Jun 272019
 
Das Team von "Mensch Mutta.": Katharina und Heidi Thoms ("Mutta") mit Karl Stefan Röser und Laudator Karsten Schwanke (links). Foto: Gina Wetzler/Grimme-Institut

Das Team von “Mensch Mutta.”: Katharina und Heidi Thoms (“Mutta”) mit Karl Stefan Röser und Laudator Karsten Schwanke (links). Foto: Gina Wetzler/Grimme-Institut

So hatten wir uns das gedacht: Karsten Schwanke findet zum Abschluss der Jurypreise beim Grimme Online Award 2019 so liebevolle Worte für den Podcast „Mensch Mutta“. Er erzählt nämlich von sich selbst, wie er am letzten Wochenende bei seinen Eltern in der ehemaligen DDR war und an der Haustür in den heimatlichen Dialekt verfiel. Genau dies hat er im Podcast „Mensch Mutta“ bei Katharina Thoms entdeckt, die als Hörfunkjournalistin natürlich perfekt Hochdeutsch spräche, aber im Dialog mit der Mutter sofort in diesen berlin-brandenburgischen Dialekt verfällt. Karsten Schwanke hatte als Preispate längst zugesagt, bevor die Entscheidung über die Preisträger fiel – und dass er aus Ziesar kommt, ist uns erst wieder aufgefallen, als wir den Ablauf für die Preisverleihung erstellt haben. Aber was für eine glückliche Fügung. Manchmal muss es sich so ausgehen bei einer Preisverleihung. Continue reading »

Dez 202018
 
Gruppenbild der PreisträgerInnen des Grimme Online Award 2018 mit Moderator Daniel Bröckerhoff, Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Gruppenbild der PreisträgerInnen des Grimme Online Award 2018 mit Moderator Daniel Bröckerhoff, Foto: Grimme-Institut/Arkadiusz Goniwiecha

Mein persönliches Highlight beim GOA 2018 und auch meines Praktikums beim Grimme-Institut war definitiv die Preisverleihung. Und das nicht nur wegen der Party (wobei diese zugegeben auch nicht von schlechten Eltern war), sondern weil ich endlich die Gesichter zu den hochklassigen Nominierungen und PreisträgerInnen kennenlernen durfte. Ich erinnere mich gerne an meinen ersten Tag beim GOA 2018, als ich von meinen Kolleginnen die erste Liste mit den Einreichungen zur Prüfung bekommen habe. Continue reading »

Jun 252018
 

Gastbeitrag von Christina-Bella Pagés

Mai Thi Nguyen-Kim jubelt im Publikum über ihren Preis für "maiLab". Foto: Georg Jorczyc/Grimme-Institut

Mai Thi Nguyen-Kim jubelt im Publikum über ihren Preis für “maiLab”. Foto: Georg Jorczyc/Grimme-Institut

“My heart is on fire, fire, fire…” sang Stefanie Heinzmann in ihrem Song “On Fire” zur Eröffnung des diesjährigen Grimme Online Award. Leidenschaftlich brennende Herzen – eine passende Beschreibung des Abends in der Kölner Flora. Denn: Überall war sie zu sehen, die Leidenschaft – für digitale Medien, großartige Ideen und für das Bestreben, das Bestmögliche im Netz hervorzubringen. Aus rund 1.000 Einreichungen und 28 Nominierten musste die Jury auch in diesem Jahr die acht besten Angebote in den Kategorien Information, Wissen und Bildung, Kultur und Unterhaltung sowie Spezial küren. Musste? Nun, dazu später mehr. Und das Publikum (im Netz) war aufgerufen, seinen Favoriten für den Publikumspreis zu wählen. Continue reading »

Jun 192015
 
Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach im Interview mit Moderatorin Sandra Rieß.

Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach im Interview mit Moderatorin Sandra Rieß. Foto: Grimme-Institut/Jens Becker

Von Steffen Grimberg

Jetzt ist schon wieder was passiert. Der Grimme Online Award ist auch schon wieder 15. Und die Grenzen werden fließender, sagte Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach, während die NRW-Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren erklärt:  ”Seit dem ersten Preis 2001 erlebt der Grimme Online Award eine Explosion der Ausdrucksformen, heute rückt die Interaktivität immer stärker in den Fokus”, sagte Schwall-Düren in ihrer Begrüßung vor den Gästen im Kölner DockOne. Und: “Ein Ende der Möglichkeiten ist nicht längst nicht erreicht”. Der Grimme Online Award stehe dabei nicht nur für weltbewegende Themen, sondern auch für kleine Anliegen, “der Award lebt Diversity”.

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Mrz 262015
 

Ein Gastbeitrag von Steffen Grimberg, Leiter Grimme-Preis

Screenshot "Mr. Dicks" Preisträger beim Grimme-Preis 2015

Screenshot “Mr. Dicks” Preisträger beim Grimme-Preis 2015

Als im September 2014 Netflix seinen deutschen Ableger startete, stand es plötzlich leibhaftig vor der Tür: Das Ende des Fernsehens wie wir es kennen. Das Aus für ein lineares Angebot, wo alle zu einer bestimmten Zeit vor einem bestimmten Gerät sitzen müssen. Ein neues TV-Zeitalter brach an, hieß es unisono in den Medien, mal jubelnd-euphorisch, mal kulturpessimistisch argwöhnend.

Gestimmt hat das natürlich schon damals nicht, war aber beste Werbung für die Netflixer, die das ganze Ballyhoo einigermaßen amüsiert zur Kenntnis nahmen und sich – man kennt das von Google – hübsch bescheiden als bloßer Dienstleister präsentierten. Und betonten, dass da keinesfalls die Absicht bestehe – wie medial unterstellt –, den hiesigen TV-Markt aufzurollen. Nein, das deutsche Fernsehen findet nach wie vor bei ARD und ZDF, RTL und Sat.1, ProSieben und Tele5 usw. usf. statt, vorzugsweise ab acht Uhr abends und vorzugsweise im Sitzen. Auch wenn Netflix bei seiner Präsentation natürlich die Option dabei hatte, sich seine Lieblingsserie auf das ins Cockpit des Hometrainers integrierte Tablet zu streamen. Continue reading »

Jun 282014
 

Eindrücke von Ute Zander und Rebekka Martin

Gewinnen heißt, nicht gescheitert nach Hause zu gehen

Das Gemurmel hinter dem grauen Vorhang wird lauter. Sektkorken knallen. Dort werden wohl gerade Käsebrote gereicht. In Trauben stehen die eingeladenen Gäste um Stehtische herum und reden angeregt. Es gibt viel zu erzählen. Wahrscheinlich hat man sich vor einem Jahr bei der Preisverleihung zum Grimme Online Award das letzte Mal gesehen.

Um einen Stehtisch herum stehen Männer und Frauen, die reden nicht. Sie blicken nervös auf das Display ihres Smartphones. Vielleicht zukünftige Preisträger? Auf der anderen Seite des Vorhangs verlässt gerade Anja Backhaus, Moderatorin der 14. Preisverleihung des Grimme Online Award, den Raum durch den Hintereingang Richtung Hafenbecken in Köln Mülheim. Noch einmal den Text durchgehen und Luft schnappen. Continue reading »