Mai 152019
 
Screenshot: "Wem gehört Hamburg?"

Screenshot: “Wem gehört Hamburg?”

Wem gehört Hamburg? Dieser Frage ist das Recherchekollektiv Correctiv gemeinsam mit dem Hamburger Abendblatt nachgegangen. Ausgewertet wurden Angaben von mehr als 1.000 Mietern und so Eigentumsdaten zu über 15.000 Wohnungen recherchiert.

Jonathan Sachse, Journalist bei Correctiv, hat mitgearbeitet an „Wem gehört Hamburg?“, das für den Grimme Online Award 2019 in der Kategorie Information nominiert ist. Im Interview erzählt er über Akteure des Hamburger Immobilienmarktes, von undurchsichtigen Firmengebilden, Profitgier und Geldwäsche.

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Mai 092019
 

Screenshot: „Café Deutschland“

Das Städel Museum hat zahlreiche Akteurinnen und Akteure der Nachkriegskunst zum Gespräch ins „Café Deutschland“ eingeladen. In einem dreijährigen Forschungsprojekt wurden umfassende Interviews mit über 70 Künstlern, Ausstellungsmachern oder Galeristen geführt, die die Kunstszene der BRD nach 1945 geprägt haben. Das Oral-History-Projekt „Café Deutschland“ ist für den Grimme Online Award 2019 in der Kategorie Kultur und Unterhaltung nominiert.
Freya Schlingmann, die Leiterin der digitalen Projekte beim Städel Museum, erzählt uns mehr über die Idee hinter „Café Deutschland“. Continue reading »

Jan 292019
 
Produktion „Druck“. Foto: Gordon Muehle

Produktion „Druck“. Foto: Gordon Muehle

Tangenten nähern sich bekanntlich im Unendlichen an. Fernsehen und Internet scheinen es eiliger zu haben, blickt man aus der Netzperspektive auf die Nominierungen für den 55. Grimme-Preis. (Ehemalige) Netzgrößen zeigen sich hier in Fernsehformaten, verbreiten sich in Sozialmedien, neue Erzählformen etablieren sich und/oder das Fernsehen blickt seinerseits auf das Netz. Motto: Medienkonvergenz jetzt!?

Fernsehtauglich und einer Nominierung würdig findet die „Kinder & Jugend“ Jury des Grimme-Preises etwa das „Bohemian Browser Ballett“ (Steinberger Silberstein für SWR/funk), das im vergangenen Jahr bereits mit seinem Facebook-Kanal für den Grimme Online Award nominiert war: Mal karikiert es Investigativmagazine bei der Aufdeckung der großen Brötchenverschwörung, mal dreht es gängige Klischees durch den Wolf, wenn Deutsche als „Netzflüchtlinge“ ihre Heimat verlassen (wollen), weil die Netzabdeckung immer noch mangelhaft ist – und überhaupt wurden die Neuankömmlinge mit falschen Versprechungen hierhin gelockt, auch sie wollen daher immer öfter zurück: “Pah, 5G, alles leere Versprechungen!” Continue reading »

Dez 202018
 
Gruppenbild der PreisträgerInnen des Grimme Online Award 2018 mit Moderator Daniel Bröckerhoff, Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Gruppenbild der PreisträgerInnen des Grimme Online Award 2018 mit Moderator Daniel Bröckerhoff, Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Mein persönliches Highlight beim GOA 2018 und auch meines Praktikums beim Grimme-Institut war definitiv die Preisverleihung. Und das nicht nur wegen der Party (wobei diese zugegeben auch nicht von schlechten Eltern war), sondern weil ich endlich die Gesichter zu den hochklassigen Nominierungen und PreisträgerInnen kennenlernen durfte. Ich erinnere mich gerne an meinen ersten Tag beim GOA 2018, als ich von meinen Kolleginnen die erste Liste mit den Einreichungen zur Prüfung bekommen habe. Continue reading »

Dez 202018
 
Rathaus der Stadt Marl mit Skulptur, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Rathaus der Stadt Marl mit Skulptur, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Fast ein Jahr habe ich nun schon in den heiligen Hallen des Grimme-Instituts verbracht und alles über die Feinheiten und Stolpersteine des Grimme Online Award gelernt. Die Bäckerfrauen im Marler Stern kennen nun meine Brötchenvorlieben, beim Spielzeugladen „Venus Kinderwelt“ (ja, der Laden heißt wirklich so) habe ich bereits fünf Puzzles gekauft und ich weiß jetzt auch automatisch, wie rum ich meine Sparkassenkarte in den Automaten stecken muss (ganz genau andersherum als überall anders). Continue reading »

Dez 202018
 
Nora Hespers und Rita Molzberger von "Was denkst du denn?" bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2018. Foto: Rainer Keuenhof / Grimme-Institut

Nora Hespers und Rita Molzberger von “Was denkst du denn?” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2018. Foto: Rainer Keuenhof/Grimme-Institut

Wer gedacht hatte, Virtual-Reality-Anwendungen (VR) würden in diesem Jahr das große Thema im Wettbewerb – groß im Sinne von zahlreichen Einreichungen –, sah sich getäuscht. Stattdessen gab es zahlreiche Einreichungen im Podcasting-Bereich, ganz so, als ob die breite Thematisierung im Vorjahr ein Mehr an Vorschlägen produziert hätte. Näher an der Realität ist vermutlich: Im Verhältnis zu VR sind Podcasts einfach deutlich günstiger und niedrigschwelliger zu produzieren, das sorgt für Masse, einhergehend mit einem Boom im Audiobereich – die Sender haben Konkurrenz bekommen. Continue reading »

Dez 192018
 
Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Was kann digitalen Journalismus fördern?

Für die Forschung zur Zahlungsbereitschaft für hochwertigen digitalen Journalismus wurden an der Professur für Medien- und Technologiemanagement an der Universität zu Köln auch die Nominierten und Preisträger des Grimme Online Award befragt. Nicola Kleer fasst die Ergebnisse zur Frage “Welchen Einfluss hat der Grimme Online Award auf die Nachfrage nach digitalen journalistischen Produkten?” zusammen.

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Mai 032018
 

Endlich ist das Geheimnis gelüftet – letzten Donnerstag durften wir die Nominierungen für den diesjährigen Grimme Online Award bekanntgeben. 28 publizistische Angebote aus dem Netz können sich in vier Kategorien über eine Nominierung freuen. Voll war es im Raum der Bekanntgabe im „Startplatz“ in Köln. Gut gelaunt versammelten sich die Anbieterinnen und Anbieter, stellten ihre Inhalte vor und lauschten gespannt den Berichten und Erfahrungen der anderen Nominierten.

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Feb 222018
 

Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Endspurt – noch 8 Tage, dann endet die Einreichungsfrist für den Grimme Online Award 2018. Bis dahin durfte das Grimme-Team schon hunderte spannende Angebote aus der digitalen Welt prüfen und der Nominierungskommission zur Diskussion präsentieren. Das klingt nach Arbeit? Definitiv, aber es lohnt sich und macht zudem noch Spaß!

Hi, ich bin neu hier!

Als Praktikantin beim Grimme Online Award darf ich Teil der gesamten Sichtungsphase sein. Jedes eingereichte Online-Angebot wird von unserem vierköpfigen Team genauestens unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Herz und Nieren – das bedeutet für den Award insbesondere die Herkunft der Angebote – ist es überhaupt unabhängig, die Technik und Zugänglichkeit, die Webspezifik der Angebote, ihre Relevanz für die allgemeine Öffentlichkeit und ihre publizistische Qualität. Da wird einem eine neue Art der Betrachtung, jenseits des Alltagssurfens, abverlangt – mein persönlicher Geschmack oder meine Herzstücke aus dem World Wide Web haben hier keine Priorität, der objektive Blick ist entscheidend. Da muss man erstmal seine alten Gewohnheiten ablegen.

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Jun 202017
 
Screenshot der Webreportage "Was heißt schon arm?"

Screenshot der Webreportage “Was heißt schon arm?”

Wann gilt man in Deutschland eigentlich als arm? Wie aussagekräftig sind Armutsstatistiken? Das haben sich auch Britta Kollenbroich und Florian Diekmann gefragt und sich für Spiegel Online deshalb auf die Suche nach Protagonisten gemacht, die ihre Geschichten erzählen. Drei Lebensgeschichten, die unterschiedlicher und verblüffender nicht sein könnten, belegen dabei, dass arm nicht gleich arm ist und dass Statistik und subjektives Lebensgefühl nicht unbedingt übereinstimmen müssen. “Was heißt schon arm?” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Autor Florian Diekmann erzählt im Interview von einem Projekt, welches jeden zum Nachdenken anregen sollte. Es betrifft nämlich uns alle. Continue reading »