Feb 212019
 
Grimme-Institut: Ausflug Zeche August

Mitarbeiter-Ausflug des Grimme-Instituts zur Zeche Auguste-Victoria 2015, Foto: Grimme-Institut

Der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau zum Ende des vergangenen Jahres war nur das Ende einer sehr langen Entwicklung. So wurde zum Beispiel die Zeche Auguste Victoria in Marl – die Stadt, in der das Grimme-Institut sitzt – bereits Ende 2015 geschlossen. Wir waren dort sogar vorher noch auf einem Betriebsausflug. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis, zu sehen, wie Kohle gefördert wird, was für eine harte Arbeit unter extremen Bedingungen das auch heute noch ist.

Für diejenigen, die nicht so dicht dran sind, oder noch mehr wissen möchten, gibt es zum Ende des Steinkohlebergbaus zahlreiche Angebote im Netz – die sich auch in unseren Vorschlägen um Grimme Online Award 2019 finden.

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Jan 292019
 
Produktion „Druck“. Foto: Gordon Muehle

Produktion „Druck“. Foto: Gordon Muehle

Tangenten nähern sich bekanntlich im Unendlichen an. Fernsehen und Internet scheinen es eiliger zu haben, blickt man aus der Netzperspektive auf die Nominierungen für den 55. Grimme-Preis. (Ehemalige) Netzgrößen zeigen sich hier in Fernsehformaten, verbreiten sich in Sozialmedien, neue Erzählformen etablieren sich und/oder das Fernsehen blickt seinerseits auf das Netz. Motto: Medienkonvergenz jetzt!?

Fernsehtauglich und einer Nominierung würdig findet die „Kinder & Jugend“ Jury des Grimme-Preises etwa das „Bohemian Browser Ballett“ (Steinberger Silberstein für SWR/funk), das im vergangenen Jahr bereits mit seinem Facebook-Kanal für den Grimme Online Award nominiert war: Mal karikiert es Investigativmagazine bei der Aufdeckung der großen Brötchenverschwörung, mal dreht es gängige Klischees durch den Wolf, wenn Deutsche als „Netzflüchtlinge“ ihre Heimat verlassen (wollen), weil die Netzabdeckung immer noch mangelhaft ist – und überhaupt wurden die Neuankömmlinge mit falschen Versprechungen hierhin gelockt, auch sie wollen daher immer öfter zurück: “Pah, 5G, alles leere Versprechungen!” Continue reading »

Dez 192018
 
Lea Püchel von der Universität zu Köln referiert ihre Forschungsergebnisse zu digitalen Präsentationsformen. Foto: Daniel Kunkel

Lea Püchel von der Universität zu Köln referiert ihre Forschungsergebnisse zu digitalen Präsentationsformen. Foto: Daniel Kunkel

Neue journalistische Darstellungsformen in der digitalen Welt

Als eine Grundlage für ihre Forschung zu Auswirkungen von Journalismus auf die politische Willensbildung und auf die Zahlungsbereitschaft der Nutzer sieht Lea Püchel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Medien- und Technologiemanagement an der Universität zu Köln, die Kategorisierung von Darstellungsformen im Web. Continue reading »

Mai 252018
 
Screenshot von "Mädelsabende"

Screenshot von “Mädelsabende”

Körperbehaarung, Mobbing oder Depressionen: Themen, die oft als Tabu gelten und doch viele junge Frauen betreffen oder beschäftigen. Wo gibt es Informationen? Wie können diese Themen an die Zielgruppe transportiert werden? 

Der Instagram-Kanal “Mädelsabende” vom WDR, nominiert für den Grimme Online Award 2018 in der Kategorie Kultur und Unterhaltung, ist eine mögliche Anlaufstelle. Die wöchentlich wechselnden Themen behandeln aber nicht nur Problematisches – mit ExpertInnen wird über alles gesprochen, was junge Frauen interessiert. Redakteurin Verena Lammert erzählt im Interview von der journalistischen Arbeit mit Instagram und der sozialen Verantwortung, die dieser Kanal mit sich bringt.

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Dez 132017
 
Screenshots der Facebookseiten "SWR - News for refugees" und "WDRforyou"

Screenshots der Facebookseiten “SWR – News for Refugees” und “WDRforyou”

Manchmal, wenn Angebote sich sehr ähnlich sind, diskutiert die Nominierungskommission sie gemeinsam. Genau deshalb stellen wir diese beiden auch gemeinsam hier vor. Auf Facebook informieren sowohl der SWR als auch der WDR Flüchtlinge, hauptsächlich auf Deutsch und Arabisch. Continue reading »

Jun 082017
 
bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

David Ohrndorf, Thomas Hallet, Lisa Weitemeier, Stefan Domke (v.l.) bei der Bekanntgabe der Nominierungen zum Grimme Online Award. Foto: Grimme-Institut / Arkadiusz Goniwiecha

Das Virtual-Reality-Projekt “Der Kölner Dom in 360° und VR” präsentiert den Kölner Dom auf sechs verschiedenen Plattformen in 360° und zeigt durch viele kleine Besonderheiten die Individualität des Projekts. ”Der Kölner Dom in 360° und VR” ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Der Mitinitiator des Projektes, der freie Journalist David Ohrndorf, spricht im Interview über die Merkmale und die Einzigartigkeit des 360°-Projektes.

Was war der Beweggrund, das Virtual-Reality-Projekt zu realisieren?

Das Projekt sollte weiter gehen als frühere 360°-Projekte des WDR. Einfache lineare 360°-Videos haben wir ja schon einige produziert, wir wollten bei diesem Projekt aber echte Virtual Reality schaffen. Der Betrachter sollte mehr Möglichkeiten zur Interaktion haben und zum Beispiel selber entscheiden können, was er sich wie lange ansieht. Den Kölner Dom fanden wir sehr spannend für das Projekt. Wir wollten den Dom so zeigen, wie man ihn nicht alltäglich sehen kann und Punkte finden, die einem nicht bei einer Domführung gezeigt werden. Das war unser Ansatz und dann haben wir recherchiert und unsere Ideen immer wieder kritisch hinterfragt, wir wollten, dass in jeder Episode auch wirklich eine schöne einzigartige Geschichte erzählt wird.

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Jun 052017
 
Porträt von Erwin Hapke. Foto: WDR / Thomas Köster

Porträt von Erwin Hapke. Foto: WDR / Thomas Köster

Hunderttausende gefaltete Figuren aus Papier und Blech: 35 Jahre lang schuf der promovierte Biologe Erwin Hapke in seinem Elternhaus im Kreis Unna ein Meer aus gefalteten Insekten-, Akrobaten- oder Hexenfiguren – hinter verschlossenen Türen, ganz im Geheimen. Systematisch ordnete er die Figuren in jedem einzelnen Raum an. Seine Wunschvorstellung: Aus dem Haus ein Museum zu machen. Als Hapke im April 2016 verstirbt, traut dessen Neffe Matthias Burchardt beim Betreten des Hauses kaum seinen Augen. Wissend, dass das etwas Einzigartiges und Unglaubliches ist, wendet er sich mit der Geschichte seines Onkels an WDR 3. Der freie Autor und Fotograf Thomas Köster, der als erster außerhalb der Familie Hapkes Haus besuchen und darin fotografieren durfte, kreierte daraus gemeinsam mit einem Team die Multimedia-Reportage “Erwin Hapke – Der Welten-Falter” inklusive 360 Grad-Ansichten. Diese ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” für den Grimme Online Award 2017 nominiert. Im folgenden Interview spricht Köster unter anderem über die Motivation und Besonderheiten der Multimedia-Reportage und was die Nominierung für ihn bedeutet. Continue reading »

Mai 292017
 
Screenshot: Die Website von „Ihre Wahl – der WDR-Kandidatenchecks. Die User können selbständig ihre Kandidaten anhand verschiedener Kategorien suchen

Screenshot: Die Website “Ihre Wahl – der WDR-Kandidatencheck”. Die User können ihre Kandidaten anhand verschiedener Kategorien suchen

Wie lassen sich politische Bildung und Wissensvermittlung im digitalen Zeitalter gestalten? Eine Antwort auf diese Frage ist das Webprojekt “Ihre Wahl – der WDR-Kandidatencheck” des WDR, das sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Kandidaten der Landtagswahl in NRW in standardisierten Video-Interviews vorzustellen. Für die Kandidaten bedeutet das: dieselben Fragen für alle und genau vier Minuten Zeit, um ihre politischen Ansichten und Ziele digital zu vertreten.  Das Ziel: Allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich selbständig und eigenverantwortlich über politische Themen und eine Vielzahl von antretenden Kandidaten zu informieren. Ein Stück Politik im digitalen Zeitalter also, das in der Kategorie “Information” für den Grimme Online Award 2017 nominiert ist. Continue reading »

Jul 222015
 
Screenshot der Multimedia-Reportage von Christian Dassels Bustour für den WDR.

Screenshot der Multimedia-Reportage von Christian Dassels Bustour für den WDR.

Fast zeitgleich haben ein Nominierter und ein Preisträger des Grimme Online Award 2015 ihre nächsten Projekte veröffentlicht: Christian Dassel, nominiert für die Multimedia-Reportage “Onkel Willi”, war mit seinem VW-Bus auf dem Balkan unterwegs und das Städel Museum, Preisträger mit dem Digitorial “Monet und die Geburt des Impressionismus”, hat für die nächste Ausstellung ein weiteres Digitorial erstellt.

 

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Mai 252015
 
Screenshot "Onkel Willi"

Screenshot “Onkel Willi”

Lebenskünstler, Philosoph und Querkopf: Das Portrait von “Onkel Willi” alias Klaus Reinhardt ist so facettenreich wie sein Leben selbst. Als Aussteiger und Straßenmusiker im Ruhestand gilt er als inoffizieller Ehrenbürger Münsters. Die für den Grimme Online Award in der Kategorie Kultur und Unterhaltung nominierte Pageflow-Reportage “Onkel Willi” ist ein multimedialer Nachlass und gewährt tiefe Einblicke in das Leben Klaus Reinhardts, der über Leben und Tod philosophiert. Im Interview spricht Verena Egbringhoff, stellv. Leiterin der Programmgruppe Aktuelles Fernsehen des WDR, über die dokumentarische Begleitung des Stadtmusikantens auf der letzten Etappe seines Lebens.

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