Türchen 18: Über Kunst reden

Veröffentlicht von Vera Lisakowski am

Screenshot der Website zum Podcast "Die Leichtigkeit der Kunst".
Screenshot der Website zum Podcast "Die Leichtigkeit der Kunst".
Screenshot der Website zum Podcast “Die Leichtigkeit der Kunst”.

Wenn über Kunst geschrieben oder gesprochen wird, sind meist Kunsthistoriker*innen beteiligt und Laien haben keine Ahnung mehr, worum es eigentlich geht. Im Podcast “Die Leichtigkeit der Kunst” ist das komplett anders: Gastgeberin Claudia Linzel hat keinen kunsthistorischen Hintergrund und führt unbefangene Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern, mit Galeristen, Museumsdirektorinnen und Kuratoren. Der Ton ist dabei immer leicht, nicht beschwert von mühsamen Satzkonstruktionen oder Fachausdrücken. Die meisten der Gesprächspartner*innen kommen so gar nicht in die Versuchung der Selbstdarstellung, sondern berichten in Plauderlaune Anekdoten aus ihrem Leben, die ihr Werk und ihren Lebensweg anschaulich machen.

“Die Leichtigkeit der Kunst” gibt es seit August 2020, er erscheint inzwischen mehrmals im Monat in rund einstündigen Folgen. Die Kunstliebhaberin Linzel fährt dafür quer durch Deutschland und trifft unbekannte Menschen aus dem Kulturbetrieb, aber auch sehr bekannte, wie Heinz Mack oder Karin Kneffel. Dabei wird der Kunstbegriff durchaus weit gefasst und der Blick auch auf die Randbereiche gerichtet, zum Beispiel auf eine Kunstpädagogin, die erklärt, wie sie Kunst an Menschen mit Sehbeeinträchtigung vermittelt. So schafft “Die Leichtigkeit der Kunst” einen hürdenlosen Zugang zu Kunst, Künstler*innen und den Menschen hinter dem Kunstbetrieb.

Oft würde die Nominierungskommission gerne noch fünf oder zehn Angebote mehr nominieren, es gibt die Lieblinge des Teams oder einzelner Mitglieder der Nominierungskommission oder Angebote, die nicht so recht in den Preisrahmen passen. Einen Teil dieser Angebote, die zwar für den Grimme Online Award 2021 vorgeschlagen waren, es aber nicht ganz geschafft haben, dokumentieren wir in unserem Adventskalender. Eine völlig subjektive Auswahl, die kein Urteil durch die Nominierungskommission oder Jury beinhaltet und auch keinem Urteil der Folgejahre vorgreift.


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