Feb 282019
 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie: quergewebt

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie: quergewebt

Fake News finden sich im Netz zu jedem Thema: Politik, Wirtschaft und leider auch bei Medizin und Gesundheit. Wenn man einen medizinischen Vergleich zu Fake News im Web ziehen wollen würde, könnte man sie als die bösartigen Zellhaufen 2.0 bezeichnen: Sie finden sich überall – in sozialen Netzwerken, auf privaten Blogs und in Podcasts – verbreiten sich schnell und häufig ungehindert und werden mitunter erst spät oder im schlimmsten Falle zu spät erkannt.

Sei es nun ein physisches oder psychisches Leiden, sicher ist: es gibt Fake News dazu oder auch „post-faktisches“ Wissen. Was also kann man tun gegen dieses ungesunde Online-Phänomen? Auf Fake-News aufmerksam machen, fundiertes Wissen vermitteln, aufklären, Problemlösungen anbieten. Unter den bisherigen Vorschlägen lassen sich einige dieser Kämpfer gegen Fake News finden:

Screenshot: Medwatch

Screenshot: Medwatch

Das Netz scannen

„Medwatch“ hat es sich zur Aufgabe gemacht in den Weiten des Internets die Seiten und Beiträge zu identifizieren, die falsche Berichterstattung und irreführende Werbung über gesundmachende Therapien und Produkte verbreiten. Tägliche Nachrichten, Reportagen und Interviews mit Experten sollen dem Netz-User dabei helfen, Fake News und post-faktisches Wissen zu erkennen und zu vermeiden, sodass dieses Wissen nicht zum Schaden der Erkrankten in die Gesellschaft getragen wird. Ein großes Projekt, das immer wichtiger wird.

Screenshot: Implant Files

Screenshot: Implant Files

Medizinprodukte – Gewinn vs. Gesundheit

Was passiert, wenn etwas fehlerhaft ist und Probleme verursacht? Die Süddeutsche Zeitung sprach mit Betroffenen und Geschädigten fehlerhafter Prothesen und Implantate, erzählt ihre Geschichten, interviewte Politiker, Ärzte und Verantwortliche und stellt ihre Aussagen als „Implant Files“ zur Verfügung. Investigativ wird herausgearbeitet, wie selten Betroffene entschädigt werden und wie einfach es ist, ein fehlerhaftes Produkt auf den Markt zu bringen. Fotos, Video, Ton und Text geben Einblick in einen Wirtschaftszweig, der sonst eher intransparent und nur für Eingeweihte ist.  Nichts für schwache Nerven.

Screenshot: Kinderdok

Screenshot: Kinderdok

Aus dem Alltag eines Kinderarztes

Auch der Kinderdok berichtet auf seinem Blog unter anderem, was passiert, wenn Eltern durch Fake News unnötig besorgt oder unnötig unbesorgt sind. Außerdem finden sich hier noch Berichte zu Problemen mit Krankenkassen, Auseinandersetzungen mit alternativen Heilmethoden, Beiträge zu medizinischen Publikationen und allem, was ihm in seinem Alltag als Kinderarzt sonst noch so unterkommt. Mal amüsant, mal schockierend, immer informativ.

Screenshot: Frag Ingrid

Screenshot: Frag Ingrid

Laktose-, Glutenfrei und reich an Informationen

Die App „Frag Ingrid“ kämpft gegen irreführende Label in Supermarkt-Regalen. Die App erlaubt es dem Anwender, seine persönlichen Intoleranzen (neben Laktose, Gluten, Fructose auch Histamin, Sorbit und sogar angepasst auf Reizdarm) in der App einzutragen und danach zu filtern, was unbeschwert genossen werden kann. Hunderte Lebensmittel sind bereits bewertet und gelistet. Wer neu in der Welt der Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist, wird für Ingrids Antworten dankbar sein.

Screenshot: Heinz vermacht sich der Medizin

Screenshot: Heinz vermacht sich der Medizin

Mehr als Organspende

BILD.de bringt mit „Heinz vermacht sich der Medizin“ ein bisschen mehr Licht ins Dunkel der Körperspende. Was bewegt Menschen dazu, ihre Körper nach ihrem Tode Medizinstudenten zur Verfügung zu stellen? Was passiert mit dem Körper und wie gehen Studenten mit der großen Geste um? Anhand einer Multimedia-Reportage begleiten wir Heinz, der sich nach der Diagnose Krebs und nur noch kurzer, verbleibender Lebenszeit dafür entscheidet, seinen Körper jungen Studenten zur Verfügung zu stellen. Diese lernen nach seinem Tod an ihm, wie die einzelnen Schnitte gesetzt werden, wie Organe aussehen und wie der menschliche Körper zusammengesetzt ist. Am Ende organisieren die Studenten eine Bestattung für den Spender. Hier werden große Emotionen mit einem wichtigen Thema verbunden.

Wo informiert ihr euch über Medizin und Gesundheit? Was ist garantiert Fake News-frei? Wir würden gerne noch mehr Angebote im Wettbewerb haben und hoffen auf weitere Vorschläge nur noch bis zum 1. März!

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