Jun 272019
 
Das Team von "Mensch Mutta.": Katharina und Heidi Thoms ("Mutta") mit Karl Stefan Röser und Laudator Karsten Schwanke (links). Foto: Gina Wetzler/Grimme-Institut

Das Team von “Mensch Mutta.”: Katharina und Heidi Thoms (“Mutta”) mit Karl Stefan Röser und Laudator Karsten Schwanke (links). Foto: Gina Wetzler/Grimme-Institut

So hatten wir uns das gedacht: Karsten Schwanke findet zum Abschluss der Jurypreise beim Grimme Online Award 2019 so liebevolle Worte für den Podcast „Mensch Mutta“. Er erzählt nämlich von sich selbst, wie er am letzten Wochenende bei seinen Eltern in der ehemaligen DDR war und an der Haustür in den heimatlichen Dialekt verfiel. Genau dies hat er im Podcast „Mensch Mutta“ bei Katharina Thoms entdeckt, die als Hörfunkjournalistin natürlich perfekt Hochdeutsch spräche, aber im Dialog mit der Mutter sofort in diesen berlin-brandenburgischen Dialekt verfällt. Karsten Schwanke hatte als Preispate längst zugesagt, bevor die Entscheidung über die Preisträger fiel – und dass er aus Ziesar kommt, ist uns erst wieder aufgefallen, als wir den Ablauf für die Preisverleihung erstellt haben. Aber was für eine glückliche Fügung. Manchmal muss es sich so ausgehen bei einer Preisverleihung. Continue reading »

Mai 052019
 
Nominierte bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2019. Foto: Rainer Keuenhof/Grimme-Institut

Nominierte bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2019. Foto: Rainer Keuenhof/Grimme-Institut

Auch in diesem Jahr sind die Nominierten zum Grimme Online Award wieder sehr präsent auf der re:publica. Extrem präsent! Denn einer der Nominierten gehört quasi dazu: Die TINCON ist die Konferenz für die digitale Gegenwart und Zukunft von Menschen zwischen 13 und 21 – und nominiert in der Kategorie Spezial. Teile der Veranstaltung darf auch ansehen, wer älter als 21 ist, aber ein re:publica-Ticket hat.

Ebenfalls die ganze Zeit über kann man den Truck des „WDR Bergwerk in 360° und VR“ erleben, das Angebot ist nominiert in der Kategorie Wissen und Bildung und der zugehörige Truck steht am Lokschuppen vom Deutschen Technikmuseum.

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Dez 192018
 
Publikum beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Publikum beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Ein Symposium zwischen Wissenschaft und Praxis

“Es gibt zunehmend Tendenzen, dass gesellschaftliche Gruppen und sogar Staaten den freien Journalismus einschränken”, eröffnet Marita Jacob, Forschungsdekanin der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln das Symposium zu “Erfolgreichem digitalen Journalismus” im Kölner Startplatz. Denn bei dem Symposium geht es zwar um “Erfolgsbedingungen, Auswirkungen und Finanzierbarkeit” von Journalismus, vor allem aber um die Relevanz für die Demokratie und für eine funktionierende Gesellschaft, die er hat. Marita Jacob erhofft sich dabei vor allem Hinweise auf neue und innovative Formen, wie sich Journalismus in einer sich digitalisierenden Welt positioniert, um sowohl wirtschaftlich erfolgreich als auch gesellschaftlich relevant sein zu können. Besonders beeindruckt zeigt sich Jacob vom Praxistransfer, der in den diversen Forschungsprojekten der Professur für Medien- und Technologiemanagement stattfindet, und der sich nun in diesem Symposium auch nach außen ausdrücke.  Continue reading »

Dez 192018
 
Carsten Erdmann von der Funke Mediengruppe spricht beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Carsten Erdmann von der Funke Mediengruppe spricht beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Berichte aus der Praxis von der Funke Mediengruppe, dem DuMont Verlag und von Vice

88 Portale betreibt die Funke Mediengruppe im Digitalen. “Früher, da hatten wir Content, den haben wir ins Netz gestellt, damit Reichweite erzielt und Werbeeinnahmen generiert”, berichtet Carsten Erdmann, Editor in Chief Digital bei der Funke Mediengruppe. Heute aber sei “Reichweite ein endliches Geschäftsmodell, weil der Shift aufs Mobile geht und die Erlöse da endlich sind.” Wie so viele Verlage hat auch Funke nach Skandinavien geschaut und im Projekt “Oslo” eine Strategie für das Gesamtunternehmen entwickelt. Continue reading »

Dez 192018
 
Christopher Buschow von der Bauhaus-Universität Weimar bei seinem Vortrag beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Christopher Buschow von der Bauhaus-Universität Weimar bei seinem Vortrag beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Eine Studie und ein Praxisbericht vom “Entrepreneurial Journalism”

Christopher Buschow hat zum Wintersemester die Juniorprofessur für “Organisation und vernetzte Medien” an der Bauhaus-Universität Weimar angetreten. Zuvor verfasste er eine Studie zur Gründung neuer Medienorganisationen: “Die Neuordnung des Journalismus”. Darin untersuchte er unter anderem Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Entrepreneurial Journalism, “um zu sensibilisieren, was Herausforderungen und Fallstricke in der Gründung neuer journalistischer Organisationen sind.” Continue reading »

Dez 192018
 
Markus Prior von der Princeton University bei seinem Vortrag beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Markus Prior von der Princeton University beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Forschung zu politischem Interesse und Medienkonsum.

Aus den USA angereist ist Markus Prior, Professor of Politics and Public Affairs an der Princeton University – und bittet vorab um Nachsicht: Noch nie habe er einen Vortrag über dieses Thema auf Deutsch gehalten, es könne also sein, dass er ins Englische rutsche. Sein Thema ist politisches Interesse in der Demokratie und als Motivationsgrundlage für (digitalen) Journalismus. Continue reading »

Dez 192018
 
Lea Püchel von der Universität zu Köln referiert ihre Forschungsergebnisse zu digitalen Präsentationsformen. Foto: Daniel Kunkel

Lea Püchel von der Universität zu Köln referiert ihre Forschungsergebnisse zu digitalen Präsentationsformen. Foto: Daniel Kunkel

Neue journalistische Darstellungsformen in der digitalen Welt

Als eine Grundlage für ihre Forschung zu Auswirkungen von Journalismus auf die politische Willensbildung und auf die Zahlungsbereitschaft der Nutzer sieht Lea Püchel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Medien- und Technologiemanagement an der Universität zu Köln, die Kategorisierung von Darstellungsformen im Web. Continue reading »

Dez 192018
 
Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Was kann digitalen Journalismus fördern?

Für die Forschung zur Zahlungsbereitschaft für hochwertigen digitalen Journalismus wurden an der Professur für Medien- und Technologiemanagement an der Universität zu Köln auch die Nominierten und Preisträger des Grimme Online Award befragt. Nicola Kleer fasst die Ergebnisse zur Frage “Welchen Einfluss hat der Grimme Online Award auf die Nachfrage nach digitalen journalistischen Produkten?” zusammen.

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Nov 292018
 
Lisa Altmeier, Steffi Fetz und Thomas Franke bei Panel I beim Social Community Day 2018, Foto: Georg Jorczyk/Grimme-Institut

Lisa Altmeier, Steffi Fetz und Thomas Franke bei Panel I beim Social Community Day 2018, Foto: Georg Jorczyk/Grimme-Institut

Oha! Da haben wir ja was angerichtet. Beziehungsweise angeregt. Zum Denken. Nach den beiden Diskussionsrunden zum Thema “Neue Heimat Internet” beim Social Community Day am 26. November haben wir mit einem Umfragetool die Gedanken zur Heimat abgefragt. Und wo zu Beginn der Veranstaltung recht klare Vorstellungen darüber herrschten, was Heimat ist oder sein könnte, kamen am Ende Gedanken wie “anstrengend”, “tbd”, “nicht definierbar” oder “wandelbar”. Continue reading »

Nov 072018
 
Was ist Heimat: In "Ein deutsches Dorf" dokumentieren Schüler der Henri-Nannen-Journalistenschule multimedial das Dorfleben in Werpeloh; Foto: Screenshot

In “Ein deutsches Dorf” dokumentieren Schüler der Henri-Nannen-Journalistenschule multimedial das Heimat- und Dorfleben in Werpeloh; Foto: Screenshot

Was ist Heimat? Wo in anderen Ländern und Sprachen die „Heimat“ stark mit dem „Vaterland“ verknüpft ist, beschreibt sie in Deutschland – das hat historische Gründe in der deutschen Kleinstaaterei – die Region, eine nähere Umgebung, ein Gefühl vielleicht. Zwar hat manch einer gar keinen Bezug dazu, assoziiert bestenfalls noch den Heimatfilm oder den Heimatdichter, meist aber polarisiert der Begriff Heimat: Die einen verbinden Positives damit – so denkt nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach eine große Mehrheit der Befragten an positiv besetzte Begriffe wie Kindheit und Familie, an Freunde oder an Geborgenheit. Und 77 Prozent der Deutschen fühlen sich stark mit ihrer Heimat verbunden. Andere – nach dieser Umfrage nur wenige – verbinden Enge und Spießigkeit mit dem Begriff „Heimat“, sehen ihn gar als Nazi-Wort, das sie gar nicht erst verwenden möchten. Continue reading »