Vera Lisakowski

Feb 212019
 
Grimme-Institut: Ausflug Zeche August

Mitarbeiter-Ausflug des Grimme-Instituts zur Zeche Auguste-Victoria 2015, Foto: Grimme-Institut

Der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau zum Ende des vergangenen Jahres war nur das Ende einer sehr langen Entwicklung. So wurde zum Beispiel die Zeche Auguste Victoria in Marl – die Stadt, in der das Grimme-Institut sitzt – bereits Ende 2015 geschlossen. Wir waren dort sogar vorher noch auf einem Betriebsausflug. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis, zu sehen, wie Kohle gefördert wird, was für eine harte Arbeit unter extremen Bedingungen das auch heute noch ist.

Für diejenigen, die nicht so dicht dran sind, oder noch mehr wissen möchten, gibt es zum Ende des Steinkohlebergbaus zahlreiche Angebote im Netz – die sich auch in unseren Vorschlägen um Grimme Online Award 2019 finden.

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Dez 302018
 
Ein Zehn-Euro-Schein und mehrere Münzen. Foto: Vera Lisakowski

Ein Zehn-Euro-Schein und mehrere Münzen. Foto: Vera Lisakowski

Wir müssen reden! Über Geld. Mal wieder. Oder immer noch. Ein Highlight des Wettbewerbsjahres 2018 war für mich nämlich, dass unter den Nominierten zum Grimme Online Award doch einige waren, die ihre herausragenden Web-Projekte nicht als pures Hobby und mit Selbstausbeutung betreiben, sondern versuchen, sich oder zumindest das Projekt darüber zu finanzieren. Gar neue Finanzierungsmodelle überlegen.

So zum Beispiel die “RiffReporter”, sicher herausragend was innovative Finanzierung von Journalismus angeht. Wobei “innovativ” nicht “neu” bedeuten muss. Die “RiffReporter” organisieren ihre Gemeinschaft von freien Journalisten als Genossenschaft und können gemeinsam sowohl stärker auftreten als auch Prozesse zur Bezahlung vereinfachen. Auf der Seite können die Leser einzelne Themen – die Korallen – abonnieren und werden so garantiert mit fachkundigen Informationen von Experten auf ihrem journalistischen Gebiet versorgt.  Continue reading »

Dez 192018
 
Publikum beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Publikum beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Ein Symposium zwischen Wissenschaft und Praxis

“Es gibt zunehmend Tendenzen, dass gesellschaftliche Gruppen und sogar Staaten den freien Journalismus einschränken”, eröffnet Marita Jacob, Forschungsdekanin der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln das Symposium zu “Erfolgreichem digitalen Journalismus” im Kölner Startplatz. Denn bei dem Symposium geht es zwar um “Erfolgsbedingungen, Auswirkungen und Finanzierbarkeit” von Journalismus, vor allem aber um die Relevanz für die Demokratie und für eine funktionierende Gesellschaft, die er hat. Marita Jacob erhofft sich dabei vor allem Hinweise auf neue und innovative Formen, wie sich Journalismus in einer sich digitalisierenden Welt positioniert, um sowohl wirtschaftlich erfolgreich als auch gesellschaftlich relevant sein zu können. Besonders beeindruckt zeigt sich Jacob vom Praxistransfer, der in den diversen Forschungsprojekten der Professur für Medien- und Technologiemanagement stattfindet, und der sich nun in diesem Symposium auch nach außen ausdrücke.  Continue reading »

Dez 192018
 
Carsten Erdmann von der Funke Mediengruppe spricht beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Carsten Erdmann von der Funke Mediengruppe spricht beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Berichte aus der Praxis von der Funke Mediengruppe, dem DuMont Verlag und von Vice

88 Portale betreibt die Funke Mediengruppe im Digitalen. “Früher, da hatten wir Content, den haben wir ins Netz gestellt, damit Reichweite erzielt und Werbeeinnahmen generiert”, berichtet Carsten Erdmann, Editor in Chief Digital bei der Funke Mediengruppe. Heute aber sei “Reichweite ein endliches Geschäftsmodell, weil der Shift aufs Mobile geht und die Erlöse da endlich sind.” Wie so viele Verlage hat auch Funke nach Skandinavien geschaut und im Projekt “Oslo” eine Strategie für das Gesamtunternehmen entwickelt. Continue reading »

Dez 192018
 
Christopher Buschow von der Bauhaus-Universität Weimar bei seinem Vortrag beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Christopher Buschow von der Bauhaus-Universität Weimar bei seinem Vortrag beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Eine Studie und ein Praxisbericht vom “Entrepreneurial Journalism”

Christopher Buschow hat zum Wintersemester die Juniorprofessur für “Organisation und vernetzte Medien” an der Bauhaus-Universität Weimar angetreten. Zuvor verfasste er eine Studie zur Gründung neuer Medienorganisationen: “Die Neuordnung des Journalismus”. Darin untersuchte er unter anderem Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Entrepreneurial Journalism, “um zu sensibilisieren, was Herausforderungen und Fallstricke in der Gründung neuer journalistischer Organisationen sind.” Continue reading »

Dez 192018
 
Markus Prior von der Princeton University bei seinem Vortrag beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Markus Prior von der Princeton University beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Forschung zu politischem Interesse und Medienkonsum.

Aus den USA angereist ist Markus Prior, Professor of Politics and Public Affairs an der Princeton University – und bittet vorab um Nachsicht: Noch nie habe er einen Vortrag über dieses Thema auf Deutsch gehalten, es könne also sein, dass er ins Englische rutsche. Sein Thema ist politisches Interesse in der Demokratie und als Motivationsgrundlage für (digitalen) Journalismus. Continue reading »

Dez 192018
 
Lea Püchel von der Universität zu Köln referiert ihre Forschungsergebnisse zu digitalen Präsentationsformen. Foto: Daniel Kunkel

Lea Püchel von der Universität zu Köln referiert ihre Forschungsergebnisse zu digitalen Präsentationsformen. Foto: Daniel Kunkel

Neue journalistische Darstellungsformen in der digitalen Welt

Als eine Grundlage für ihre Forschung zu Auswirkungen von Journalismus auf die politische Willensbildung und auf die Zahlungsbereitschaft der Nutzer sieht Lea Püchel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Medien- und Technologiemanagement an der Universität zu Köln, die Kategorisierung von Darstellungsformen im Web. Continue reading »

Dez 192018
 
Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Was kann digitalen Journalismus fördern?

Für die Forschung zur Zahlungsbereitschaft für hochwertigen digitalen Journalismus wurden an der Professur für Medien- und Technologiemanagement an der Universität zu Köln auch die Nominierten und Preisträger des Grimme Online Award befragt. Nicola Kleer fasst die Ergebnisse zur Frage “Welchen Einfluss hat der Grimme Online Award auf die Nachfrage nach digitalen journalistischen Produkten?” zusammen.

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Nov 292018
 
Lisa Altmeier, Steffi Fetz und Thomas Franke bei Panel I beim Social Community Day 2018, Foto: Georg Jorczyk/Grimme-Institut

Lisa Altmeier, Steffi Fetz und Thomas Franke bei Panel I beim Social Community Day 2018, Foto: Georg Jorczyk/Grimme-Institut

Oha! Da haben wir ja was angerichtet. Beziehungsweise angeregt. Zum Denken. Nach den beiden Diskussionsrunden zum Thema “Neue Heimat Internet” beim Social Community Day am 26. November haben wir mit einem Umfragetool die Gedanken zur Heimat abgefragt. Und wo zu Beginn der Veranstaltung recht klare Vorstellungen darüber herrschten, was Heimat ist oder sein könnte, kamen am Ende Gedanken wie “anstrengend”, “tbd”, “nicht definierbar” oder “wandelbar”. Continue reading »

Feb 022018
 
Die drei Preisträger des Bert-Donnepp-Preises 2018: Dunja Hayali, Georg Seeßlen und Boris Rosenkranz (v.r.) mit Laudatoren und Mitgliedern des Vereins der Freunde des Adolf-Grimme-Preises. Foto: Grimme-Institut/Georg Jorczyk

Die drei Preisträger des Bert-Donnepp-Preises 2018: Dunja Hayali, Georg Seeßlen und Boris Rosenkranz (v.r.) mit Laudatoren und Mitgliedern des Vereins der Freunde des Adolf-Grimme-Preises. Foto: Grimme-Institut/Georg Jorczyk

Nanana, was für eine Wortwahl im ehrwürdigen Grimme-Institut – und was für eine Konstellation: Da beschwerte sich ein Laudator für den Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik darüber, dass er vom Preisträger schon mal kritisiert und als “dickhodig” bezeichnet wurde. Sonst aber schien David Schraven, Mitgründer des Recherche-Kollektivs Correctiv, sehr zufrieden mit dem Preisträger, den er da loben durfte: Neben dem Publizisten Georg Seeßlen wurde das vor zwei Jahren von Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz gegründete Portal “Übermedien” an diesem Abend mit einem Preis ausgezeichnet.

Schraven kommt in seiner Laudatio schnell auf den aktuellen Streit des Übermedien-Gründers Niggemeier mit dem Publizisten Matthias Matussek zu sprechen, der offenbar nicht so gut mit Kritik umgehen kann wie Schraven. Es sei wichtig, dass ein Medium wie “Übermedien” “Böcke kritisiert, die jemand schießt” und auch strukturelle Skandale aufbereite. Besonders beeindruckt zeigt sich Schraven von der beständigen Kritik an der Yellow-Press, die auf “Übermedien” stattfindet: “Das lesen unglaublich viele Menschen, die alle wählen dürfen”, stellt er sehr zum Amüsement des Publikums fest. Wichtig sei aber vor allem, dass man nicht nachlasse in der Kritik.

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