Dez 192018
 
Publikum beim Symposium "Erfolgreicher digitaler Journalismus". Foto: Daniel Kunkel

Publikum beim Symposium “Erfolgreicher digitaler Journalismus”. Foto: Daniel Kunkel

Ein Symposium zwischen Wissenschaft und Praxis

“Es gibt zunehmend Tendenzen, dass gesellschaftliche Gruppen und sogar Staaten den freien Journalismus einschränken”, eröffnet Marita Jacob, Forschungsdekanin der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln das Symposium zu “Erfolgreichem digitalen Journalismus” im Kölner Startplatz. Denn bei dem Symposium geht es zwar um “Erfolgsbedingungen, Auswirkungen und Finanzierbarkeit” von Journalismus, vor allem aber um die Relevanz für die Demokratie und für eine funktionierende Gesellschaft, die er hat. Marita Jacob erhofft sich dabei vor allem Hinweise auf neue und innovative Formen, wie sich Journalismus in einer sich digitalisierenden Welt positioniert, um sowohl wirtschaftlich erfolgreich als auch gesellschaftlich relevant sein zu können. Besonders beeindruckt zeigt sich Jacob vom Praxistransfer, der in den diversen Forschungsprojekten der Professur für Medien- und Technologiemanagement stattfindet, und der sich nun in diesem Symposium auch nach außen ausdrücke.  Continue reading »

Mai 042017
 

Nüchtern ging es zu bei der Präsentation und Diskussion der diesjährigen Nominierten für den Grimme Online Award an der Universität zu Köln (UzK): 28 herausragende Angebote im Web, ausgewählt aus 1.200 Einreichungen. Es ging nüchtern zu oder vielleicht auch ernüchtert, was nicht unbedingt dem Ambiente zuzuschreiben war, dem neuen Seminargebäude 106 auf dem Uni-Campus der Domstadt.

Neues Seminargebäude der Uni zu Köln

Die Bekanntgabe der Nominierten fand im Neuen Seminargebäude der Uni zu Köln statt; Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Ernüchterung stellte sich auch mit Blick auf das Netz ein: Es hat gelitten, ist etwas “ramponiert”, wie die Nominierungskommission in ihrem Statement in diesem Jahr festgestellt hat. Vielen gilt es “als Fake-News-Schleuder, als Tummelplatz für Verschwörungstheoretiker und Extremisten, als Brutkasten einer postfaktischen Sicht auf die Welt. Social Bots manipulieren das Meinungsbild, Hassreden scheinen nahezu jeden Diskurs zu ersticken”, zitierte Moderator Christoph Sterz nochmal das Gremium in seiner Einleitung. Schnell wurde dieses düstere Bild jedoch von der Freude der Anwesenden über die Nominierung vertrieben. Unter ihnen finden sich 2017 auffallend viele bekannte Gesichter: willkommene Wiederholungstäter, die bereits Nominierungen verbuchen konnten oder sogar Jurypreise in der Vergangenheit abgeräumt hatten – interessanterweise auch beim Grimme-Preis 2017. Aber davon später mehr. Continue reading »