Mai 112017
 
Anna Stumpf von "How To Opera" bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Anna Stumpf von “How To Opera” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Vor zwei Jahren begann die Interactiondesignerin Anna Stumpf ihrer Leidenschaft für Opern online Ausdruck zu verleihen, weil sie mehr Menschen für ihr Hobby begeistern wollte. Auf ihrer Website “How To Opera”, die in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist, nimmt sie die Leser an die Hand und führt sie leicht verständlich durch die Welt der Opern. So finden sich auf ihrer Seite neben einem Opernführer, der die Inhalte einzelner Opern visualisiert, auch Opernempfehlungen, ein Blog sowie Tipps und Tricks für den ersten Opernbesuch. Im Interview gibt Anna Stumpf Auskunft darüber, wie ihr Projekt entstanden ist, wen sie damit erreichen will und wie die Arbeit daran aussieht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Webprojekt über Opern zu machen?

Mein Partner und ich haben auf Facebook des Öfteren Operntickets für das Theater Bremen gewonnen. Es gab ziemlich wenig Teilnehmer, sodass wir eigentlich fast immer gewonnen haben. Unsere erste Oper war “Der Vetter aus Dingsda”. Das war eine Operette, die man sich als junger Mensch eigentlich nie angucken würde. Wir hatten keine Ahnung von einer Opernaufführung und sind da einfach mal hingegangen. Danach waren wir hin und weg! Es war so berührend als Digital Native zu entdecken, dass da außerhalb von Bildschirmen und Leinwänden echte Menschen stehen und so leidenschaftlich und hautnah performen. Das fanden wir so spannend, dass wir da immer weiter reingerutscht sind. Wir hatten einfach das Glück, dass unsere erste Oper so locker und leicht war. Aber irgendwann haben wir gemerkt, dass wir da auch relativ alleine mit sind. Wie kann das nur sein? Das macht doch so einen Spaß. Es muss doch einen Weg geben, wie man es den Leuten leichter macht. Es muss doch möglich sein, die Inhalte einer Oper so zu vermitteln, dass das Durchlesen Spaß macht und dass man den Kern der Story versteht. Ich glaube, wenn man eine Oper versteht, dann hat man auf jeden Fall seine Freude daran. Denn eigentlich gibt es für jede Interessengruppe eine Oper, die einem gut gefallen kann.

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Mai 272016
 
Screenshot: Aufruf zum "Dada-Gram": Instagram-Nutzer können Fotos hochladen, die zu einem großen Dada-Kunstwerk verschmelzen.

Screenshot: Aufruf zum “Dada-Gram”: Instagram-Nutzer können Fotos hochladen, die zu einem großen Dada-Kunstwerk verschmelzen.

Die Bewegung des Dadaismus etablierte sich 1916 und wehrte sich gegen ästhetische Konventionen oder Normen. Ziel war es, zu irritieren und zu kritisieren. Auf der Website ”Dada-Data“ erlebt der Dadaismus eine zweite Karriere. Mit multimedialen Mitteln werden Themen wie die Anonymität im Internet thematisiert. “Dada-Data” ist in der Kategorie Kultur und Unterhaltung für den Grimme Online Award 2016 nominiert. Anita Hugi und David Dufresne erklären im Interview die Hintergründe ihres Projekts. Continue reading »