Ein Gastbeitrag von Dirk von Gehlen, Redaktionsleiter von jetzt.de, der jungen Website der  Süddeutschen Zeitung.

Jurys von Online-Journalistenpreisen haben überall in Deutschland ein Problem. Sie sollen herausragenden Netz-Journalismus auszeichnen, finden aber oft vor allem Publikationen, die auch auf den so genannten klassischen Kanälen veröffentlicht worden sein könnten: Besondere Bilder oder großartige Texte machen allein noch keinen auszeichnungswürdigen Online-Journalismus. Denn das Netz als Lebensraum vieler Menschen verlangt auch ein neues journalistisches Denken. Dieses baut auf den klassischen Werten des Qualitätsjournalismus auf, dreht sie aber weiter. Continue reading »

 

Ein Gastbeitrag von Monika Gemmer, Redakteurin bei der Online-Redaktion der Frankfurter Rundschau und dort zuständig für die FR App.

Zugegeben: Der Rummel um Apps kann ganz schön nerven. Sogar meine Bank meint, sie müsse ihre Angebote auf Werbeplakaten in Form von kleinen quadratischen App-Icons anpreisen. Vor der Apple-Symbolik scheint man nirgends mehr sicher – und jetzt sollen Apps auch noch Einzug halten beim Grimme Online Award? Muss das sein?

Ja, das muss. Drei gute Grunde sprechen daür – mindestens.

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Kann ein Tweet genauso gut sein, wie eine Website? Wie webspezifisch sind Videos im Internet? Wie kann man ihre Qualität beurteilen? Sind Apps wirklich Online-Angebote? Und wie viele davon sind publizistisch relevant? Können Nutzer über Soziale Netzwerke publizistische Inhalte transportieren? Und was, wenn die publizistische Leistung nicht von einer Person, sondern von einem Algorithmus erbracht wird?

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Workshopteilnehmer: Jörg Sadrozinski, Konrad Scherfer, Mario Sixtus, Gabriel Gonzales Zorilla

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Ein Gastbeitrag von Christina Quast, Grimme-Institut

Atomkraftwerke müssen weg. Gefällt mir! Die Piratenpartei ist jetzt bei Google+. +1! Adrienne Fichter von politnetz.ch hat bei der Veranstaltung “Mehr E-Demokratie wagen” von einer eigenen Untersuchung über die politische Nutzung von Facebook berichtet: Hier werden zwar Meinungen, zum Teil sogar extreme, vertreten, doch finden sich in Gruppen oder auf Seiten eigentlich nur Gleichgesinnte zusammen, kontrovers diskutiert wird hier nicht.

Überhaupt ist fraglich, ob der partizipative Charakter von Social Communities auch zu mehr politischem Engagement führt – “Gefällt mir” klicken ist einfach, für eine Demonstration auf die Straße zu gehen erfordert deutlich mehr Aufwand. Auf der anderen Seite kann der Zusammenschluss vieler Menschen über das Vehikel der Sozialen Medien auch in einer Weise zur öffentlichen Meinungsbildung führen, die es vorher so nicht gegeben hat: Das GuttenPlag Wiki etwa hat vermutlich eine recht große Rolle bei der Auseinandersetzung um die Legitimität von Doktortiteln gespielt. Der politischen Teilhabe als Nutzungsmotiv für Social Communities spürt auch eine Podiumsdiskussion beim Social Community Day am 28. November in Köln nach. Er widmet sich außerdem dem Thema Selbstpräsentation.

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Daniel Fiene von “Was mit Medien” war am 16. November in Düsseldorf vor Ort und hat die Diskussionsrunden “Politische Mitbestimmung – top down oder bottom up?” und “Demokratische Öffentlichkeit im Netz – mit oder ohne Journalisten” sowie das Abschluss-Statement zusammengefasst und als Audio mitgeschnitten.

Torsten Kleinz war ebenfalls bei der Veranstaltung und hat für “heise online” eine Zusammenfassung geschrieben.

Auch “2010LAB.tv” berichtet unter dem Titel “Stichwort E-Demokratie – Die Fachkonferenz ‘Mehr E-Demokratie wagen’ im NRW-Forum” über die Veranstaltung

 

Gabriele Hooffacker Die Veranstalter des Fachtags können sich freuen. “Mehr E-Demokratie wagen”, das sah man hier im Saal. Fast alle hatten irgendein mobiles Kommunikationsgerät dabei. Es wurde fotografiert, per Notebook, Tablet oder Smartphone untereinander kommuniziert. Für die Referenten war das manchmal irritierend – alles schweigt und tippt –  ein Glück, dass nicht auch noch im Hintergrund die Twitterwall zum Hashtag #edemok eingeblendet wurde. Aber in meinem Abschluss-Statement soll sie nicht fehlen.

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Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  1. Kai Biermann (Zeit.de)
  2. Christiane Eilders (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
  3. Alfons Pieper (“Wir in NRW”)
  4. Max Ruppert (TU Dortmund)
  5. David Schraven (WAZ Rechercheteam)
 

Ab 15:00 Uhr stellt David Schraven die Arbeit des WAZ Rechercheteams vor.

[14:55 Uhr] – Frau Langer stell nun David Schraven vor. Er wird zum WAZ Rechercheteam referieren.
[14:56 Uhr] – Schraven stellt das Upload-Portal der WAZ vor.
[14:59 Uhr] – “Sie können uns Briefe schicken, sie können uns Faxe schicken, sie können hier machen was sie wollen”
David Schraven erklärt, wie Informanten Kontakt aufnehmen können, ohne dass man sie zurückverfolgen kann.
Es entstehen Informantenbeziehungen, teilweise auch zu anonymen Personen.

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Nach der Podiumsdiskussion stand Adrienne Fichter noch für ein Interview zur Verfügung. Ich habe sie zu den Eigenheiten der schweizer Demokratie befragt und wie sie die deutsche Netzpolitik-Szene sieht. Hier das Audio:

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Interview Adrienne Fichter, politnetz.ch

 

Nach den Präsentationen von Daniel Reichert und Adrienne Fichter geht es weiter mit der Podiumsdiskussion.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  1. Ingmar Hagemann (Campact)
  2. Christoph Bieber (Universität Duisburg, Politik-Digital)
  3. Bettina Hammer (Netzaktivistin)
  4. Tabea Rößner (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
  5. Thomas Zittel (Universität Frankfurt)
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