continue reading »

Mai 192017
 
Jürgen Krüger (l.) und Johannes Wöpkemeier (r.), die einen Einblick in das Jahrhundertprojekt A30-Nordumgehung geben. Foto: Maximilian Harre

Jürgen Krüger (l.) und Johannes Wöpkemeier (r.). Foto: Maximilian Harre

Johannes Wöpkemeier hat gemeinsam mit Jürgen Krüger für die Zeitung “Neue Westfälische” das Multimedia Special “Ein Jahrhundertprojekt – die A30-Nordumgehung” entwickelt. Das Special zeigt mit verschiedenen medialen Formen das umstrittene Projekt der A30-Nordumgehung bei Bad Oeynhausen aus den Perspektiven der Gegner und Befürworter. Der Spatenstich für die jahrzehntelang diskutierte Autobahn erfolgte im Jahr 2008. Voraussichtlich im Jahr 2018, zehn Jahre später, wird die Autobahn eröffnet. Das Multimedia-Special ist in der Kategorie “Information” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im Interview spricht Johannes Wöpkemeier, Student der Film- und Fernsehproduktion an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, über das Projekt.

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Mai 112017
 
Anna Stumpf von "How To Opera" bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Anna Stumpf von “How To Opera” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Vor zwei Jahren begann die Interactiondesignerin Anna Stumpf ihrer Leidenschaft für Opern online Ausdruck zu verleihen, weil sie mehr Menschen für ihr Hobby begeistern wollte. Auf ihrer Website “How To Opera”, die in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist, nimmt sie die Leser an die Hand und führt sie leicht verständlich durch die Welt der Opern. So finden sich auf ihrer Seite neben einem Opernführer, der die Inhalte einzelner Opern visualisiert, auch Opernempfehlungen, ein Blog sowie Tipps und Tricks für den ersten Opernbesuch. Im Interview gibt Anna Stumpf Auskunft darüber, wie ihr Projekt entstanden ist, wen sie damit erreichen will und wie die Arbeit daran aussieht.

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Mai 082017
 
Screenshot "Wochenendrebell"

Screenshot “Wochenendrebell”

Der persönliche Blog und Podcast “Wochenendrebell” von Vater “Papsi” und seinem Sohn Jason erzählt von unzähligen, spannenden Reisen in die Fußballstadien Deutschlands und Europas, um die zukünftige Lieblingsmannschaft des mittlerweile 11-jährigen Jungen zu finden. Bei den Erlebnissen, die seit 2012 im Netz nachzuverfolgen sind, geht es jedoch nicht nur um Groundhopping oder das gemeinsame Zeit verbringen, sondern auch um das Leben mit dem Asperger-Syndrom.
Der “Wochenendrebell” ist in der Kategorie Kultur und Unterhaltung für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im Interview gibt uns Autor und Vater Mirco von Juterczenka Einblicke in die Abenteuer und liefert Hintergrundinformationen zu den Wochenendrebellen. Continue reading »

Mrz 152017
 

Ein Gastbeitrag von Christoph Neuberger, Kommunikationswissenschaftler und Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Der Grimme Online Award ist ein “Qualitätspreis für Online-Publizistik”. So steht es im Statut, und zwar gleich im ersten Satz. Die ausgezeichneten Angebote sollen, so heißt es etwas später, “eine beispielhafte Orientierung für publizistische Qualität im Netz” geben. Das Wort “publizistisch” steht also im Mittelpunkt des Preises. Doch was bedeutet es genau?

Jury 2012 mit Christoph Neuberger (3. v. l).; Foto: Grimme-Institut

Jury 2012 mit Christoph Neuberger (3. v. l.); Foto: Grimme-Institut

Zunächst einmal ist mit “Publizistik” all das gemeint, was zum Angebot der Massenmedien zählt, was sich also an ein großes Publikum richtet und für möglichst viele relevant sein soll. Dabei geht es ausschließlich um redaktionell gestaltete Inhalte – also nicht um reine Serviceinformationen, etwa Tabellen, Listen oder Datenbanken. Diese gestalteten Angebote lassen sich den publizistischen Sparten Information, Beratung, Bildung, Kultur und Unterhaltung zuordnen. In diesen Kategorien verleiht auch die Grimme-Jury ihre Preise. Wichtig ist auch: Publizistische Leistungen werden unabhängig erbracht. Redaktionen sollten sich also nicht von fremden Einflüssen bestimmen lassen. Das unterscheidet sie von anderen Kommunikationsformen, die einem bestimmten Interesse oder Auftraggeber verpflichtet sind. Letztere gehören zum Bereich der Werbung und der Public Relations, der vom Preis ausgeschlossen ist. Continue reading »

Mrz 132017
 

Auf den verschiedensten Wegen erreichen uns immer wieder Fragen zum Wettbewerb um den Grimme Online Award. Einige Fragen wiederholen sich, deshalb starten wir hier den Versuch der Klärung. Dies ist eine aktualisierte und überarbeitete Fassung eines Beitrags von 2013.

Was kostet es, Vorschläge für den Wettbewerb einzureichen?

Nix.

Die Gewinner vom Projekt "dekoder": Foto: Arkadiusz Goniwiecha

Die Gewinner vom Projekt “dekoder”; Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Was gibt es denn zu gewinnen?

Als Anbieter einer Website oder App: Eine Trophäe, Urkunden für die Beteiligten, viel Ehre und normalerweise ausreichend mediale Aufmerksamkeit. Aber kein Geld.

Als Internetnutzer, der kein eigenes Angebot im Wettbewerb hat: Wir versuchen als Anreiz immer Sachpreise aufzutreiben, aktuell sind das zwei Samsung Tablets. Wir verlosen diese Sachpreise allerdings nur unter denjenigen Nutzern, die ein gültiges Angebot vorschlagen.

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Aug 222016
 

…oder lieber doch? Von der Genese eines Newsgames bei ARTE

Gastbeitrag von Uwe Lothar Müller

WissenundBildung05_01_384x288Für Spielchen sind die Redakteure bei ARTE Reportage natürlich schon zu reif, doch der Senior und Chef, Philippe Brachet, wollte mal was Neues ausprobieren: Da gebe es doch diese Newsgames oder Serious Games im Internet, bei denen man ersthafte Themen spielerisch aufbereite, um mal ein anderes Publikum zu erreichen, die Jungen, die dauernd surfen und spielen. Da könnte man doch unsere Webdokumentation “Refugees” – vier Künstler besuchen Flüchtlingscamps in Nepal, im Irak, im Libanon und im Tschad – prima um ein fünftes Element bereichern. Und die Jungen für ein Thema interessieren, dass die, klassisch aufbereitet, nicht interessierte.  Skeptische Blicke: Ein Spiel mit Flüchtlingen? Bei ARTE? Continue reading »