Dez 132012
 

Mehr Demokratie, mehr Partizipation – das Mantra der neuen Beteiligungsmöglichkeiten im Internet. Aber nicht alle sehen das so, es gibt auch kritische Stimmen, die Partizipation, Transparenz und den „Kult des Amateurs im Netz“ eher skeptisch sehen: Ist mediale Beteiligung immer gut? Trägt mehr Partizipation zu einer Qualitätsverbesserung der Demokratie bei? Der Journalist und Kommunikationswissenschaftler Max Ruppert stellt drei aktuelle kritische Stimmen vor, die „Nein“ sagen zur euphorischen Sichtweise der medialen Partizipation.

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Jul 192012
 

Nach GuttenPlag, Arabischem Frühling und Occupy-Bewegung im letzten Jahr wird die Frage der bürgerschaftlichen Beteiligung im und über das Netz hierzulande gegenwärtig vor allem über die Wahlerfolge der Piratenpartei auf der öffentlichen Agenda gehalten. Online-Konsultationen und -Petitionen, Open-Data-Projekte, Bürgerhaushalte im Internet oder auch eigenständige Initiativen zur öffentlichen Kontrolle und größeren Transparenz des politischen Handelns, wie etwa der diesjährige Preisträger „Lobbypedia“, verweisen auf das große Spektrum bereits existierender Aktivitäten zur so genannten „E-Partizipation“.

Fragen nach Qualität, Möglichkeiten und Effekten einer „E-Demokratie“ hat im letzten Herbst eine Fachtagung des Grimme Online Award zur Diskussion gestellt, über die ja auch in diesem Blog berichtet wurde. Videos mit Referenten der Fachtagung sind nun im E-Demokratie-Videokanal der Landeszentrale für politische Bildung NRW zu betrachten.

Auf konkrete Möglichkeiten der E-Partizipation macht auch ein Themenheft der Grimme-Broschüren-Reihe „Im Blickpunkt“ aufmerksam. Und last but not least befasst sich eine neue Grimme-Publikation mit Chancen und Fragen demokratischer Beteiligung im Internet. Unter dem Titel „Soziale und politische Teilhabe im Netz? E-Partizipation als Herausforderung“ wird sie in Kürze in der “Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes Nordrhein-Westfalen” (kopaed Verlag) veröffentlicht. Meinen Beitrag „Partizipation im Spiegel des Grimme Online Award“ gibt es bereits vorab hier zu lesen.

Nov 182011
 

Ein Gastbeitrag von Christina Quast, Grimme-Institut

Atomkraftwerke müssen weg. Gefällt mir! Die Piratenpartei ist jetzt bei Google+. +1! Adrienne Fichter von politnetz.ch hat bei der Veranstaltung “Mehr E-Demokratie wagen” von einer eigenen Untersuchung über die politische Nutzung von Facebook berichtet: Hier werden zwar Meinungen, zum Teil sogar extreme, vertreten, doch finden sich in Gruppen oder auf Seiten eigentlich nur Gleichgesinnte zusammen, kontrovers diskutiert wird hier nicht.

Überhaupt ist fraglich, ob der partizipative Charakter von Social Communities auch zu mehr politischem Engagement führt – “Gefällt mir” klicken ist einfach, für eine Demonstration auf die Straße zu gehen erfordert deutlich mehr Aufwand. Auf der anderen Seite kann der Zusammenschluss vieler Menschen über das Vehikel der Sozialen Medien auch in einer Weise zur öffentlichen Meinungsbildung führen, die es vorher so nicht gegeben hat: Das GuttenPlag Wiki etwa hat vermutlich eine recht große Rolle bei der Auseinandersetzung um die Legitimität von Doktortiteln gespielt. Der politischen Teilhabe als Nutzungsmotiv für Social Communities spürt auch eine Podiumsdiskussion beim Social Community Day am 28. November in Köln nach. Er widmet sich außerdem dem Thema Selbstpräsentation.

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Nov 172011
 

Daniel Fiene von “Was mit Medien” war am 16. November in Düsseldorf vor Ort und hat die Diskussionsrunden “Politische Mitbestimmung – top down oder bottom up?” und “Demokratische Öffentlichkeit im Netz – mit oder ohne Journalisten” sowie das Abschluss-Statement zusammengefasst und als Audio mitgeschnitten.

Torsten Kleinz war ebenfalls bei der Veranstaltung und hat für “heise online” eine Zusammenfassung geschrieben.

Auch “2010LAB.tv” berichtet unter dem Titel “Stichwort E-Demokratie – Die Fachkonferenz ‘Mehr E-Demokratie wagen’ im NRW-Forum” über die Veranstaltung

Nov 162011
 

Die Veranstalter des Fachtags können sich freuen. “Mehr E-Demokratie wagen”, das sah man hier im Saal. Fast alle hatten irgendein mobiles Kommunikationsgerät dabei. Es wurde fotografiert, per Notebook, Tablet oder Smartphone untereinander kommuniziert. Für die Referenten war das manchmal irritierend – alles schweigt und tippt –  ein Glück, dass nicht auch noch im Hintergrund die Twitterwall zum Hashtag #edemok eingeblendet wurde. Aber in meinem Abschluss-Statement soll sie nicht fehlen.

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Nov 162011
 

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  1. Kai Biermann (Zeit.de)
  2. Christiane Eilders (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
  3. Alfons Pieper (“Wir in NRW”)
  4. Max Ruppert (TU Dortmund)
  5. David Schraven (WAZ Rechercheteam)
Nov 162011
 

Ab 15:00 Uhr stellt David Schraven die Arbeit des WAZ Rechercheteams vor.

[14:55 Uhr] – Frau Langer stell nun David Schraven vor. Er wird zum WAZ Rechercheteam referieren.
[14:56 Uhr] – Schraven stellt das Upload-Portal der WAZ vor.
[14:59 Uhr] – “Sie können uns Briefe schicken, sie können uns Faxe schicken, sie können hier machen was sie wollen”
David Schraven erklärt, wie Informanten Kontakt aufnehmen können, ohne dass man sie zurückverfolgen kann.
Es entstehen Informantenbeziehungen, teilweise auch zu anonymen Personen.

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Nov 162011
 

Nach der Podiumsdiskussion stand Adrienne Fichter noch für ein Interview zur Verfügung. Ich habe sie zu den Eigenheiten der schweizer Demokratie befragt und wie sie die deutsche Netzpolitik-Szene sieht. Hier das Audio:

Interview Adrienne Fichter, politnetz.ch

Nov 162011
 

Nach den Präsentationen von Daniel Reichert und Adrienne Fichter geht es weiter mit der Podiumsdiskussion.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  1. Ingmar Hagemann (Campact)
  2. Christoph Bieber (Universität Duisburg, Politik-Digital)
  3. Bettina Hammer (Netzaktivistin)
  4. Tabea Rößner (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
  5. Thomas Zittel (Universität Frankfurt)
Nov 162011
 

Ab 11.30 Uhr stellt Adrienne Fichter, Community-Managerin des Startups politnetz.ch, die gleichnamige Platform vor, danach präsentiert Daniel Reichert, Gründungs- und Vorstandsmitglied des liquidDemocracy e.V., die Software Adhocracy. Zuvor begrüßen die Moderatorin Ulrike Langer, Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann und Grimme-Direktor Uwe Kammann das Publikum.

 Das Event kann auf Twitter unter #edemok verfolgt werden.

 [10.52 Uhr] – Die Gäste treffen zum Kaffee ein. In acht Minuten geht es los mit der Konferenzeröffnung durch Staatssekretär Marc Jan Eumann und Grimme-Direktor Uwe Kammann.
[10:59 Uhr] – Staatssekretär Eumann ist eingetroffen; es kann losgehen. Die Gäste nehmen die Plätze ein.
[11:06 Uhr] – Die nachfolgenden Vorträge verschieben sich um wenige Minuten. Der Saal ist zu 2/3 gefüllt.

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