Okt 172018
 

Text von Uta Winterhager

Bloggerin Cindy Grothe vor dem Köbogen

Bloggerin Cindy Grothe vor dem Kö-Bogen (Instagram)

Was gefällt, bekommt ein Herz, was alle sehen sollen, wird geteilt – je öfter, desto besser, desto erfolgreicher. Das ist das Prinzip sozialer Netzwerke. Und das Ziel der Investoren, die gerade den Düsseldorfer Kö-Bogen II mitentwickeln: Ihre Immobilie soll für die Social-Media-Community attraktiv sein. Dafür verwandeln sie das Dach in eine spektakuläre Liegewiese und planen die größte Grünfassade Europas. So wird das große Bauprojekt zum Setting, so kommt es aufs Bild und ins Netz. Ist das der Anfang deutscher Social-Media-Architektur?

Als der heiße Sommer 2018 noch frisch war, gab es ein Pressegespräch im Düsseldorfer Dreischeibenhaus. Dem zu Füßen liegt die gewaltige Baustelle des Kö-Bogens II. Als »bautechnisch einmalig – architektonisch spektakulär« stellten die Düsseldorfer Centrum- und die Hamburger B&L-Gruppe das Projekt vor. Der von Ingenhoven Architects geplante Bau solle der »Höhepunkt in Düsseldorfs neuer Mitte« werden.

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Apr 262012
 

Storify ist gerade erst der Beta-Phase entsprungen und wird unter Journalisten, in Redaktionen und der interessierten Netzgemeinde immer beliebter. Auch im Wettbewerb des Grimme Online Award finden sich inzwischen Storify-Beiträge. Max Ruppert, Journalist und Kommunikationswissenschaftlerwirft für quergewebt einen Blick auf die Anwendung, die Journalisten und User zu Social-Media-Geschichtenerzählern macht und geht der Frage nach: Ist Storify eine neue Art, das Netz zu sortieren? Continue reading »

Nov 182011
 

Ein Gastbeitrag von Christina Quast, Grimme-Institut

Atomkraftwerke müssen weg. Gefällt mir! Die Piratenpartei ist jetzt bei Google+. +1! Adrienne Fichter von politnetz.ch hat bei der Veranstaltung “Mehr E-Demokratie wagen” von einer eigenen Untersuchung über die politische Nutzung von Facebook berichtet: Hier werden zwar Meinungen, zum Teil sogar extreme, vertreten, doch finden sich in Gruppen oder auf Seiten eigentlich nur Gleichgesinnte zusammen, kontrovers diskutiert wird hier nicht.

Überhaupt ist fraglich, ob der partizipative Charakter von Social Communities auch zu mehr politischem Engagement führt – “Gefällt mir” klicken ist einfach, für eine Demonstration auf die Straße zu gehen erfordert deutlich mehr Aufwand. Auf der anderen Seite kann der Zusammenschluss vieler Menschen über das Vehikel der Sozialen Medien auch in einer Weise zur öffentlichen Meinungsbildung führen, die es vorher so nicht gegeben hat: Das GuttenPlag Wiki etwa hat vermutlich eine recht große Rolle bei der Auseinandersetzung um die Legitimität von Doktortiteln gespielt. Der politischen Teilhabe als Nutzungsmotiv für Social Communities spürt auch eine Podiumsdiskussion beim Social Community Day am 28. November in Köln nach. Er widmet sich außerdem dem Thema Selbstpräsentation.

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