Mai 302013
 

Zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Japan berichtet die multimediale Webdoku “Keine Zeit für Wut” direkt aus dem Krisengebiet. Der NZZ-Reporter Marcel Gyr und der freie Fotograf Christoph Bangert erzählen, wie sie ins Krisengebiet reisten und warum es ihnen ein Anliegen war, den Menschen hinter der Schlagzeile “Atomunfall” ein Gesicht zu geben:

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Mai 292013
 

…über Politik, Kultur und Alltag, das liefert Philipp Schwörbel mit seinen “Prenzlauer Berg Nachrichten”, einer unabhängigen Zeitung im Netz, für die Bewohner des gleichnamigen Berliner Stadtteils. Mit seinem Angebot, das zunehmend wichtiger in der lokalen Öffentlichkeit wird, hat er es nun unter die Nominierten zum Grimme Online Award 2013 in der Kategorie Information geschafft.

Was war der Anlass für die Konzeption ihres Online-Angebots?

Philipp Schwörbel Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz

Philipp Schwörbel
Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz

Schon lange hegte ich den Wunsch, mich selbstständig zu machen und eine ganze Reihe von Ideen, unter anderem zu lokalen Nachrichtenformaten, schwirrte mir im Kopf herum. Anfang 2010 verfolgte ich dann eine Diskussion bei carta.info über die Zukunft des Journalismus und von Nachrichten- und Medienformaten. Dort wurde gezeigt, wie sich neue hyperlokale Angebote in den USA etablieren und auch in Deutschland auftauchen. Ich fragte mich, ob es so etwas auch bei uns in Berlin gibt, ob das gelesen wird und wie sich das überhaupt finanzieren ließe. Doch statt mehr gibt es hier immer weniger: Die großen Berliner Tageszeitungen haben sich stetig aus der lokalen Berichterstattung zurückgezogen. Diese Lücke wollte ich mit einem Angebot wie den Prenzlauer Berg Nachrichten füllen, nicht nur, weil ich dort selber seit einigen Jahren lebe, sondern, weil ich finde, dass gerade diese Art Öffentlichkeit für einen Stadtteil wichtig ist.

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Apr 302013
 

Wie funktioniert “Blattmachen” bei Nachrichtensites, wenn es anders als bei der Zeitung keinen produktionstechnischen Redaktionsschluss gibt? Eine Studie der Hochschule Darmstadt zeigt, dass Online-Redaktionen Strategien haben, um im schnellen Nachrichtenstrom ihr eigenes Profil zu bilden. Eine Abwägung, die die Redaktionen immer treffen müssen: Wie gewichten sie im Tagesverlauf die aktuellen Themen – und wie platzieren sie eigenproduzierte Beiträge?

Ein Gastbeitrag von Peter Schumacher, Professor für Journalistik an der Hochschule Darmstadt.

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