Mai 312016
 
Screenshot: Hervé Falciani ist zu Beginn der Scroll-Doku zu sehen.

Screenshot: Hervé Falciani ist zu Beginn der Scroll-Doku zu sehen.

Hervé Falciani arbeitete von 2002 bis 2008 bei der HSBC Private Bank, einer der größten Banken weltweit. Er erlangte Berühmtheit, als er einen umfassenden Datensatz entwendete und sich ins Ausland absetzte. Während er zu Anfang noch versuchte die Daten zu verkaufen, bot er sie später den Behörden an. Die Entwicklung dieser Ereignisse – Falcianis Geschichte und Vorgehen – werden auf “Falcianis SwissLeaks – Der große Bankdatenraub“ Kapitel für Kapitel nachempfunden und begleiten den Leser durch eine der größten Enthüllungen von Steuerbetrug und Geldwäsche in der Schweiz. Diese im Zuge einer Dokumentation von ARTE entstandene Web-Dokumentation legt besonderen Wert auf die Wahrnehmung des Bankgeheimnisses und dessen praktischer Ausübung, beziehungsweise Relevanz. Der Leser wird in jedem Kapitel aufgefordert seine Meinung wiederzugeben, um schlussendlich für sich selbst beurteilen zu können, ob das Bankgeheimnis wichtig ist und welche Auswirkungen der Skandal darauf haben wird. Im folgenden Interview gewährt die betreuende ARTE Redakteurin Katja Dünnebacke einen Einblick in das Projekt, welches für den Grimme Online Award 2016 in der Kategorie Wissen und Bildung nominiert ist. Continue reading »

Okt 052015
 
Lisa Heinrici, Daniel Christensen, Ines Krug, Jan Pröhl in der Uraufführungsinszenierung "Ich habe nichts zu verbergen - Mein Leben mit Big Data" (UA) von Hermann Schmidt-Rahmer; Regie: Hermann Schmidt-Rahmer

V.l.n.r.: Lisa Heinrici, Daniel Christensen, Ines Krug, Jan Pröhl in der Uraufführungsinszenierung “Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data” (UA) von Hermann Schmidt-Rahmer.

Beklagte Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach mit Blick auf die diesjährigen Einreichungen für den Grimme Online Award noch: „Es fehlen die herausragenden Angebote zu aktuellen Themen wie beispielsweise der Überwachung.” So muss man fest stellen: Auf der Theaterbühne ist (Big Data und) die Überwachung als Thema angekommen – mal mehr, mal weniger herausragend umgesetzt: Vor kurzem durften wir noch das transmediale Event „Supernerds“ auf diversen Kanälen – auf der Bühne des Kölner Schauspiels, im Radio und TV sowie in diesem Internet (per Social Media #supernerds) – erleben, was dramaturgisch als eine mal mehr, mal weniger lahme Veranstaltung gewertet wurde und sich vielfach in eher effekthascherischen, technischen Spielereien erging und am Ende auf ein eher zähes Theatervergnügen hinaus lief. Nicht so das neues Projekt von Hermann Schmidt-Rahmer, das seit dem 3. Oktober im Essener Grillo-Theater läuft: „Ich habe nichts zu verbergen – Mein Leben mit Big Data“. Continue reading »