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Mrz 092015
 
Screenshot des Multimedia-Specials "Der Zaun" der Süddeutschen Zeitung.

Das Multimedia-Special “Der Zaun” der Süddeutschen Zeitung.

Eine der großen sozialpolitischen Herausforderungen unserer Zeit ist der Umgang mit Menschen, die in immer größerer Zahl aus anderen Ländern kommen und bei uns Zuflucht suchen. Auch beim Grimme Online Award ist dieses Thema präsent. Schon in der Vergangenheit hat es überzeugende Beispiele gegeben für andere Perspektiven und Zugänge, die in der herkömmlichen Berichterstattung weniger Präsenz finden. Dies allerdings mit einem Schwerpunkt auf Migration, weniger auf der aktuellen Flüchtlingsproblematik.  Continue reading »

Dez 032014
 

Ein Gastbeitrag von Christoph Neuberger, Susanne Langenohl und Christian Nuernbergk

Die von den Autoren im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) realisierte Studie „Social Media und Journalismus“ hat Potenziale, faktische Bedeutung und neue Herausforderungen verschiedener Social Media Kanäle im Alltag von Online-Redaktionen untersucht. Dabei werden auch neue Merkmale und Ansprüche an die Qualität publizistischer Online-Inhalte sichtbar. Für das Blog quergewebt wurden die Ergebnisse der Studie nun in einem eigenen Beitrag zusammengefasst. Continue reading »

Jul 312014
 

Gastbeitrag von Lars Gräßer

DSC_0009“Neben dem Storytelling sind Video-Formate als Megatrend im Auswahlverfahren deutlich spürbar”, schreibt die Jury des Grimme Online Award 2014 in ihrem Statement. Diesem “Megatrend” geht aktuell eine (Medienkunst-)Ausstellung im Dortmunder U auf die Spur, fokussiert auf den Bereich der Erkärvideos: “Jetzt helfe ich mir selbst” – Die 100 besten Video-Tutorials aus dem Netz. Es geht um Anleitungen zum Selbermachen, ums Do-It-Yourself (DIY), das darüber reden und kommentieren, alles bei laufender Kamera. Die Ausstellung basiert auf einer Idee von Dr. Inke Arns (künstlerische Leiterin des Hartware MedienKunstVerein e.V.). Die Auswahl der Videos entstand in Kooperation mit einem Seminar der Fakultät für Kulturreflexion der Universität Witten/Herdecke (Leitung: Jun.-Prof. Dr. Christian Grüny und Frederik Bury).

Dortmund scheint ein guter Ort für das Selbermachen zu sein: Ende April letzten Jahres schloss erst die Ausstellung “Die Mitmach Revolution” nach acht Monaten in der Dortmunder DASA. Sie thematisierte die “selbstmotivierten Praktiken der Medienamateure, Heimwerker, Tüftler und Dilettanten” und zeigte die Entwicklung der Amateurkulturen vom 19. Jahrhundert bis hin zur Web-2.0-Nutzung der Gegenwart. Continue reading »

Jun 282014
 

Eindrücke von Ute Zander und Rebekka Martin

Gewinnen heißt, nicht gescheitert nach Hause zu gehen

Das Gemurmel hinter dem grauen Vorhang wird lauter. Sektkorken knallen. Dort werden wohl gerade Käsebrote gereicht. In Trauben stehen die eingeladenen Gäste um Stehtische herum und reden angeregt. Es gibt viel zu erzählen. Wahrscheinlich hat man sich vor einem Jahr bei der Preisverleihung zum Grimme Online Award das letzte Mal gesehen.

Um einen Stehtisch herum stehen Männer und Frauen, die reden nicht. Sie blicken nervös auf das Display ihres Smartphones. Vielleicht zukünftige Preisträger? Auf der anderen Seite des Vorhangs verlässt gerade Anja Backhaus, Moderatorin der 14. Preisverleihung des Grimme Online Award, den Raum durch den Hintereingang Richtung Hafenbecken in Köln Mülheim. Noch einmal den Text durchgehen und Luft schnappen. Continue reading »

Jun 182014
 
Totale

Gut gefüllt präsentiert sich der Saal, die Interessierten stehen bis nach draußen. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Lars Gräßer vom Grimme-Institut war dabei:

Dicht drängen sich die Besucher im sonnengelben “Yellow-Room” der Kölner Trinitatiskirche. Dass die Leute noch vor der Tür versuchen, einen Blick auf die Nominierten zu erhaschen, hat die Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award so auch noch nicht erlebt.

Wie in jedem Jahr hat das Grimme-Institut die Nominierten des Grimme Online Award zu einer Diskussionsveranstaltung geladen, um „die Menschen hinter den herausragenden Webangeboten sichtbar zu machen“, so Moderatorin Brigitte Baetz, selbst Medienjournalistin und Mitglied der Nominierungskommission. 23 Nominierungen werden am 21. Mai 2014 im Rahmen der Interactive Cologne und in Kooperation mit dem Medienforum NRW präsentiert. Sichtlich angetan von den nominierten Angeboten zeigt sich auch Frauke Gerlach, die neue Direktorin des Grimme-Instituts. Sie lobt in ihrer Begrüßung das publizistische Innovationspotenzial und das kreative Engagement. Continue reading »

Dez 192013
 
Im kopaed Verlag neu erschienen: Lars Gräßer / Aycha Riffi (Hrsg.): Einfach fernsehen? Zur Zukunft des Bewegtbildes. Schriftenreihe Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW. Band 2, München 2013, 126 Seiten

Im kopaed Verlag neu erschienen: Lars Gräßer / Aycha Riffi (Hrsg.): Einfach fernsehen? Zur Zukunft des Bewegtbildes. Schriftenreihe Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW. Band 2, München 2013, 126 Seiten

Ein Gastbeitrag von Lars Gräßer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Medienkompetenz des Grimme-Institut, und Aycha Riffi, Referatsleiterin der Grimme Akademie.

Der aktuelle „Springer-Deal“ belegt: Nichts geht im Digitalen ohne Bewegtbild, der Markt gerät in Bewegung. Offizielle des Online-Video-Netzwerkes YouTube prognostizieren: Bereits 2020 werden etwa drei Viertel aller Bewegtbildinhalte aus dem Internet konsumiert werden. Nun: Aus ihrer Perspektive klingt das wenig überraschend.

Allerdings kommen nicht nur Verlagsmanager sondern auch Entscheidungsträger aus der Fernsehbranche immer häufiger zu ähnlichen Einschätzungen. Ziemlich sicher darf man sich also sein, dass die Nutzung der Bewegtbildangebote aus dem Internet immer bedeutsamer wird und die Nutzungsformen vielgestaltiger. Die Rezeption verändert sich durch soziale Online-Netzwerke, die zum Kommentieren und teilweise auch zu weiteren Interaktionsformen einladen. Gefragt sind hier mehr und mehr anspruchsvolle Angebote, die über Abstimmungstools und Preisfragen hinausgehen. Rückkanalfähige Plattformen und Kommunikationsangebote werden zur Pflichtaufgabe für die Produzenten. Continue reading »

 Posted by at 14:49
Dez 132012
 

Mehr Demokratie, mehr Partizipation – das Mantra der neuen Beteiligungsmöglichkeiten im Internet. Aber nicht alle sehen das so, es gibt auch kritische Stimmen, die Partizipation, Transparenz und den „Kult des Amateurs im Netz“ eher skeptisch sehen: Ist mediale Beteiligung immer gut? Trägt mehr Partizipation zu einer Qualitätsverbesserung der Demokratie bei? Der Journalist und Kommunikationswissenschaftler Max Ruppert stellt drei aktuelle kritische Stimmen vor, die „Nein“ sagen zur euphorischen Sichtweise der medialen Partizipation.

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Sep 202012
 

Nicht nur “online first”, sondern auch Online-Qualitätsbeurteilung zuerst: 2011 wurde das Web-Radio “detektor.fm” für den Grimme Online Award nominiert und nun in der Kategorie “Beste Innovation” mit dem Deutschen Radiopreis 2012 ausgezeichnet, übrigens ebenfalls von einer durch das Grimme-Institut betreuten Jury. Continue reading »

Sep 182012
 
Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Ein Gastbeitrag von Lars Gräßer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Grimme-Institut, hier in vielen Medienkompetenzprojekten engagiert und Blogger unter “Lars pflanzt Ideen”.

Was haben Microsoft, Apple, Google, Amazon gemeinsam? Richtig: Sie beherrschen das Internet und damit auch ein Gutteil unseres Alltags. Und was noch? Sie werden als (digitale) Ökosysteme betrachtet, die im Internet miteinander um Aufmerksamkeit und Geld der Nutzer(innen) konkurrieren. Etabliert sich hier eine neue Leitmetapher für den Medien- bzw. den Internetbereich, welcher die Vorstellung von der Datenautobahn ablöst? Hält der Umweltgedanke Einzug? Und mit welchen Konsequenzen für wen? Wie gestaltet sich das systemische Denken über Medien? Continue reading »

Jul 192012
 

Nach GuttenPlag, Arabischem Frühling und Occupy-Bewegung im letzten Jahr wird die Frage der bürgerschaftlichen Beteiligung im und über das Netz hierzulande gegenwärtig vor allem über die Wahlerfolge der Piratenpartei auf der öffentlichen Agenda gehalten. Online-Konsultationen und -Petitionen, Open-Data-Projekte, Bürgerhaushalte im Internet oder auch eigenständige Initiativen zur öffentlichen Kontrolle und größeren Transparenz des politischen Handelns, wie etwa der diesjährige Preisträger „Lobbypedia“, verweisen auf das große Spektrum bereits existierender Aktivitäten zur so genannten „E-Partizipation“.

Fragen nach Qualität, Möglichkeiten und Effekten einer „E-Demokratie“ hat im letzten Herbst eine Fachtagung des Grimme Online Award zur Diskussion gestellt, über die ja auch in diesem Blog berichtet wurde. Videos mit Referenten der Fachtagung sind nun im E-Demokratie-Videokanal der Landeszentrale für politische Bildung NRW zu betrachten.

Auf konkrete Möglichkeiten der E-Partizipation macht auch ein Themenheft der Grimme-Broschüren-Reihe „Im Blickpunkt“ aufmerksam. Und last but not least befasst sich eine neue Grimme-Publikation mit Chancen und Fragen demokratischer Beteiligung im Internet. Unter dem Titel „Soziale und politische Teilhabe im Netz? E-Partizipation als Herausforderung“ wird sie in Kürze in der “Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes Nordrhein-Westfalen” (kopaed Verlag) veröffentlicht. Meinen Beitrag „Partizipation im Spiegel des Grimme Online Award“ gibt es bereits vorab hier zu lesen.