Jun 042019
 
Screenshot: "Stadtlexikon Stuttgart"

Screenshot: “Stadtlexikon Stuttgart”

Mit einer Art Zeitmaschine Stuttgart erkunden? Erfahren, wie es hier früher einmal aussah? Das “Stadtlexikon Stuttgart”, eine interaktive Online-Stadtkarte, macht das möglich. Das Projekt begeistert nicht nur neugierige Kinder und Erwachsene, sondern auch HistorikerInnen und Fachleute. Kompakt und mit einfacher Handhabung, lässt dieses Webangebot seine Besucher die Geschichte Stuttgarts neu erleben.

“Stadtlexikon Stuttgart” ist für den Grimme Online Award 2019 in der Kategorie Wissen und Bildung nominiert. Im Interview spricht Dr. Katharina Ernst, stellvertretende Leiterin des Stuttgarter Stadtarchivs, über die Entstehung des Projekts, Ideen für seine Weiterentwicklung und verrät, in welche Zeitepoche Stuttgarts sie gerne einmal reisen würde.

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Mai 072019
 
Screenshot der Titelseite von Borderline

Screenshot: Auf der Titelseite von Borderline sieht man zuerst Video-Aufnahmen aus Polen von Antinea Radomska.

Polen – ein Land, zu dem auch jungen EuropäerInnen oft nur Klischees einfallen: katholische Kirche, Alkohol, Rückständigkeit. Das in der Kategorie Kultur und Medien nominierte The BORDERLINE Project zeigt in sechs Sprachen und Crossmedia-Formaten und mithilfe von grenzübergreifender Berichterstattung, dass Polen europäischer ist als sein Ruf.

Katha (Katharina) Kloss hat das BORDERLINE-Projekt für das europäische und mehrsprachige partizipative Online-Magazin CaféBabel koordiniert. Sie erklärt Hintergründe zur Entstehung des Projekts.

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Mai 052019
 
Nominierte bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2019. Foto: Rainer Keuenhof/Grimme-Institut

Nominierte bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2019. Foto: Rainer Keuenhof/Grimme-Institut

Auch in diesem Jahr sind die Nominierten zum Grimme Online Award wieder sehr präsent auf der re:publica. Extrem präsent! Denn einer der Nominierten gehört quasi dazu: Die TINCON ist die Konferenz für die digitale Gegenwart und Zukunft von Menschen zwischen 13 und 21 – und nominiert in der Kategorie Spezial. Teile der Veranstaltung darf auch ansehen, wer älter als 21 ist, aber ein re:publica-Ticket hat.

Ebenfalls die ganze Zeit über kann man den Truck des „WDR Bergwerk in 360° und VR“ erleben, das Angebot ist nominiert in der Kategorie Wissen und Bildung und der zugehörige Truck steht am Lokschuppen vom Deutschen Technikmuseum.

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Jan 292019
 
Produktion „Druck“. Foto: Gordon Muehle

Produktion „Druck“. Foto: Gordon Muehle

Tangenten nähern sich bekanntlich im Unendlichen an. Fernsehen und Internet scheinen es eiliger zu haben, blickt man aus der Netzperspektive auf die Nominierungen für den 55. Grimme-Preis. (Ehemalige) Netzgrößen zeigen sich hier in Fernsehformaten, verbreiten sich in Sozialmedien, neue Erzählformen etablieren sich und/oder das Fernsehen blickt seinerseits auf das Netz. Motto: Medienkonvergenz jetzt!?

Fernsehtauglich und einer Nominierung würdig findet die „Kinder & Jugend“ Jury des Grimme-Preises etwa das „Bohemian Browser Ballett“ (Steinberger Silberstein für SWR/funk), das im vergangenen Jahr bereits mit seinem Facebook-Kanal für den Grimme Online Award nominiert war: Mal karikiert es Investigativmagazine bei der Aufdeckung der großen Brötchenverschwörung, mal dreht es gängige Klischees durch den Wolf, wenn Deutsche als „Netzflüchtlinge“ ihre Heimat verlassen (wollen), weil die Netzabdeckung immer noch mangelhaft ist – und überhaupt wurden die Neuankömmlinge mit falschen Versprechungen hierhin gelockt, auch sie wollen daher immer öfter zurück: “Pah, 5G, alles leere Versprechungen!” Continue reading »

Jan 072019
 

Von Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts

Eva Schulz und Hanne Bohmhammel von "Deutschland3000" bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2018. Foto: Rainer Keuenhof / Grimme-Institut

Eva Schulz und Hanne Bohmhammel von “Deutschland3000″ bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award 2018. Foto: Rainer Keuenhof / Grimme-Institut

Eigentlich war 2018 ein gutes Wettbewerbsjahr für den Grimme Online Award. In der Kategorie Information habe ich mich beispielsweise besonders über die tollen Webvideo-Formate gefreut, etwa die Reportagen von “Jäger & Sammler”, dem “Y-Kollektiv” oder den Facebook-Kanal von “Deutschland3000″, wo „Host“ Eva Schulz ein junges Publikum über das politische Geschehen in Deutschland aufklärt. Kompliziertes wird einfach erklärt, mit den Möglichkeiten von Social Media experimentiert und gezeigt, dass sich diese Plattformen auch dazu eignen, Geschichten zu erzählen und Wissen als Grundlage für eine fundierte Meinung zu vermitteln – ganz einfach: wunderbar und vielleicht wichtiger denn je. Continue reading »

Dez 202018
 
Gruppenbild der PreisträgerInnen des Grimme Online Award 2018 mit Moderator Daniel Bröckerhoff, Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Gruppenbild der PreisträgerInnen des Grimme Online Award 2018 mit Moderator Daniel Bröckerhoff, Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Mein persönliches Highlight beim GOA 2018 und auch meines Praktikums beim Grimme-Institut war definitiv die Preisverleihung. Und das nicht nur wegen der Party (wobei diese zugegeben auch nicht von schlechten Eltern war), sondern weil ich endlich die Gesichter zu den hochklassigen Nominierungen und PreisträgerInnen kennenlernen durfte. Ich erinnere mich gerne an meinen ersten Tag beim GOA 2018, als ich von meinen Kolleginnen die erste Liste mit den Einreichungen zur Prüfung bekommen habe. Continue reading »

Dez 192018
 
Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Nicola Kleer von der Universität zu Köln berichtet über die Befragung zum Grimme Online Award. Foto: Daniel Kunkel

Was kann digitalen Journalismus fördern?

Für die Forschung zur Zahlungsbereitschaft für hochwertigen digitalen Journalismus wurden an der Professur für Medien- und Technologiemanagement an der Universität zu Köln auch die Nominierten und Preisträger des Grimme Online Award befragt. Nicola Kleer fasst die Ergebnisse zur Frage “Welchen Einfluss hat der Grimme Online Award auf die Nachfrage nach digitalen journalistischen Produkten?” zusammen.

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Mai 162017
 
Producer Georg Tschurtschenthaler, Autorin Hannah Kappes, Producerin Tanja Schmoller, Medienpädagogin Birgit Marzinka(Agentur für Bildung e.V.), Youtuber Jakob Gentsch. Foto: #uploading_holocaust

Producer Georg Tschurtschenthaler, Autorin Hannah Kappes, Producerin Tanja Schmoller, Medienpädagogin Birgit Marzinka(Agentur für Bildung e.V.), Youtuber Jakob Gentsch. Foto: #uploading_holocaust

Das Online-Projekt “#uploading_holocaust” ist ein Stück digitale Erinnerungskultur, das auf Youtube-Videos junger Israelis basiert. Entstanden sind diese in polnischen Konzentrationslagern; die Orte der Vernichtung. Im Mittelpunkt steht die Frage: “Wie geht Erinnern heute?” Interaktionsmöglichkeiten für deutsche Jugendliche ermöglichen die Auseinandersetzung mit den bundesdeutschen Verhältnissen und Stimmungslagen – von Jugendlichen für Jugendliche, also auf Augenhöhe.

Das Projekt “#uploading_holocaust” ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Die Autorin des Projekts, Hannah Kappes, die als Redakteurin und Junior Producerin bei gebrueder beetz filmproduktion arbeitet, spricht im Interview über die Motivation, das Projekt ins Leben zu rufen, und die damit verbundenen Ziele sowie über die bisherige Resonanz der Rezipienten.

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Mai 042017
 

Nüchtern ging es zu bei der Präsentation und Diskussion der diesjährigen Nominierten für den Grimme Online Award an der Universität zu Köln (UzK): 28 herausragende Angebote im Web, ausgewählt aus 1.200 Einreichungen. Es ging nüchtern zu oder vielleicht auch ernüchtert, was nicht unbedingt dem Ambiente zuzuschreiben war, dem neuen Seminargebäude 106 auf dem Uni-Campus der Domstadt.

Neues Seminargebäude der Uni zu Köln

Die Bekanntgabe der Nominierten fand im Neuen Seminargebäude der Uni zu Köln statt; Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Ernüchterung stellte sich auch mit Blick auf das Netz ein: Es hat gelitten, ist etwas “ramponiert”, wie die Nominierungskommission in ihrem Statement in diesem Jahr festgestellt hat. Vielen gilt es “als Fake-News-Schleuder, als Tummelplatz für Verschwörungstheoretiker und Extremisten, als Brutkasten einer postfaktischen Sicht auf die Welt. Social Bots manipulieren das Meinungsbild, Hassreden scheinen nahezu jeden Diskurs zu ersticken”, zitierte Moderator Christoph Sterz nochmal das Gremium in seiner Einleitung. Schnell wurde dieses düstere Bild jedoch von der Freude der Anwesenden über die Nominierung vertrieben. Unter ihnen finden sich 2017 auffallend viele bekannte Gesichter: willkommene Wiederholungstäter, die bereits Nominierungen verbuchen konnten oder sogar Jurypreise in der Vergangenheit abgeräumt hatten – interessanterweise auch beim Grimme-Preis 2017. Aber davon später mehr. Continue reading »

Aug 222016
 

…oder lieber doch? Von der Genese eines Newsgames bei ARTE

Gastbeitrag von Uwe Lothar Müller

WissenundBildung05_01_384x288Für Spielchen sind die Redakteure bei ARTE Reportage natürlich schon zu reif, doch der Senior und Chef, Philippe Brachet, wollte mal was Neues ausprobieren: Da gebe es doch diese Newsgames oder Serious Games im Internet, bei denen man ersthafte Themen spielerisch aufbereite, um mal ein anderes Publikum zu erreichen, die Jungen, die dauernd surfen und spielen. Da könnte man doch unsere Webdokumentation “Refugees” – vier Künstler besuchen Flüchtlingscamps in Nepal, im Irak, im Libanon und im Tschad – prima um ein fünftes Element bereichern. Und die Jungen für ein Thema interessieren, dass die, klassisch aufbereitet, nicht interessierte.  Skeptische Blicke: Ein Spiel mit Flüchtlingen? Bei ARTE? Continue reading »