Mrz 262015
 

Ein Gastbeitrag von Steffen Grimberg, Leiter Grimme-Preis

Screenshot "Mr. Dicks" Preisträger beim Grimme-Preis 2015

Screenshot “Mr. Dicks” Preisträger beim Grimme-Preis 2015

Als im September 2014 Netflix seinen deutschen Ableger startete, stand es plötzlich leibhaftig vor der Tür: Das Ende des Fernsehens wie wir es kennen. Das Aus für ein lineares Angebot, wo alle zu einer bestimmten Zeit vor einem bestimmten Gerät sitzen müssen. Ein neues TV-Zeitalter brach an, hieß es unisono in den Medien, mal jubelnd-euphorisch, mal kulturpessimistisch argwöhnend.

Gestimmt hat das natürlich schon damals nicht, war aber beste Werbung für die Netflixer, die das ganze Ballyhoo einigermaßen amüsiert zur Kenntnis nahmen und sich – man kennt das von Google – hübsch bescheiden als bloßer Dienstleister präsentierten. Und betonten, dass da keinesfalls die Absicht bestehe – wie medial unterstellt –, den hiesigen TV-Markt aufzurollen. Nein, das deutsche Fernsehen findet nach wie vor bei ARD und ZDF, RTL und Sat.1, ProSieben und Tele5 usw. usf. statt, vorzugsweise ab acht Uhr abends und vorzugsweise im Sitzen. Auch wenn Netflix bei seiner Präsentation natürlich die Option dabei hatte, sich seine Lieblingsserie auf das ins Cockpit des Hometrainers integrierte Tablet zu streamen. Continue reading »

Feb 032014
 

Screenshot TatortNachdem wir uns in den vorherigen Beiträgen den Grimme-Preis-Nominierungen in den Kategorien “Unterhaltung” und “Information und Kultur” gewidmet haben, betrachten wir heute die Kategorie “Fiktion”. Und da präsentiert sich schon jetzt der große Gewinner des 50. Grimme-Preises – beim Preis selbst und in der Online-Sicht.

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