Jun 282014
 

Eindrücke von Ute Zander und Rebekka Martin

Gewinnen heißt, nicht gescheitert nach Hause zu gehen

Das Gemurmel hinter dem grauen Vorhang wird lauter. Sektkorken knallen. Dort werden wohl gerade Käsebrote gereicht. In Trauben stehen die eingeladenen Gäste um Stehtische herum und reden angeregt. Es gibt viel zu erzählen. Wahrscheinlich hat man sich vor einem Jahr bei der Preisverleihung zum Grimme Online Award das letzte Mal gesehen.

Um einen Stehtisch herum stehen Männer und Frauen, die reden nicht. Sie blicken nervös auf das Display ihres Smartphones. Vielleicht zukünftige Preisträger? Auf der anderen Seite des Vorhangs verlässt gerade Anja Backhaus, Moderatorin der 14. Preisverleihung des Grimme Online Award, den Raum durch den Hintereingang Richtung Hafenbecken in Köln Mülheim. Noch einmal den Text durchgehen und Luft schnappen. Continue reading »

Jun 182014
 
Totale

Gut gefüllt präsentiert sich der Saal, die Interessierten stehen bis nach draußen. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Lars Gräßer vom Grimme-Institut war dabei:

Dicht drängen sich die Besucher im sonnengelben “Yellow-Room” der Kölner Trinitatiskirche. Dass die Leute noch vor der Tür versuchen, einen Blick auf die Nominierten zu erhaschen, hat die Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award so auch noch nicht erlebt.

Wie in jedem Jahr hat das Grimme-Institut die Nominierten des Grimme Online Award zu einer Diskussionsveranstaltung geladen, um „die Menschen hinter den herausragenden Webangeboten sichtbar zu machen“, so Moderatorin Brigitte Baetz, selbst Medienjournalistin und Mitglied der Nominierungskommission. 23 Nominierungen werden am 21. Mai 2014 im Rahmen der Interactive Cologne und in Kooperation mit dem Medienforum NRW präsentiert. Sichtlich angetan von den nominierten Angeboten zeigt sich auch Frauke Gerlach, die neue Direktorin des Grimme-Instituts. Sie lobt in ihrer Begrüßung das publizistische Innovationspotenzial und das kreative Engagement. Continue reading »

Jun 132014
 
Screenshot "Netzpolitik"

Screenshot “Netzpolitik”

NSA, ACTA oder Netzneutraliät: Bei netzpolitik.org wird seit über zehn Jahren umfassend über netzpolitisch relevante Themen berichtet. Überwachung – ein hochbrisantes aktuelles Thema. Markus Beckedahl gründete netzpoltik.org, als der NSA-Skandal kaum einen interessierte. Inzwischen gibt es eine feste Redaktion und viele freie Autoren, die Berichte und Kommentare liefern oder Videos und Podcasts produzieren. Hier berichtet er über die Zielsetzung und Entwicklung seiner Arbeit. Und weshalb netzpolitik.org auch dann am Ball bleibt, wenn die Themen nicht mehr auf der Medien-Agenda stehen.

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Jun 122014
 
Screenshot "Geliebte Nachbarn"

Screenshot “Geliebte Nachbarn”

Der Deutsche, der sich über nichts freuen kann, oder der Holländer, der Cannabis rauchend zwischen seinen Tulpen im Garten sitzt. Das Multimedia-Special “Geliebte Nachbarn” von ARTE zeigt Vorstellungen einzelner Europäer über ihre Nachbarn. In kleinen Filmbeiträgen, unterstützt mit Stop Motion Zeichnungen, kann der Zuschauer so manche Vorurteile hinterfragen und sich auch selbst einbringen. Die Redakteurin, Marie Berthoumieu, erzählt, welche Ziele sie mit dem Projekt verbindet.

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Jun 112014
 
Screenshot "ASYL"

Screenshot “ASYL”

Das Dossier “ASYL” wurde von den Stipendiaten des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) realisiert. Durch die unterschiedlichen, sehr persönlichen Perspektiven und einem gut recherchierten Gesamtkontext wird das Thema greifbar und auf andere Weise in den Fokus gerückt. Im Interview erläutert der junge Journalist Benedikt Becker die Intentionen für das Projekt und warum es davon in Zukunft mehr geben sollte.

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Jun 102014
 
Screenshot "Pop auf'm Dorf"

Screenshot “Pop auf’m Dorf”

Eintauchen in die Welt eines Festivals, ohne selbst dagewesen zu sein. Die Multimedia-Reportage “Pop auf’m Dorf” lässt den Zuschauer in die intime Atmosphäre des “Haldern Pop Festivals” eintauchen. Mit einem neuen Reportage-Tool ist es dem WDR gelungen, Audios, Videos, Fotos und Texte miteinander verschmelzen zu lassen. Thema und Format harmonieren hier perfekt zusammen. Stefan Domke, Mitentwickler der”Pageflow-Reportagen”, berichtet, wie die neue Darstellungsform zum WDR kam.

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Jun 092014
 
Screenshot "Die letzte Reise des Gernot Fahls"

Screenshot “Die letzte Reise des Gernot Fahl”

Die Multimedia-Reportage “Die letzte Reise des Gernot Fahl” erzählt die Krankheitsgeschichte eines Mannes, dessen letzter Wille schließlich ist zu sterben. Auf seinen Wunsch hin begleitete ihn Anna Steinbach, Journalistin bei BILD, auf die Reise in die Schweiz. Fakten zum Thema Sterbehilfe sind zusätzlich abrufbar und bereiten das immer wieder diskutierte Thema auf.

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Jun 082014
 
Screenshot "Wahllos. Deutschland, deine Nichtwähler"

Screenshot “Wahllos. Deutschland, deine Nichtwähler”

Ein Team von 18 jungen Journalisten der Axel Springer Akademie machte sich mit “Wahllos. Deutschland, deine Nichtwähler” auf eine multimediale Suche nach denjenigen, die ihre Stimme nicht abgeben können oder wollen. Das geschieht aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern “Wahllos” tritt mit den Nichtwählern in einen Dialog auf Augenhöhe. Eva Kogel, Redakteurin, erklärt, wie das Team versucht hat, sich gerade auch der jungen Generation zu nähern.

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Jun 072014
 
Screenshot "Arabellion: Was vom Arabischen Frühling bleibt"

Screenshot “Arabellion: Was vom Arabischen Frühling bleibt”

“Arabellion: Was vom Arabischen Frühling bleibt” ist eine Webreportage nach dem Muster des “Snowfall”-Projekts der New York Times. Dietmar Telser, Redakteur der Rhein-Zeitung, reiste auf dem Landweg von Tunesien über Libyen und Ägypten nach Jordanien. Sein Ziel: Herausfinden, was vom Frühling geblieben ist. Dabei spricht er mit den Menschen über ihre Hoffnungen und Enttäuschungen. Marcus Schwarze, Digitalchef Rhein-Zeitung, erklärt, wie er die Geschichte ins Netz brachte.

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Jun 062014
 
Screenshot "Demenz für Anfänger"

Screenshot “Demenz für Anfänger”

Zora Debrunner verarbeitet in ihrem Blog “Demenz für Anfänger” ihre Erfahrungen als Angehörige mit der Demenzkrankheit in ihrer Familie. Ihre Oma Paula ist erkrankt und erkennt ihre Enkelin nur noch manchmal. Zora Debrunner berichtet ausdrucksvoll von ihrer großen Zuneigung zur Oma, beschreibt ihre Familiengeschichte und gibt Einblick in das alltägliche Leben mit Demenz.

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