Dez 202018
 
Rathaus der Stadt Marl mit Skulptur, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Rathaus der Stadt Marl mit Skulptur, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Fast ein Jahr habe ich nun schon in den heiligen Hallen des Grimme-Instituts verbracht und alles über die Feinheiten und Stolpersteine des Grimme Online Award gelernt. Die Bäckerfrauen im Marler Stern kennen nun meine Brötchenvorlieben, beim Spielzeugladen „Venus Kinderwelt“ (ja, der Laden heißt wirklich so) habe ich bereits fünf Puzzles gekauft und ich weiß jetzt auch automatisch, wie rum ich meine Sparkassenkarte in den Automaten stecken muss (ganz genau andersherum als überall anders).

Was ich außer dem Marler Stadtleben noch mitnehme? Die Zusammenarbeit mit unserem engagierten Team, das sich jedes Jahr zwar auf neue Kollegen einstellt, dafür aber dank akribischer Listen und Routinen einen genauen Überblick hat, was/wann/von wem erledigt werden muss. Und da ich Listen liebe, fühlte ich mich direkt gut aufgehoben und konnte mich mit meinem neuen Arbeitsplatz identifizieren. Für mich hatte es vor allem etwas Besonderes, dass sich viele Praktikanten auch über ihre Zeit in Marl hinaus mit dem Grimme Online Award verbunden fühlen und das Grimme-Institut gerne weiter unterstützen. Vielleicht auch, weil sie ein wenig ihr Herz an diesen Preis, seine PreisträgerInnen und Nominierten verloren haben.

Praktikantin Nadine Aniol und Projektassistentin Lisa Wolf beim Shooting der Nominierungskommission in Düsseldorf, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Praktikantin Nadine Aniol und Projektassistentin Lisa Wolf beim Shooting der Nominierungskommission in Düsseldorf, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Gerne denke ich hierbei an unsere erste Praktikantin dieses Jahr zurück, mit der begonnen habe, den Grimme-Instagram-Kanal konzeptionell aufzubauen und unsere Abonnentenzahl zu steigern. Und jetzt sind wir von 100 tatsächlich auf 559 Abonnenten gewachsen und das in weniger als einem Jahr. Hallo liebe neue AbonnentInnen! Und ich möchte an dieser Stelle auch unserer zweiten Praktikantin gedenken, die sich dem Thema Interviews mit unseren Nominierten gewidmet hat und sich hier durch den Löwenanteil der Telefonate und Blogbeiträge gekämpft hat, während ich in der Einladungsliste mit hunderten Personen Zu- und Absagen jongliert habe.

Es gibt einige Momente, die mir im Gedächtnis bleiben werden. Zum Beispiel wie wir bei -8 Grad Kälte im Februar Fotos mit der Nominierungskommission auf dem Spielplatz gemacht haben. Wie padeluun verspätet und mit Schild bei der Bekanntgabe der Nominierungen eintrudelte, weil er noch auf einer Demo gegen das Polizeigesetz gewesen war. Oder wie ich mit eben jenem padeluun und Rena Tangens nach der Preisverleihung nachts vor verschlossenen Hoteltüren stand, weil keine der Schlüsselkarten mehr ging und wir einen Mitarbeiter erst von seinem Mitternachtssnack loseisen mussten, um aufs Zimmer zu kommen. In Erinnerung bleiben werden mir auch viele, viele Stunden an meinem Handy, in denen ich entweder beim GOA eingereichte Podcasts gehört habe oder die Grimme-internen Social-Media-Kanäle während unserer Veranstaltungen mit Bildern, Videos und Text befüllt habe. Auch dank dieser Arbeit habe ich nicht nur den Grimme Online Award, sondern auch die weiteren Abteilungen wie den Grimme-Preis, die Grimme Medienbildung oder die Grimme-Akademie kennenlernen dürfen.

"Haus"-Eichhörnchen des Grimme-Instituts beim Nüsseeinsammeln, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

“Haus”-Eichhörnchen des Grimme-Instituts beim Nüsseeinsammeln, Foto: Lisa Wolf/Grimme-Institut

Apropos Grimme-intern: Wir haben übrigens seit dem Herbst eine kleine Futterstelle mit Nüssen für unsere „Haus“-Eichhörnchen auf der Terrasse eingerichtet und sprechen schon scherzhaft über einen Grimme-Eichhörnchen-Instagramaccount. Aber wer weiß…
Ich freue mich jedenfalls auf weitere Highlights in 2019 und ein paar Eichhörnchenbabys im Frühjahr.

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