Feb 282019
 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie: quergewebt

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie: quergewebt

Fake News finden sich im Netz zu jedem Thema: Politik, Wirtschaft und leider auch bei Medizin und Gesundheit. Wenn man einen medizinischen Vergleich zu Fake News im Web ziehen wollen würde, könnte man sie als die bösartigen Zellhaufen 2.0 bezeichnen: Sie finden sich überall – in sozialen Netzwerken, auf privaten Blogs und in Podcasts – verbreiten sich schnell und häufig ungehindert und werden mitunter erst spät oder im schlimmsten Falle zu spät erkannt.

Sei es nun ein physisches oder psychisches Leiden, sicher ist: es gibt Fake News dazu oder auch „post-faktisches“ Wissen. Was also kann man tun gegen dieses ungesunde Online-Phänomen? Auf Fake-News aufmerksam machen, fundiertes Wissen vermitteln, aufklären, Problemlösungen anbieten. Unter den bisherigen Vorschlägen lassen sich einige dieser Kämpfer gegen Fake News finden: Continue reading »

Feb 252019
 
Mai Thi Nguyen-Kim jubelt im Publikum über ihren Preis für "maiLab". Foto: Georg Jorczyc/Grimme-Institut

Mai Thi Nguyen-Kim jubelt im Publikum über ihren Preis für “maiLab”. Foto: Georg Jorczyk/Grimme-Institut

Das Netz ein männlicher Ort? Ja, sicher sind es immer noch mehr männliche Wesen als weibliche, die im Vordergrund stehen. Und – so hat eine Studie der Malisa-Stiftung gerade gezeigt – Frauen, auch die jungen, präsentieren sich bei YouTube und Instagram mehrheitlich sehr klischeehaft. Sie schminken sich, dekorieren die Wohnung und kochen.
Im Wettbewerb zum Grimme Online Award hat sich besonders im vergangenen Jahr gezeigt, dass es aber viele tolle Frauen gibt, die das Netz auch gekonnt mit anderen Themen bespielen. Mai Thi Nguyen-Kim erklärt in “maiLab” Themen aus der Wissenschaft, Eva Schulz in “Deutschland3000” die aus der Politik. Nora Hespers und Rita Molzberger bringen in “Was denkst du denn?” Philosophie und Alltag zusammen und “Edition F” betrachtet das Thema Karriere aus weiblicher Sicht. Continue reading »

Mai 092018
 
Screenshot von "Die Anachronistin"

Screenshot von “Die Anachronistin”

Die Anachronistin” ist ein packendes Blog über den Widerstandskämpfer Theo Hespers. Seit Jahren erforscht Nora Hespers das Leben ihres Großvaters, der 1943 von Nationalsozialisten ermordet wurde. Anhand von Erzählungen und Originaldokumenten verfolgt sie diese berührende Familiengeschichte.

Das Blog ist in der Kategorie Wissen und Bildung für den Grimme Online Award 2018 nominiert. Wie es dazu kam, dass Nora Hespers sich entschied diese persönliche Geschichte zu veröffentlichen, verrät sie im Interview.

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Mai 112017
 
Anna Stumpf von "How To Opera" bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Anna Stumpf von “How To Opera” bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Vor zwei Jahren begann die Interactiondesignerin Anna Stumpf ihrer Leidenschaft für Opern online Ausdruck zu verleihen, weil sie mehr Menschen für ihr Hobby begeistern wollte. Auf ihrer Website “How To Opera”, die in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist, nimmt sie die Leser an die Hand und führt sie leicht verständlich durch die Welt der Opern. So finden sich auf ihrer Seite neben einem Opernführer, der die Inhalte einzelner Opern visualisiert, auch Opernempfehlungen, ein Blog sowie Tipps und Tricks für den ersten Opernbesuch. Im Interview gibt Anna Stumpf Auskunft darüber, wie ihr Projekt entstanden ist, wen sie damit erreichen will und wie die Arbeit daran aussieht.

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Mai 082016
 
Gediegenes Ambiente bei der Bekanntgabe der Nominierten, Foto: Grimme-Institut/Rainer Keuenhof

Gediegenes Ambiente bei der Bekanntgabe der Nominierten, Foto: Grimme-Institut/Rainer Keuenhof

Hanseatisch gediegen ging es zu bei der Bekanntgabe der diesjährigen Nominierungen für den Grimme Online Award und erinnerte Brigitte Baetz, Moderatorin und Mitglied der Nominierungskommission sogleich an “Grünkohlessen in der Bremer Bürgerschaft”. Dabei fand sie im altehrwürdigen Senatssaal der Universität zu Köln statt, quasi dort, wo die Kölner Uni ganz bei sich ist – hohe Stuhllehnen, an den Wänden Portraits der ehemaligen Uni-Kanzler in Öl, die streng auf das Treiben vor sich blicken, ganz so, als ob sie fragten: “Ob sich dieses Internet durchsetzen wird?” Nun es hat sich durchgesetzt und mit ihm die 28 nominierten Angebote – gefiltert aus insgesamt 1.200 Einreichungen in diesem Jahr. Und fast alle Nominierten waren angereist. Manche sind auch nicht gekommen, einige blieben abwesend und waren doch präsent, aber davon später mehr.

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Jun 182014
 
Totale

Gut gefüllt präsentiert sich der Saal, die Interessierten stehen bis nach draußen. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Lars Gräßer vom Grimme-Institut war dabei:

Dicht drängen sich die Besucher im sonnengelben “Yellow-Room” der Kölner Trinitatiskirche. Dass die Leute noch vor der Tür versuchen, einen Blick auf die Nominierten zu erhaschen, hat die Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award so auch noch nicht erlebt.

Wie in jedem Jahr hat das Grimme-Institut die Nominierten des Grimme Online Award zu einer Diskussionsveranstaltung geladen, um „die Menschen hinter den herausragenden Webangeboten sichtbar zu machen“, so Moderatorin Brigitte Baetz, selbst Medienjournalistin und Mitglied der Nominierungskommission. 23 Nominierungen werden am 21. Mai 2014 im Rahmen der Interactive Cologne und in Kooperation mit dem Medienforum NRW präsentiert. Sichtlich angetan von den nominierten Angeboten zeigt sich auch Frauke Gerlach, die neue Direktorin des Grimme-Instituts. Sie lobt in ihrer Begrüßung das publizistische Innovationspotenzial und das kreative Engagement. Continue reading »

Jun 122013
 

Gut vernetzt und aus vielfältigen Perspektiven: “Alsharq” bietet jungen Journalisten und Wissenschaftlern eine Plattform für ihre Expertisen und eine unabhängige Berichterstattung rund um das politische und gesellschaftliche Geschehen im Nahen und Mittleren Osten. Unterschiedliche, teilweise vor Ort lebende Autoren beleuchten Entwicklungen, Konflikte und Kultur im und die internationalen Beziehungen zum arabischen Raum. Warum gerade diese Region, warum ein Blog, das beantwortet uns heute Alsharq-Mitbegründer Christoph Sydow:

Jun 082013
 

 

Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Jasna Strick neben Richard Gutjahr
Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Rainer Brüderle, Sexismusvorwürfe, Tausende von Tweets. Der Hashtag #aufschrei bündelte in kurzer Zeit zahllose Hinweise und Diskussionsbeiträge zum Thema Alltagssexismus. Aus dem Netz wanderte das Thema zurück in die etablierten Medien und in die Politik – eine Wirkung, die zuvor noch kein Hashtag in Deutschland hatte. Mitinitiatorin Jasna Strick über eine spontane Aktion, die sich zu einer gesellschaftlichen Debatte ausweitete:

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Jun 072013
 

Provokant, ehrlich, politisch unkorrekte Wortwahl: “das migrantenstadl” mischt Politik, Kultur und Migration, bewegt sich bewusst in einer künstlerischen Dimension und zuweilen leicht dadaistisch am Rande der Verständlichkeit. Mit dem in der Kategorie Kultur und Unterhaltung nominierten Blog will Imad Mustafa gegen Vorurteile ankämpfen und die Medienlandschaft aus migrantischer Perspektive zeigen:

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Mai 252013
 

 Einer, der dafür sorgen will, ist der Journalist Markus Böhm. Mit seinem Angebot kioskforscher ist er in der Kategorie Kultur und Unterhaltung nominiert.

Rechts Stefan Böhm Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Rechts Markus Böhm
Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Was war der Anlass für die Konzeption beziehungsweise Initiierung ihres Online-Angebots?

Zeitschriften waren schon immer mein Hobby. Als Kind fand ich es schon viel spannender, Regale zu durchforsten und bunkerte lieber Zeitschriften unter meinem Bett als Süßigkeiten. Im Internet war ich vorher schon schreibtechnisch aktiv, aber der konkrete Auslöser, ein eigenes Blog über den deutschen Zeitschriftendschungel zu machen, kam erst mit meiner Ausbildung an der Journalistenschule. Das war Anfang 2011, da hörte ich einen Podcast des Medienjournalisten Stefan Niggemeier, der meinte, es gäbe viel zu wenig Journalisten, die selber bloggen. Da dachte ich, jetzt ist es an der Zeit, es einfach mal mit einem Blog zu probieren. Das “Futter” dafür hatte ich ja schon. Continue reading »