Aug 202015
 
Das Panel zum Spielejournalismus beim "gamescom congress" 2015; Foto: Vera Lisakowski

Das Panel zum Spielejournalismus beim “gamescom congress” 2015; Foto: Vera Lisakowski

Das wäre genug Stoff für zwei Tage gewesen: Mit sechs “Dachthemen” trat der diesjährige “gamescom congress” an, die Spielemesse inhaltlich zu erweitern. Eines der in sieben Sessions aufgeteilten Dachthemen war “Kulturgut Games” – mit Museen, Bibliotheken, einer Ethik-Diskussion und einem Panel das sich mit der Zukunft des Spielejournalismus beschäftigte.

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Aug 172015
 
Gigantische Autogrammstunde: der Community-Day am 7.8. Bild: Gerstmann.

Gigantische Autogrammstunde: der Community-Day am 7.8. Bild: Gerstmann.

Zehn Jahre wird YouTube in diesem Jahr alt und die VideoDays, das größte YouTuber-Treffen Europas (Selbstbeschreibung), auch schon sechs. Gestartet als Rahmenprogramm der Computerspielemesse Gamescom mit 400 Teilnehmern, ist der Event mittlerweile in einer der größten Locations in Köln angekommen; in der Lanxess Arena. Die Vorjahresausgabe war hier ja bereits Thema.

Bemerkenswert war die Entwicklung hin zu einem Branchenevent – hinter den Kulissen –, zu dem sich die Branchengrößen ein abwechslungsreiches Stelldichein gaben, und einem massentauglichem Fantreffen „davor“. Das hat sich geändert, muss man in diesem Jahr feststellen, während der Massenzuspruch ungebremst scheint: Über 15.000 vorwiegend junge Menschen strömten am 7. und 8. August wieder nach Köln, um sich von gut und gerne 300 YouTubern (am 7.8.) Autogramme geben oder (am 8.8.) entertainen zu lassen.

Deutlicher denn je: Webvideo ist längst keine Nische mehr, selbst wenn die Mehrheit der YouTuber für die allermeisten (Erwachsenen) gänzlich unbekannt ist. Dabei will die „YouTube Global Audience Study“ herausgefunden haben, dass weltweit lediglich 15 % der Nutzer unter 18 Jahren alt sind, 37 % zwischen 18-34 Jahren ist und mehr als die Hälfte bereits 35 Jahre und älter. Nichtsdestotrotz ist Webvideo vielleicht das Jugendmedium zurzeit, für manche auch das „Leitmedium“ junger Menschen, wie die YOU-Studie meint. Das war in Köln zu spüren: „Kreischende Teenager am Rande des Nervenzusammenbruchs“ dominierten vielfach die Szenerie in der Lanxess Arena. Alles wie immer also? Continue reading »

Aug 112015
 
Friedrich Hagedorn (2. v.l.) mit Preisträgern und Juroren beim ersten Grimme Online Award 2001

Friedrich Hagedorn (2. v.l.) mit Preisträgern und Juroren beim ersten Grimme Online Award 2001

Der “Vater” des Grimme Online Award, Friedrich Hagedorn, verlässt das Grimme-Institut. Zum Abschied hat Joachim Türk für sein Blog “Ökonologie” mit ihm einen “Blick zurück nach vorn” geworfen. “Dass der Preis auch in Zukunft konzeptionell so offen ist, um dauerhaft auf die stürmische Entwicklung reagieren zu können, aber dass er trotzdem seinen Prinzipien treu bleibt: redaktionell unabhängig, publizistisch sauber, die inhaltliche Qualität im Auge behaltend – das ist der größte Wunsch von Friedrich Hagedorn”, heißt es im Beitrag.

Ja, Papa!

Jul 222015
 
Screenshot der Multimedia-Reportage von Christian Dassels Bustour für den WDR.

Screenshot der Multimedia-Reportage von Christian Dassels Bustour für den WDR.

Fast zeitgleich haben ein Nominierter und ein Preisträger des Grimme Online Award 2015 ihre nächsten Projekte veröffentlicht: Christian Dassel, nominiert für die Multimedia-Reportage “Onkel Willi”, war mit seinem VW-Bus auf dem Balkan unterwegs und das Städel Museum, Preisträger mit dem Digitorial “Monet und die Geburt des Impressionismus”, hat für die nächste Ausstellung ein weiteres Digitorial erstellt.

 

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Jul 152015
 
Florian Mundt, alias LeFloid, bei der Verleihung des Publikumspreises 2014 mit Laudator Lutz van der Horst (r.); Foto: Grimme-Institut/Jens Becker

Florian Mundt, alias LeFloid, bei der Verleihung des Publikumspreises 2014 mit Laudator Lutz van der Horst (r.); Foto: Grimme-Institut/Jens Becker

Es wurde schon alles dazu gesagt – und im Prinzip auch von jedem: #NetzFragtMerkel. LeFloid interviewt Merkel, YouTuber trifft auf Bundeskanzlerin, Netzteenies auf Politik. Aber immerhin war LeFloid 2014 zum Grimme Online Award nominiert und hat den Publikumspreis gewonnen. Vielleicht – so eitel sind wir ja – hat diese Auszeichnung auch ein µ dazu beigetragen, dass es dieses Interview überhaupt gab. Also sagen wir auch einfach mal was dazu.

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Jun 192015
 
Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach im Interview mit Moderatorin Sandra Rieß.

Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach im Interview mit Moderatorin Sandra Rieß. Foto: Grimme-Institut/Jens Becker

Von Steffen Grimberg

Jetzt ist schon wieder was passiert. Der Grimme Online Award ist auch schon wieder 15. Und die Grenzen werden fließender, sagte Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach, während die NRW-Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren erklärt:  ”Seit dem ersten Preis 2001 erlebt der Grimme Online Award eine Explosion der Ausdrucksformen, heute rückt die Interaktivität immer stärker in den Fokus”, sagte Schwall-Düren in ihrer Begrüßung vor den Gästen im Kölner DockOne. Und: “Ein Ende der Möglichkeiten ist nicht längst nicht erreicht”. Der Grimme Online Award stehe dabei nicht nur für weltbewegende Themen, sondern auch für kleine Anliegen, “der Award lebt Diversity”.

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Jun 062015
 
Screenshot "Digitorial-Monet"

Screenshot “Digitorial Monet”

Zur Ausstellung “Monet und die Geburt des Impressionismus” bietet das Städel Museum dem Besucher die Möglichkeit, bereits im Vorfeld des Museumbesuches Informationen zur Schau zu erhalten. Mit Hilfe des interaktiven Konzeptes wird allen Interessierten die Möglichkeit eröffnet, ihren digitalen Ausstellungsbesuch nach individuellen Vorlieben zu steuern und gestalten – zur Vorbereitung auf einen realen Ausstellungsbesuch oder auch unabhägig davon. Das für den Grimme Online Award in der Kategorie Kultur und Unterhaltung nominierte Digitorial “Monet und die Geburt des Impressionismus”  bietet dem Besucher mit besonderen visuellen Elementen einen erweiterten Blick auf Details der Werke des Impressionisten Claude Monet. Im Interview erläutert Chantal Eschenfelder, verantwortlich für Idee, Konzeption und Redaktion, das Konzept des Digitorials und die Rolle der Impressionisten als Wegbereiter der Moderne.

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Jun 052015
 
Screenshot "Mein Vater, ein Werwolf"

Screenshot “Mein Vater, ein Werwolf”

“Werwölfe”, dies war in der Zeit des NS-Regimes die Bezeichnung der freiwilligen fanatischen Endkämpfer, deren Aufgabe es war, gegen die Besatzungsmächte und deutsche Überläufer vorzugehen. Der Vater Cordt Schnibbens, Georg Schnibben, war so ein Werwolf und überzeugter Nationalsozialist. Er veranlasste die Tötung eines Bauern, als die Niederlage des Dritten Reiches schon längst besiegelt war. Die Multimedia-Reportage “Mein Vater, ein Werwolf” ist für den Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung nominiert. Hier rekonstruiert Cordt Schnibben die damaligen Geschehnisse. Im Interview gibt der Spiegel-Redakteur Auskunft zu seinem sehr persönlichen Online-Projekt.

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Jun 042015
 
Screenshot "Trauern verboten"

Screenshot “Trauern verboten”

Peking im Jahre 1989: In der Nacht zum 4. Juni wurden Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens mit einem brutalen Militäreinsatz der chinesischen Armee beendet – tausende Menschen wurden in der Folge verletzt und hunderte getötet. In China ist ein Gedenken an das Ereignis und die Opfer verboten. Mit der für den Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung nominierten Web-Reportage “Trauern verboten” möchte die Süddeutsche Zeitung über dieses Verbot und seine Folgen informieren. Fabian Heckenberger, Redakteur und verantwortlich für die Konzeption, erläutert im Interview den komplizierten Weg zur Reportage – an der chinesischen Zensur vorbei.

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Jun 032015
 
Screenshot des Twitter-Accounts von Alexander Gerst

Screenshot des Twitter-Accounts von Alexander Gerst

Für die Mission “Blue Dot” befand sich der ESA-Astronaut Alexander Gerst von Mai bis November 2014 an Bord der Raumstation ISS. Im Rahmen dieser Mission führte er über 100 Experimente durch und durchlief eine Vielzahl an Wissenschaftsprogrammen. Darüber hinaus ermöglichten er und sein Team über die sozialen Medien einen einzigartigen und atemberaubenden Blick auf die Welt. Mit spannenden Berichten und persönlichen Erzählungen gaben sie Einblick in das Leben im Weltall. Alexander Gerst und sein Team sind in der Kategorie Spezial für den Grimme Online Award nominiert. Im Interview erläutert Andreas Schepers, Mitarbeiter der ESA und Teil des Redaktionsteams, die Kommunikation mit Alexander Gerst auf der Raumstation und kündigt an, dass es auch zukünftig noch viele grandiose Fotos zu bestaunen gibt.

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