Mai 182017
 
Klaudija Schnödewind und Laura Schwengber von “Die mit den Händen tanzt” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Klaudija Schnödewind und Laura M. Schwengber von “Die mit den Händen tanzt”; Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Wie man mit Leidenschaft für Musik und Gebärdensprache Hörgeschädigten die Teilnahme an einem Konzert ermöglichen kann? Die Antwort dazu: Die mit den Händen tanzt.

In dem Web-Special von hr2 Kultur werden Laura M. Schwengber und ihr Beruf vorgestellt. Als Dolmetscherin für Gebärdensprache hat sie sich darauf spezialisiert, Musik für Hörgeschädigte und Gehörlose zu übersetzen, also wahrnehmbar zu machen. In der auf dem Tool “Pageflow” basierenden Webreportage wird aber auch den Hörenden Gelegenheit gegeben, in die Welt der Gehörlosen hineinzuschnuppern: Der Nutzer kann die von Laura in Gebärdensprache übersetzte Musik erraten und lernt, welche Klischees über Hörbehinderung sicher nicht stimmen.
“Die mit den Händen tanzt” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Das Interview mit der Autorin, Klaudija Schnödewind, gibt Aufschluss über Entstehung und Absicht des Projekts.

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Mai 102016
 
Bavigation auf der Webseite über eiine Weltkarte. Screenshot: Andreas von Bubnoff

Navigation auf der Webseite über eine Weltkarte. Foto: FAZ

Wie knistert ein Korallenriff? In der Multimedia-Reportage “Klangökologie: Symphonien der Natur” wird einerseits die Klangökologie als neue Wissenschaft vorgestellt. Andererseits werden an Hör- und Videobeispielen die Harmonien der Natur verschiedener Orte erlebbar. Über eine interaktive Weltkarte oder direkt über den Text kann sich der Besucher anhören, wie sich Tiere an ihr Umfeld anpassen und “Melodien schaffen”. Das Projekt ist in der Kategorie Wissen und Bildung für den Grimme Online Award 2016 nominiert. Im Interview erklärt der Wissenschaftsjournalist Andreas von Bubnoff die Hintergründe des Projekts. Continue reading »

Mai 272013
 

Aktuelle Pop- und Film-Musik und Klassik wie geht das zusammen? Auf seinem YouTube-Videokanal “Stefans Musikworkshop” bringt Stefan Malzew, Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie, regelmäßig populäre Hörbeispiele und erläutert deren Wurzeln in der klassischen Musik. Auf unterhaltsame Weise, aber auch über die Einbeziehung von Musiktheorie und analyse sollen dabei besonders der jungen Generation neue Zugänge zu vermeintlich verstaubten Klängen eröffnet werden.

Stefan Malzew Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Stefan Malzew
Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Was war der Anlass für die Konzeption Ihres Angebots?
Stefans Musikworkshop lässt musikalische Fragen im Internet an einem Ort stattfinden, der für viele, vor allem junge Menschen auf ganz selbstverständliche Weise zum Tagesablauf gehört. So finden Betrachtungen auch klassischer musikalischer Aspekte einen Weg, die Aufmerksamkeit einer Zielgruppe zu erreichen, die von sich aus den Weg zu den Tempeln klassischer Musik wahrscheinlich eher nicht suchen würde. Und genau das ist der Ausgangspunkt des Konzeptes: Ich, als Dirigent ein in der Klassik beheimateter Musiker, gehe den Weg von der anderen Seite her. Genauer gesagt beschäftige ich mich mit der Musik der jungen Generation und habe dabei auch Klassik im Gepäck, mit mancher schönen und unerwarteten Entdeckung für beide Seiten. Dabei versuche ich die Parallelen zwischen den Genres, also z.B. zwischen Klassik und Popmusik, aufzuzeigen und sozusagen eine “Brücke” zu schlagen. Der allererste Impuls dazu kam von Peter Böttcher, der das Projekt gemeinsam mit seinem Bruder Stefan in Fragen des Internet-Handlings und der Verbreitung begleitet. Er kam vor vier Jahren auf mich zu und fragte, ob ich nicht etwas machen wolle, damit mein Orchester hier in meiner Stadt auch bei jungen Leuten mehr wahrgenommen wird. Damit ging es los und nun sind wir hier. Peter übernimmt für mich auch den beratenden Part, wenn es darum geht, Stücke aus den aktuellen Charts auszuwählen, die gerade einen breiten Zuspruch in der Zielgruppe haben. Von diesen Vorschlägen suche ich dann jeweils etwas aus, das für einen Workshop Futter bietet und bereite es inhaltlich auf. Passender Weise haben diese einen Bezug zur Klassik, was aber nicht zwingend notwendig ist.

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