Storify ist gerade erst der Beta-Phase entsprungen und wird unter Journalisten, in Redaktionen und der interessierten Netzgemeinde immer beliebter. Auch im Wettbewerb des Grimme Online Award finden sich inzwischen Storify-Beiträge. Max Ruppert, Journalist und Kommunikationswissenschaftler wirft für quergewebt einen Blick auf die Anwendung, die Journalisten und User zu Social-Media-Geschichtenerzählern macht und geht der Frage nach: Ist Storify eine neue Art, das Netz zu sortieren? Continue reading »

 

Ende Februar wurde – mal wieder – eine neue Internet-Studie vorgelegt, die allerdings weniger bekannt und an dieser Stelle eine Erwähnung wert sein dürfte. Nicht nur, weil das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), dessen Schirmherr übrigens unser neuer Bundespräsident ist, Auftraggeber dieser Studie war. Sondern vielmehr, weil die “Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet” vom SINUS-Institut durchgeführt wurde, das für Verhalten und Einstellungen der Online-Nutzer sieben SINUS-typische Internet-Milieus identifiziert hat.

Ohne an dieser Stelle auf Details der Studie eingehen zu wollen, scheinen doch einige Aspekte und Ergebnisse bemerkenswert, weil sie das Medienverhalten in den Kontext sozialer Lebenszusammenhänge stellen. Continue reading »

 

Ein Diskussionsbeitrag von Christoph Neuberger, Kommunikationswissenschaftler und Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Das Internet leidet in der Öffentlichkeit schon lange nicht mehr unter mangelnder Aufmerksamkeit. Doch fällt dabei der Blick meistens auf die Schattenseiten. Das Gute am Netz kommt in der Debatte zu kurz. Außerdem reden viele aneinander vorbei. Allerdings ist Qualität im Internet auch nur schwer zu fassen, denn es wechselt ständig seine Erscheinungsformen und Orte. Drei Anmerkungen zur Frage nach der Qualität im Internet.

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Ein Selbstversuch zur Recherche in Crowd-Initiativen von Max Ruppert, Journalist und Kommunikationswissenschaftler.

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GuttenPlag, VroniPlag, WulffPlag: Internetseiten, die sich als Namenszusatz die Silbe “Plag” anhängen, haben sich mittlerweile im Netz etabliert. Sie stehen für Schwarm-Initiativen, die sich spontan zu aktuellen Aufreger-Themen bilden. Künftig kann also jedes Skandälchen sein entsprechendes “Plag” im Internet mit sich bringen. Für Journalisten sind solche Plattformen dankbare Anlaufpunkte für die Recherche. Doch die journalistische Annäherung an den Schwarm ist oft mühselig – ein Selbstversuch mit dem WulffPlag, in dem die Verfehlungen des Bundespräsidenten dokumentiert wurden:

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In ihrem Beitrag “Apps sind preiswürdig” hat Monika Gemmer bereits gute Gründe genannt, warum der Grimme Online Award auch Apps in seinen Wettbewerb aufnehmen sollte. Nun muss sich die Nominierungskommission in diesem Jahr erstmals mit Apps beschäftigen – und sich in der Diskussion über Bewertungskriterien verständigen.

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Ein Gastbeitrag von Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de, der jungen Website der  Süddeutschen Zeitung.

Jurys von Online-Journalistenpreisen haben überall in Deutschland ein Problem. Sie sollen herausragenden Netz-Journalismus auszeichnen, finden aber oft vor allem Publikationen, die auch auf den so genannten klassischen Kanälen veröffentlicht worden sein könnten: Besondere Bilder oder großartige Texte machen allein noch keinen auszeichnungswürdigen Online-Journalismus. Denn das Netz als Lebensraum vieler Menschen verlangt auch ein neues journalistisches Denken. Dieses baut auf den klassischen Werten des Qualitätsjournalismus auf, dreht sie aber weiter. Continue reading »

 

Ein Gastbeitrag von Monika Gemmer, Redakteurin bei der Online-Redaktion der Frankfurter Rundschau und dort zuständig für die FR App.

Zugegeben: Der Rummel um Apps kann ganz schön nerven. Sogar meine Bank meint, sie müsse ihre Angebote auf Werbeplakaten in Form von kleinen quadratischen App-Icons anpreisen. Vor der Apple-Symbolik scheint man nirgends mehr sicher – und jetzt sollen Apps auch noch Einzug halten beim Grimme Online Award? Muss das sein?

Ja, das muss. Drei gute Grunde sprechen daür – mindestens.

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Kann ein Tweet genauso gut sein, wie eine Website? Wie webspezifisch sind Videos im Internet? Wie kann man ihre Qualität beurteilen? Sind Apps wirklich Online-Angebote? Und wie viele davon sind publizistisch relevant? Können Nutzer über Soziale Netzwerke publizistische Inhalte transportieren? Und was, wenn die publizistische Leistung nicht von einer Person, sondern von einem Algorithmus erbracht wird?

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Workshopteilnehmer: Jörg Sadrozinski, Konrad Scherfer, Mario Sixtus, Gabriel Gonzales Zorilla

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Ein Gastbeitrag von Christina Quast, Grimme-Institut

Atomkraftwerke müssen weg. Gefällt mir! Die Piratenpartei ist jetzt bei Google+. +1! Adrienne Fichter von politnetz.ch hat bei der Veranstaltung “Mehr E-Demokratie wagen” von einer eigenen Untersuchung über die politische Nutzung von Facebook berichtet: Hier werden zwar Meinungen, zum Teil sogar extreme, vertreten, doch finden sich in Gruppen oder auf Seiten eigentlich nur Gleichgesinnte zusammen, kontrovers diskutiert wird hier nicht.

Überhaupt ist fraglich, ob der partizipative Charakter von Social Communities auch zu mehr politischem Engagement führt – “Gefällt mir” klicken ist einfach, für eine Demonstration auf die Straße zu gehen erfordert deutlich mehr Aufwand. Auf der anderen Seite kann der Zusammenschluss vieler Menschen über das Vehikel der Sozialen Medien auch in einer Weise zur öffentlichen Meinungsbildung führen, die es vorher so nicht gegeben hat: Das GuttenPlag Wiki etwa hat vermutlich eine recht große Rolle bei der Auseinandersetzung um die Legitimität von Doktortiteln gespielt. Der politischen Teilhabe als Nutzungsmotiv für Social Communities spürt auch eine Podiumsdiskussion beim Social Community Day am 28. November in Köln nach. Er widmet sich außerdem dem Thema Selbstpräsentation.

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Daniel Fiene von “Was mit Medien” war am 16. November in Düsseldorf vor Ort und hat die Diskussionsrunden “Politische Mitbestimmung – top down oder bottom up?” und “Demokratische Öffentlichkeit im Netz – mit oder ohne Journalisten” sowie das Abschluss-Statement zusammengefasst und als Audio mitgeschnitten.

Torsten Kleinz war ebenfalls bei der Veranstaltung und hat für “heise online” eine Zusammenfassung geschrieben.

Auch “2010LAB.tv” berichtet unter dem Titel “Stichwort E-Demokratie – Die Fachkonferenz ‘Mehr E-Demokratie wagen’ im NRW-Forum” über die Veranstaltung

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