Jan 302015
 

Der Grimme-Preis 2015 steht in den Startlöchern und die Nominierungen hierzu wurden kürzlich bekanntgegeben. Grund genung für uns einmal zu schauen, wie es denn um die Online-Präsenzen der Nominierten so steht. Zugegeben: letztes Jahr gab es deutlich mehr Preis-Kandidaten, die auch eine interessante Website zu ihren Produktionen darboten. Aber ein paar gibt es doch: Continue reading »

Dez 032014
 

Ein Gastbeitrag von Christoph Neuberger, Susanne Langenohl und Christian Nuernbergk

Die von den Autoren im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) realisierte Studie „Social Media und Journalismus“ hat Potenziale, faktische Bedeutung und neue Herausforderungen verschiedener Social Media Kanäle im Alltag von Online-Redaktionen untersucht. Dabei werden auch neue Merkmale und Ansprüche an die Qualität publizistischer Online-Inhalte sichtbar. Für das Blog quergewebt wurden die Ergebnisse der Studie nun in einem eigenen Beitrag zusammengefasst. Continue reading »

Aug 192014
 
iBlali

Branche trifft Fans, hier iBlali mit Fan.

Wer in diesen Tagen kreischende Teenager am Rande des Nervenzusammenbruchs sehen will, kommt an Köln nicht vorbei, wo die gamescom und die diesjährigen VideoDays stattgefunden haben. War Bewegtbild beim diesjährigen Grimme Online Award als “Megatrend im Auswahlverfahren deutlich spürbar”, schreibt die Jury des Grimme Online Award 2014 in ihrem Statement, präsentiert es sich bei den VideoDays als jugendkulturelles Pop-Phänomen: Stundenlange Autogramm-Sessions, jubelnde Fans und zum Höhepunkt eine Show mit allen YouTube-Stars.

Wer glaubte, das eine Steigerung zum letzten Jahr mit über 10.000 Besuchern nicht mehr möglich wäre, wurde überrascht: Am Samstagabend gingen die gerade mal fünften VideoDays mit einer großen Live-Show und einem Besucherrekord zu Ende. 15.000 Besucher kamen von Freitag bis Samstag in die ausverkaufte Lanxess Arena nach Köln. Traf man sich 2010 noch im Rahmen der gamescom mit 400 Teilnehmern, waren es im Folgejahr schon fünf Mal so viel, während man sich heutzutage komplett von der Spielemesse emanzipiert hat. Geblieben ist lediglich eine zeitliche sowie eine lokale Nähe.  Aus der Szene ist eine Branche geworden, resümierte Markus Hündgen (EVWA) unlängst, einer der Macher des deutschen Webvideopreises. Und diese Branche trifft hier die Fans, die in der Regel Zuschauer sind: Zwar ist Bewegtbild im Netz unter Heranwachsenden enorm populär, aber gerade mal jede(r) Zehnte (11 Prozent) hat in den letzten zwei Wochen Kommentare unter Videos gesetzt und nur vier Prozent eigene Videos hoch geladen (vgl. mpfs 2013, S. 35). “Broadcast yourself”, so das YouTube Motto, trifft also nur auf eine Minderheit zu, selbst wenn potentiell jedes einfache Handyvideo hoch geladen werden könnte. Zu beobachten ist stattdessen eine zunehmende Professionalisierung und Kommerzialisierung auf YouTube. Continue reading »

Dez 192013
 
Im kopaed Verlag neu erschienen: Lars Gräßer / Aycha Riffi (Hrsg.): Einfach fernsehen? Zur Zukunft des Bewegtbildes. Schriftenreihe Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW. Band 2, München 2013, 126 Seiten

Im kopaed Verlag neu erschienen: Lars Gräßer / Aycha Riffi (Hrsg.): Einfach fernsehen? Zur Zukunft des Bewegtbildes. Schriftenreihe Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW. Band 2, München 2013, 126 Seiten

Ein Gastbeitrag von Lars Gräßer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Medienkompetenz des Grimme-Institut, und Aycha Riffi, Referatsleiterin der Grimme Akademie.

Der aktuelle „Springer-Deal“ belegt: Nichts geht im Digitalen ohne Bewegtbild, der Markt gerät in Bewegung. Offizielle des Online-Video-Netzwerkes YouTube prognostizieren: Bereits 2020 werden etwa drei Viertel aller Bewegtbildinhalte aus dem Internet konsumiert werden. Nun: Aus ihrer Perspektive klingt das wenig überraschend.

Allerdings kommen nicht nur Verlagsmanager sondern auch Entscheidungsträger aus der Fernsehbranche immer häufiger zu ähnlichen Einschätzungen. Ziemlich sicher darf man sich also sein, dass die Nutzung der Bewegtbildangebote aus dem Internet immer bedeutsamer wird und die Nutzungsformen vielgestaltiger. Die Rezeption verändert sich durch soziale Online-Netzwerke, die zum Kommentieren und teilweise auch zu weiteren Interaktionsformen einladen. Gefragt sind hier mehr und mehr anspruchsvolle Angebote, die über Abstimmungstools und Preisfragen hinausgehen. Rückkanalfähige Plattformen und Kommunikationsangebote werden zur Pflichtaufgabe für die Produzenten. Continue reading »

 Posted by at 14:49
Jun 182013
 

Dieses Ziel verfolgen die zehnminütigen Sendungen des hr2-Kinderfunkkolleg “Was glaubst Du denn?”. Dort erhalten Kinder und Jugendliche mit medienpädagogischer Unterstützung die Möglichkeit, religiöse und kulturelle Themen in Podcasts für ihre Altersgruppe aufzubereiten. Sendungsmanuskripte, Hintergrundinformationen, Spiele und Ideen für eigene “Hörstücke” erweitern das Angebot. Eine gute Sache, wie Markus Pleimfeldner, Mitinitiator und Redakteur, findet:

Continue reading »

Jun 162013
 

Zeitdokument und Bestseller: Als Manga avancierte “Das Tagebuch der Anne Frank” in Japan zum Verkaufserfolg. Ein Grund für französische Reporter, nach den Hintergründen dieser Erfolgsstory zu suchen. Resultat ihrer Recherchereise in Japan ist der in Ich-Perspektive erzählte interaktive Doku-Comic “Anne Frank im Land der Mangas – App”. Liebevoll gestaltete Zeichnungen, Fotos sowie Originalaufnahmen in Ton und Bild vermitteln dabei die Vorstellungen der heutigen japanischen Gesellschaft von der eigenen Rolle in der Geschichte. Diesmal erzählt Guillaume Podrovnik, Teil der Redaktion und Produzent, von einer ungewöhnlichen Spurensuche im “Land der Mangas”.

Continue reading »

Jun 052013
 

Diesem Prinzip folgt “WDR Digit”. Hier können Privatpersonen alte Foto- und Filmschätze hochladen und kleine Anekdoten beisteuern. Besonders interessanten Themen widmet die WDR-Redaktion sogar große Geschichten. Genauso erhalten Nutzer Hilfe bei der Digitalisierung. Wie das funktioniert und auf diese Weise langfristig ein Archiv des analogen Alltags entsteht, schildert Stefan Domke:

Continue reading »

Mai 292013
 

…über Politik, Kultur und Alltag, das liefert Philipp Schwörbel mit seinen “Prenzlauer Berg Nachrichten”, einer unabhängigen Zeitung im Netz, für die Bewohner des gleichnamigen Berliner Stadtteils. Mit seinem Angebot, das zunehmend wichtiger in der lokalen Öffentlichkeit wird, hat er es nun unter die Nominierten zum Grimme Online Award 2013 in der Kategorie Information geschafft.

Was war der Anlass für die Konzeption ihres Online-Angebots?

Philipp Schwörbel Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz

Philipp Schwörbel
Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz

Schon lange hegte ich den Wunsch, mich selbstständig zu machen und eine ganze Reihe von Ideen, unter anderem zu lokalen Nachrichtenformaten, schwirrte mir im Kopf herum. Anfang 2010 verfolgte ich dann eine Diskussion bei carta.info über die Zukunft des Journalismus und von Nachrichten- und Medienformaten. Dort wurde gezeigt, wie sich neue hyperlokale Angebote in den USA etablieren und auch in Deutschland auftauchen. Ich fragte mich, ob es so etwas auch bei uns in Berlin gibt, ob das gelesen wird und wie sich das überhaupt finanzieren ließe. Doch statt mehr gibt es hier immer weniger: Die großen Berliner Tageszeitungen haben sich stetig aus der lokalen Berichterstattung zurückgezogen. Diese Lücke wollte ich mit einem Angebot wie den Prenzlauer Berg Nachrichten füllen, nicht nur, weil ich dort selber seit einigen Jahren lebe, sondern, weil ich finde, dass gerade diese Art Öffentlichkeit für einen Stadtteil wichtig ist.

Continue reading »

Apr 302013
 

Wie funktioniert “Blattmachen” bei Nachrichtensites, wenn es anders als bei der Zeitung keinen produktionstechnischen Redaktionsschluss gibt? Eine Studie der Hochschule Darmstadt zeigt, dass Online-Redaktionen Strategien haben, um im schnellen Nachrichtenstrom ihr eigenes Profil zu bilden. Eine Abwägung, die die Redaktionen immer treffen müssen: Wie gewichten sie im Tagesverlauf die aktuellen Themen – und wie platzieren sie eigenproduzierte Beiträge?

Ein Gastbeitrag von Peter Schumacher, Professor für Journalistik an der Hochschule Darmstadt.

Continue reading »

Mrz 252013
 
Jürgen Büssow, Vorsitzender der Freunde des Adolf-Grimme-Preises (Foto: Ulrich Spies)

Jürgen Büssow, Vorsitzender der Freunde des Adolf-Grimme-Preises (Foto: Ulrich Spies)

Mit dem Ruf nach einer Verfassungsklage beginnt am 19. März die Veranstaltung zur Feier des 25-jährigen Jubiläums der Freunde des Adolf-Grimme-Preises, dem unterstützenden Verein des Fernsehpreises des Grimme-Instituts. “Ich habe das von meinen Gebühren gezahlt”, beschwert sich Jürgen Büssow, der Vorsitzende des Freundeskreises, warum also sollten die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Sendungsbeiträge nur sieben Tage ins Netz stellen dürfen? Damit umreißt er knapp das Thema des Workshops, der mit “Wie sehen die künftigen Rahmenbedingungen für die Sicherung von Qualitätsfilm und Leitmedien aus?” überschrieben ist. Er soll eine Standortbestimmung des Fernsehens gegenüber den digitalen Medien geben und ist prominent besetzt, unter anderem mit SWR-Intendant Peter Boudgoust, Kay Oberbeck, dem Kommunikationschef von Google Deutschland, Helmut Thoma, dem ehemaligen Geschäftsführer von RTL, NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann und dem Netzjournalisten und Fernsehmoderator Jörg Schieb. Continue reading »