Dez 232017
 
Screenshot des Netzromans "Der gefundene Tod"

Screenshot des Netzromans “Der gefundene Tod”

Die Idee des Netzromans ist nicht neu, wurde in dem literarischen Online-Projekt des Schriftstellers Thomas Lang jedoch auf eine neue interaktive Ebene gehoben. Es wurde offengelegt, wie ein literarischer Text entsteht. Wie Figuren entwickelt werden, wie man mit Text umgeht, welche Recherchen, Vorarbeiten und Überlegungen während des Schreibprozesses gemacht werden. Der User hatte die Möglichkeit, diese Entwicklung zu verfolgen und im Austausch mit dem Autor auch zu beeinflussen. Doch nicht nur das: Die Romanhandlung basiert auf einer wahren Begebenheit. Der Leser konnte also außerdem die Verwandlung von Realität über den Kanal des Blogs in Literatur verfolgen.

In wöchentlichen Beiträgen zu unterschiedlichen Kategorien der Textarbeit wurden immer wieder offene Fragen an die User gerichtet, die über die Kommentarfunktion Vorschläge, Anmerkungen und Einschätzungen abgeben konnten. Die Interaktion war Teil des Projekts.

Der gefundene Tod” heißt der Roman, den Lang auf diese Weise verfasst hat, im September 2016 ist das Projekt gestartet und mittlerweile abgeschlossen, der Netzroman vollendet. Mit seinem spannenden Projekt hat Thomas Lang eine jahrhundertealte Technik in die digitale Gegenwart geholt. Und die Leser zu Co-Autoren gemacht. 

Oft würde die Nominierungskommission gerne noch fünf oder zehn Angebote mehr nominieren, es gibt die Lieblinge des Teams oder einzelner Mitglieder der Nominierungskommission oder Angebote, die nicht so recht in den Preisrahmen passen. Einen Teil dieser Angebote, die es 2017 nicht ganz geschafft haben, dokumentieren wir in unserem Adventskalender. Eine völlig subjektive Auswahl die kein Urteil durch die Nominierungskommission oder Jury beinhaltet und auch keinem Urteil der Folgejahre vorgreift.

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