Feb 252019
 
Mai Thi Nguyen-Kim jubelt im Publikum über ihren Preis für "maiLab". Foto: Georg Jorczyc/Grimme-Institut

Mai Thi Nguyen-Kim jubelt im Publikum über ihren Preis für “maiLab”. Foto: Georg Jorczyk/Grimme-Institut

Das Netz ein männlicher Ort? Ja, sicher sind es immer noch mehr männliche Wesen als weibliche, die im Vordergrund stehen. Und – so hat eine Studie der Malisa-Stiftung gerade gezeigt – Frauen, auch die jungen, präsentieren sich bei YouTube und Instagram mehrheitlich sehr klischeehaft. Sie schminken sich, dekorieren die Wohnung und kochen.
Im Wettbewerb zum Grimme Online Award hat sich besonders im vergangenen Jahr gezeigt, dass es aber viele tolle Frauen gibt, die das Netz auch gekonnt mit anderen Themen bespielen. Mai Thi Nguyen-Kim erklärt in “maiLab” Themen aus der Wissenschaft, Eva Schulz in “Deutschland3000” die aus der Politik. Nora Hespers und Rita Molzberger bringen in “Was denkst du denn?” Philosophie und Alltag zusammen und “Edition F” betrachtet das Thema Karriere aus weiblicher Sicht. Continue reading »

Dez 202018
 
Rathaus der Stadt Marl mit Skulptur, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Rathaus der Stadt Marl mit Skulptur, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Fast ein Jahr habe ich nun schon in den heiligen Hallen des Grimme-Instituts verbracht und alles über die Feinheiten und Stolpersteine des Grimme Online Award gelernt. Die Bäckerfrauen im Marler Stern kennen nun meine Brötchenvorlieben, beim Spielzeugladen „Venus Kinderwelt“ (ja, der Laden heißt wirklich so) habe ich bereits fünf Puzzles gekauft und ich weiß jetzt auch automatisch, wie rum ich meine Sparkassenkarte in den Automaten stecken muss (ganz genau andersherum als überall anders). Continue reading »

Okt 172018
 

Text von Uta Winterhager

Bloggerin Cindy Grothe vor dem Köbogen

Bloggerin Cindy Grothe vor dem Kö-Bogen (Instagram)

Was gefällt, bekommt ein Herz, was alle sehen sollen, wird geteilt – je öfter, desto besser, desto erfolgreicher. Das ist das Prinzip sozialer Netzwerke. Und das Ziel der Investoren, die gerade den Düsseldorfer Kö-Bogen II mitentwickeln: Ihre Immobilie soll für die Social-Media-Community attraktiv sein. Dafür verwandeln sie das Dach in eine spektakuläre Liegewiese und planen die größte Grünfassade Europas. So wird das große Bauprojekt zum Setting, so kommt es aufs Bild und ins Netz. Ist das der Anfang deutscher Social-Media-Architektur?

Als der heiße Sommer 2018 noch frisch war, gab es ein Pressegespräch im Düsseldorfer Dreischeibenhaus. Dem zu Füßen liegt die gewaltige Baustelle des Kö-Bogens II. Als »bautechnisch einmalig – architektonisch spektakulär« stellten die Düsseldorfer Centrum- und die Hamburger B&L-Gruppe das Projekt vor. Der von Ingenhoven Architects geplante Bau solle der »Höhepunkt in Düsseldorfs neuer Mitte« werden.

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Mai 252018
 
Screenshot von "Mädelsabende"

Screenshot von “Mädelsabende”

Körperbehaarung, Mobbing oder Depressionen: Themen, die oft als Tabu gelten und doch viele junge Frauen betreffen oder beschäftigen. Wo gibt es Informationen? Wie können diese Themen an die Zielgruppe transportiert werden? 

Der Instagram-Kanal “Mädelsabende” vom WDR, nominiert für den Grimme Online Award 2018 in der Kategorie Kultur und Unterhaltung, ist eine mögliche Anlaufstelle. Die wöchentlich wechselnden Themen behandeln aber nicht nur Problematisches – mit ExpertInnen wird über alles gesprochen, was junge Frauen interessiert. Redakteurin Verena Lammert erzählt im Interview von der journalistischen Arbeit mit Instagram und der sozialen Verantwortung, die dieser Kanal mit sich bringt.

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