Mai 082016
 
Gediegenes Ambiente bei der Bekanntgabe der Nominierten, Foto: Grimme-Institut/Rainer Keuenhof

Gediegenes Ambiente bei der Bekanntgabe der Nominierten, Foto: Grimme-Institut/Rainer Keuenhof

Hanseatisch gediegen ging es zu bei der Bekanntgabe der diesjährigen Nominierungen für den Grimme Online Award und erinnerte Brigitte Baetz, Moderatorin und Mitglied der Nominierungskommission sogleich an “Grünkohlessen in der Bremer Bürgerschaft”. Dabei fand sie im altehrwürdigen Senatssaal der Universität zu Köln statt, quasi dort, wo die Kölner Uni ganz bei sich ist – hohe Stuhllehnen, an den Wänden Portraits der ehemaligen Uni-Kanzler in Öl, die streng auf das Treiben vor sich blicken, ganz so, als ob sie fragten: “Ob sich dieses Internet durchsetzen wird?” Nun es hat sich durchgesetzt und mit ihm die 28 nominierten Angebote – gefiltert aus insgesamt 1.200 Einreichungen in diesem Jahr. Und fast alle Nominierten waren angereist. Manche sind auch nicht gekommen, einige blieben abwesend und waren doch präsent, aber davon später mehr.

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Mai 042015
 
Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts; Foto: Grimme-Institut / Jens Becker

V.l.n.r.: Prof. Dr. Claudia Loebbecke, Universität zu Köln, Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts; Foto: Grimme-Institut / Jens Becker

Wie jedes Jahr hatte das Grimme-Institut alle Nominierten und Interessierten zur Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2015 eingeladen. Und wie jedes Jahr waren fast alle Nominierten da – um von ihren Angeboten zu erzählen, von den anderen zu hören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Doch diese Bekanntgabe der Nominierungen für den #GOA15 war irgendwie anders: Sie fand an der Universität zu Köln statt, also erstmals im universitären Umfeld, und unter deren Einbeziehung, was den Ablauf nicht unbedingt irritierte, aber doch auch für Irritationen sorgte – aber davon mehr zum Schluss. Wobei: Für Irritationen und Enthüllungen sorgten auch andere. Continue reading »

Jun 182014
 
Totale

Gut gefüllt präsentiert sich der Saal, die Interessierten stehen bis nach draußen. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Lars Gräßer vom Grimme-Institut war dabei:

Dicht drängen sich die Besucher im sonnengelben “Yellow-Room” der Kölner Trinitatiskirche. Dass die Leute noch vor der Tür versuchen, einen Blick auf die Nominierten zu erhaschen, hat die Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award so auch noch nicht erlebt.

Wie in jedem Jahr hat das Grimme-Institut die Nominierten des Grimme Online Award zu einer Diskussionsveranstaltung geladen, um „die Menschen hinter den herausragenden Webangeboten sichtbar zu machen“, so Moderatorin Brigitte Baetz, selbst Medienjournalistin und Mitglied der Nominierungskommission. 23 Nominierungen werden am 21. Mai 2014 im Rahmen der Interactive Cologne und in Kooperation mit dem Medienforum NRW präsentiert. Sichtlich angetan von den nominierten Angeboten zeigt sich auch Frauke Gerlach, die neue Direktorin des Grimme-Instituts. Sie lobt in ihrer Begrüßung das publizistische Innovationspotenzial und das kreative Engagement. Continue reading »

Jun 182013
 

Dieses Ziel verfolgen die zehnminütigen Sendungen des hr2-Kinderfunkkolleg “Was glaubst Du denn?”. Dort erhalten Kinder und Jugendliche mit medienpädagogischer Unterstützung die Möglichkeit, religiöse und kulturelle Themen in Podcasts für ihre Altersgruppe aufzubereiten. Sendungsmanuskripte, Hintergrundinformationen, Spiele und Ideen für eigene “Hörstücke” erweitern das Angebot. Eine gute Sache, wie Markus Pleimfeldner, Mitinitiator und Redakteur, findet:

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Jun 172013
 

Rechtsextremismus, ein wichtiges Thema, das Aufklärung und Debatte erfordert. “Publikative.org”, eine Weiterentwicklung des bereits 2007 für den Grimme Online Award nominierten “NPD-Blog”, informiert umfassend über das politische Geschehen am “rechten Rand” der deutschen Gesellschaft. Andrej Reisin berichtet, warum es längst nicht mehr nur um Neonazis geht und wie sich das Blog als eine zentrale Informationsplattform über Rechtsextremismus in Deutschland etabliert hat…

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Jun 162013
 

Zeitdokument und Bestseller: Als Manga avancierte “Das Tagebuch der Anne Frank” in Japan zum Verkaufserfolg. Ein Grund für französische Reporter, nach den Hintergründen dieser Erfolgsstory zu suchen. Resultat ihrer Recherchereise in Japan ist der in Ich-Perspektive erzählte interaktive Doku-Comic “Anne Frank im Land der Mangas – App”. Liebevoll gestaltete Zeichnungen, Fotos sowie Originalaufnahmen in Ton und Bild vermitteln dabei die Vorstellungen der heutigen japanischen Gesellschaft von der eigenen Rolle in der Geschichte. Diesmal erzählt Guillaume Podrovnik, Teil der Redaktion und Produzent, von einer ungewöhnlichen Spurensuche im “Land der Mangas”.

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Jun 152013
 

Täglich frische Artikel und Lacher, das produziert Stefan Sichermann mit seiner satirischen Tageszeitung “Der Postillon” seit “1845″, genauer seit 2008. Seitdem hat sich das Angebot ständig weiterentwickelt und demonstriert auf hohem Niveau, wie sich durch Witz und Satire herkömmliche Nachrichten ganz anders rezipieren lassen. Eine Nominierung in der Kategorie “Information” folgte.

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Jun 142013
 

Gruppendruck, das unbedingte Verlangen dazuzugehören, der Mangel an (Über-)Lebensbedingungen: Mit 15 Jahren trat Alma einer der brutalsten Gangs in Guatemala bei. Fünf Jahre erlebte sie die Hölle, eine Zeit voller Gewalt. In der vierzigminütigen Web-Dokumentation “Alma” lässt ARTE den Gangalltag in dem krisengebeutelten mittelamerikanischen Land in den Worten Almas nacherleben und schildert ihre unfassbare Geschichte in emotionaler Eindringlichkeit. Dem interessierten Zuschauer und Zuhörer stehen, eingebettet in die Dokumentation, außerdem zahlreiche Hintergrundinformationen zur Verfügung. Alexander Knetig, der das Projekt für ARTE redaktionell betreut hat, berichtet von seiner ergreifenden Arbeit:

Jun 132013
 

Goethes “Faust II” aus dem 19. Jahrhundert, ein aktuelles Werk zur Finanzkrise? Die Börsenredaktion der ARD stellte überraschende Analogien zur heutigen Wirtschaftskrise fest und bereitete diese nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Navigation multimedial auf. Heraus kam das Webspecial “FAUST II_PUNKT_NULL”, in dem der Nutzer zwischen “Faust” und Finanzthemen hin und her springen kann. Warum der Zwiespalt zwischen Feuilleton und Wirtschaftsteil gar nicht so groß ist, wie angenommen, erläutert Martin Brandt, der Design-Verantwortliche des nominierten Webspecials.

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Jun 122013
 

Gut vernetzt und aus vielfältigen Perspektiven: “Alsharq” bietet jungen Journalisten und Wissenschaftlern eine Plattform für ihre Expertisen und eine unabhängige Berichterstattung rund um das politische und gesellschaftliche Geschehen im Nahen und Mittleren Osten. Unterschiedliche, teilweise vor Ort lebende Autoren beleuchten Entwicklungen, Konflikte und Kultur im und die internationalen Beziehungen zum arabischen Raum. Warum gerade diese Region, warum ein Blog, das beantwortet uns heute Alsharq-Mitbegründer Christoph Sydow: